2026-05-06T12:44:31.715Z

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Abstieg rückt näher: TuS Jevenstedt unterliegt eiskaltem Eckernförder

von Ismail Yesilyurt · Heute, 10:35 Uhr · 0 Leser
In seinen letzten Spielen als Trainer des Eckernförder SV warten wichtige Spiele auf Maik Haberlag.
In seinen letzten Spielen als Trainer des Eckernförder SV warten wichtige Spiele auf Maik Haberlag. – Foto: Ismail Yesilyurt

Der Abstieg aus der Landesliga ist für den TuS Jevenstedt nach einer deutlichen 0:4-Niederlage beim feststehenden Tabellenzweiten Eckernförder SV (ESV) kaum noch abzuwenden. Zwar trennen die Elf von Guido Wieck vor dem letzten Spieltag nur drei Punkte vom höchstwahrscheinlich rettenden Ufer, doch die Ausgangslage ist prekär: Im direkten Duell gegen den Konkurrenten TSV Hattstedt müsste Jevenstedt einen Sieg mit mindestens sechs Toren Unterschied einfahren, um die Tordifferenz noch zu eigenen Gunsten zu drehen. Während in Jevenstedt die Ernüchterung herrscht, blickt man in Eckernförde auf eine historische Spielzeit und bereitet sich auf die Aufstiegsrelegation vor.

Elf furiose Minuten entscheiden die Partie

Die Begegnung vor 146 Zuschauern war bereits zur Pause entschieden. Nachdem Jevenstedt in der ersten Minute noch durch eine gefährliche Ecke aufhorchen ließ, übernahm der ESV die volle Kontrolle. „Wir hatten das Spiel vollkommen im Griff“, bilanzierte ESV-Trainer Maik Haberlag nach dem Abpfiff. Innerhalb von nur elf Minuten schraubten die Gastgeber das Ergebnis von 0:0 auf 4:0.

Den Anfang machte Luke Justen, der nach einem Ballgewinn allein auf den Torwart zuging und flach zur Führung vollendete. Kurz darauf erhöhte David Wagner nach einer Hereingabe von rechts, bevor Ömer Dagtekin mit einem Doppelpack innerhalb der Box den Endstand markierte.

Ömer Dagtekin (Eckernförder SV) ist zwei Mal erfolgreich gegen Jevenstedt.
Ömer Dagtekin (Eckernförder SV) ist zwei Mal erfolgreich gegen Jevenstedt. – Foto: Ismail Yesilyurt

Die zweite Halbzeit plätscherte daraufhin ohne große Höhepunkte dahin. Haberlag gestand offen:

„Die zweite Halbzeit war relativ langweilig. Ich glaube, wir wollten auch respektvoll mit Jevenstedt umgehen. Die haben zwar noch die Aussicht auf einen Nichtabstieg, aber wir haben letztes Jahr mitgefühlt, wie sich das anfühlen kann“.

Historische Bestmarke im Visier des ESV

Für den Eckernförder SV geht es trotz des feststehenden zweiten Platzes in der kommenden Woche um weit mehr als nur das Prestige. Mit aktuell 67 Punkten hat die Mannschaft die Chance, zur erfolgreichsten Elf der 103-jährigen Vereinsgeschichte zu werden. Der bisherige Rekord stammt aus der Saison 2003/2004, als der ESV 69 Punkte in der Bezirksliga erreichte.

„Das Ziel für nächste Woche gegen Weiche sind die 70 Punkte“, gab Haberlag die Marschroute vor. Trotz eines beeindruckenden Punkteschnitts von 2,33 reicht es in dieser Saison hinter der „Übermannschaft“ TSB Flensburg nur für Rang zwei. Dennoch ist die Stimmung prächtig, denn auf den ESV warten nun die Saisonhighlights: Am 25. Mai steht das Kreispokalfinale gegen den Oberligisten TuS Rotenhof an, gefolgt von der Relegation gegen den VfB Lübeck II um den Aufstieg in die Oberliga.