2026-05-29T11:52:36.002Z

Allgemeines

Abstiegsdruck nur für Dudenhofen, nicht für Gau-Odernheim

Beim Saisonfinale stehen beim Gau-Odernheimer Oberligisten auch Verabschiedungen und Feierlichkeiten im Fokus

von Torben Schröder · Heute, 17:00 Uhr · 0 Leser
Spielminuten zum Abschied: Emre Gümüs (rechts) wird im Saisonfinale gegen den FV Dudenhofen ein letztes Mal für den TSV Gau-Odernheim auflaufen. Links im Bild: Maximilian Gräßle (TuS Rüssingen). 	Foto: Axel Schmitz/pakalski-press
Spielminuten zum Abschied: Emre Gümüs (rechts) wird im Saisonfinale gegen den FV Dudenhofen ein letztes Mal für den TSV Gau-Odernheim auflaufen. Links im Bild: Maximilian Gräßle (TuS Rüssingen). Foto: Axel Schmitz/pakalski-press

Gau-Odernheim. Vorige Saison war es das Titelrennen in der Verbandsliga. Bei der Gestaltung des Oberliga-Spielplans hofften die Verantwortlichen womöglich auf ein Abstiegs-Endspiel am letzten Spieltag. Doch das ist es nur für die Gäste des FV Dudenhofen, die am Samstag (15 Uhr) beim TSV Gau-Odernheim antreten.

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Florian Diel: „Das haben wir schon im Kopf“

Zwischen Rang neun und elf wird die Petersberg-Elf ins Ziel gehen. Die Vorderpfälzer sind bei einem Sieg gerettet, sofern Diefflen parallel nicht weitaus höher gewinnt. Sonst wird gezittert. Auch Eisbachtal und Ludwigshafen, alle drei parallel im Einsatz, bangen noch. Sowie alle Spielklassen darunter, die auf möglichst wenige Absteiger aus dem Gebiet des Südwestdeutschen Fußballverbands hoffen. Insofern werden einige aus Rheinhessen, auch wenn sie den Weg des TSV mit Sympathie beobachten, diesmal den Gästen die Daumen drücken.

„Für Dudenhofen ist das Spiel existenziell, das haben wir schon im Kopf“, sagt TSV-Trainer Florian Diel, dessen Elf man tunlichst nicht ansehen soll, dass es für sie nur noch um die Goldene Ananas geht. „Wir wollen die Saison schön abrunden und trotz des gemeldeten Wetters ein Spiel auf Augenhöhe spielen, um mit einem positiven Ergebnis aus der Saison zu gehen.“ Es ist die typische Letzter-Spieltag-Rhetorik. Doch die Mentalität, Spiele abzuschenken, haben am Petersberg weder Spieler noch Trainer. Auch nicht bei angekündigten über 30 Grad.

Aufstellung und Wechsel werden auch im Zeichen der Verabschiedungen stehen. Langzeit-Gau-Odernheimer Emre Gümüs (Wormatia Worms II) hat sich, wie Diel sagt, ganz gewiss ein Abschiedsspiel verdient. 18-Tore-Mann Belel Meslem (Wormatia) sowieso. „Es muss auch Sinn machen“, blickt Diel beispielsweise auf Leart Rexhepi (Eintracht Bad Kreuznach), der zuletzt erkrankt ausgefallen ist. Miles Hofmann (SV Guntersblum) und Kenan Dogan, den es dem Vernehmen nach Richtung Luxemburg zieht, spielten zuletzt wenig bis gar nicht, auch verletzungsbedingt.

Großes Zuschaueraufkommen zu erwarten

Stimmungsvoll wird es so oder so, weil der FVD mit großem Bus und einer nennenswerten Zahl Zuschauer anreisen wird. Entweder kann am Ende auf eine für beide erfolgreiche Saison angestoßen werden, oder die Vorderpfälzer tragen Trauer – oder sie müssen auf das Ergebnis der Aufstiegsrunde hoffen. Dass der TSV dieser Sorgen längst ledig ist, gilt es ein letztes Mal in dieser Spielzeit zu feiern.

Verabschiedet werden die Spieler aus erster und zweiter Mannschaft gemeinsam nach dem Spiel. Zudem kündigt Vorstandssprecher Oliver Grub ein Dankeschön an Team und Staff, Helfer und Zuschauer an. Und besonders erfolgreiche Jugendmannschaften werden geehrt. Bei den ganz Jungen gibt es tolle Erfolge, U14 und U15 sind Meister, die U16 hat noch Chancen auf zwei Titel, die U17 hat zumindest die Verbandsliga gehalten – anders als bei der Gau-Odernheimer Regionalliga-Premiere die U19, deren Chefcoach Konstantin Sawin Co-Trainer bei der TuS Steinbach wird und die zahlreiche Abgänge verzeichnet. Umso wertvoller ist die starke Saison der 1b, die als Aufsteiger Bezirksliga-Dritter wurde.

Mehrere Verabschiedungen und viele Gründe zu feiern

Kurzum, wenn nach dem Spiel die Kaltgetränke gereicht werden, gibt es wieder viel zu feiern. Einen großen Zuschauer-Zuspruch „hat sich die Mannschaft einfach verdient“, findet Diel. Randnotiz: Bei einem Punktgewinn hätte der TSV sogar seine starke Hinrunde übertroffen.