2026-06-03T09:07:03.210Z

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Abstieg nach zwei Jahren – Prem/Lechbruck verliert in der Relegation

Relegation

von Christian Heinrich · Heute, 08:43 Uhr · 0 Leser
Torwart im Mittelpunkt: Kurz vor der Pause verhinderte SG-Torwart Simon natzeder mit vollem Einsatz und zwei Riesenparaden gegen Penzings Marco Metzger (in Blau) einen Gegentreffer.
Torwart im Mittelpunkt: Kurz vor der Pause verhinderte SG-Torwart Simon natzeder mit vollem Einsatz und zwei Riesenparaden gegen Penzings Marco Metzger (in Blau) einen Gegentreffer. – Foto: Paul Hopp

Die Spielgemeinschaft aus Prem und Lechbruck ist nach zwei Jahren in der Kreisklasse abgestiegen. Simon Schneider traf im Relegations-Rückspiel in der 78. Minute für den FC Penzing.

Es hat nicht sollen sein. Die SG Lechsee steigt nach zwei Jahren in der Kreisklasse in die A-Klasse ab. Die Spielgemeinschaft aus Prem und Lechbruck musste sich im Rückspiel der Relegation beim FC Penzing nach großem Kampf knapp mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. In der ersten Partie hatten sich beide Kontrahenten am vergangenen Mittwoch noch 2:2 unentschieden getrennt. Damit steigen die Penzinger (von 2017 bis 2019 mit Torjäger Josef Noder im Kader schon mal Bezirksligist) in die Kreisklasse auf.

Große Kulisse am Penzinger Sportplatz

Die über 500 Zuschauer mussten sich bis zur 78. Minute gedulden, bis endlich der erste und, wie sich am Ende herausstellen sollte, gleichzeitig auch letzte Treffer der Partie fiel. Simon Schneider brachte den Vize-Meister der A-Klasse Gruppe 7 in einer Begegnung in Front, die lange geradewegs auf ein Nullzunull hinauszulaufen schien, weil beide Teams bis zu diesem Zeitpunkt keine ihrer Chancen verwerten konnten.

Zu bedeuten hatte dieses Tor allerdings noch nichts. Im Hinspiel holte der Kreisklassist gleich zweimal einen Rückstand auf und erwies sich dabei als ausgesprochener Last-Minute-Spezialist. Das finale 2:2 gelang ihm durch Andreas Osterried erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Es verblieb also noch genügend Zeit auf der Uhr, um das Ergebnis zu egalisieren. Aber es wollte nicht funktionieren, obwohl die Gäste alles gaben. Erzielte die Mannschaft vom Lech im Hinspiel zwei Tore nach Standards, blieb dieses Mal diese Waffe stumpf. Egal ob Ecke oder Freistoß, das Runde fand seinen Weg einfach nicht in die Maschen. Auch als es Josef Bayrhof aus dem Spiel heraus versuchte, blieb ihm der Erfolg versagt. Obwohl Referee Paul Thiel insgesamt neun Minuten Nachspielzeit draufpackte, schafften es die Gäste nicht mehr, die Verlängerung zu erzwingen.

Das notwendige Zielwasser fehlt

Zuvor hatten sich beide Teams erneut ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Der Fußballclub erwirtschaftete sich zunächst zwar eine optische Überlegenheit und auch einige Abschlüsse, doch ein Tor brachte er nicht zuwege. Simon Schneider, Michael Hasche und Lars Frohne versuchten es in der ersten Viertelstunde vergeblich. Insgesamt stand die SG im Defensivverbund sicher. Einmal hatte die SG Glück, als bei einer Abwehraktion im Strafraum Christian Lory Gegenspieler Simon Schneider am Fuß traf, ein möglicher Pfiff aber ausblieb. Nach rund einer halben Stunde nahmen auch die Lechseer den gegnerischen Kasten vermehrt ins Visier. Aber auch Josef Bayrhof, Christian Lory und Raphael Rettinger besaßen bei ihren Abschlüssen nicht das nötige Fortune.

Fünf Minuten vor der Pause wurde es dann richtig brenzlig, als Penzings Marco Metzger recht frei vor dem SG-Tor zum Abschluss kam, doch Torwart Simon Natzeder reagierte binnen Sekundenbruchteilen zweimal überragend. Die anschließende Ecke wehrten die Gäste in gewohnt sicherer Manier ab. Angesichts des 0:0 blieb es weiter spannend.

Nach dem Seitenwechsel waren es die Penzinger, die den ersten gefährlichen Moment heraufbeschwörten. Marco Metzger traf jedoch nur das Außennetz. Auf einmal wurde es auch richtig farbig, weil Schiedsrichter Paul Thiel nach der Pause insgesamt neun gelbe Karten verteilte. Die Spannung stieg jedoch mit jeder Minute, weil jederzeit ein Tor fallen konnte. Lechsee erarbeitete sich noch ein paar Ecken und Freistöße, die den Fußballclub aus leidvoller Erfahrung in Alarmbereitschaft versetzten. Doch der erhoffte Treffer wollte einfach nicht fallen. Den markierte Simon Schneider. Der Mittelfeldspieler hatte während der abgelaufenen Saison schon einige Male getroffen, war aber bei Weitem nicht der erfolgreichste Schütze des Teams. Sein insgesamt siebtes Tor in der Runde sollte das wichtigste für seine Mannschaft werden.