2026-06-12T06:52:44.557Z

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Abstieg nach Wiederholungsspiel: CfR Links verspielt letzte Chance

Kurioser hätte ein Abstieg kaum zustande kommen können. Nach dem Wiederholungsspiel gegen Schlusslicht TSV Meerbusch vergibt der CfR Links seinen letzten Matchball im Abstiegskampf und steigt trotz großer Chancen mit einer 3:4-Niederlage ab. Während die Heerdter den Gang in die Kreisliga A antreten müssen, darf VdS Nievenheim weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

von Marcus Giesenfeld · Heute, 21:00 Uhr · 0 Leser
Links steigt ab
Links steigt ab – Foto: Christian Haas

Dieser Abstieg tut nicht nur weh, er wird auch als einer der kuriosesten in die Geschichte des hiesigen Amateurfußballs eingehen. Der CfR Links muss nach zwei Jahren in der Bezirksliga den bitteren Gang zurück in die Kreisliga A antreten.

Links verpasst früh Chancen

Mit einem Sieg über den bereits abgestiegenen TSV Meerbusch hätte sich die Elf von Panagiotis Liomas am Sonntag noch in die Abstiegsrelegation gegen Arminia Lirich retten können. Doch die Heerdter verwandelten ihren Matchball nicht und steigen nach einer 3:4-Niederlage beim Tabellenschlusslicht zusammen mit dem Gegner ab. Was diese Pleite so bitter machte, waren die Umstände, unter denen es überhaupt zu diesem Wiederholungsspiel kam. Denn eigentlich hätte die Partie des letzten Spieltags schon eine Woche früher über die Bühne gehen sollen. Beim Stand von 0:0 hatte der Unparteiische da nach rund 20 Minuten einen Elfmeter für Links gepfiffen, was Meerbuschs Trainer Ronny Kockel überhaupt nicht schmeckte. Der ehemalige Torhüter sah „Gelb-Rot“ und sollte zu seinem Entsetzen auch die Platzanlage verlassen. Weil Kockel dieser Aufforderung nicht nachkam, brach der Schiedsrichter die Begegnung schlussendlich ab.

In den Augen des Sportgerichts gab es keinen Grund, das Spiel abzubrechen. Daher ordneten die Regelhüter eine Neuansetzung an, worauf man sich aufseiten des CfR schlussendlich auch einließ. Tragisch nur, dass es die Heerdter dann im entscheidenden Moment versäumten, die passende sportliche Antwort zu geben.

Dabei gab es auch am Sonntag genug Chancen, die Partie auf die eigene Seite zu ziehen. Zwar erwischte der TSV mit dem frühen Führungstor den besseren Start (9.), doch danach schnürte Links das Schlusslicht phasenweise förmlich ein und kam durch Kapitän Paschalis Ivantzikis auch folgerichtig zum verdienten Ausgleich (24.).

Tore fallen zu spät

Zur Halbzeitpause schien es nur eine Frage der Zeit, wann die auf einen Sieg angewiesenen Heerdter in Führung gehen würden. Stattdessen waren es aber die Platzherren, die unmittelbar nach dem Wiederanpfiff erneut vorne lagen (47.). Und im Gegensatz zum ersten Abschnitt blieb die passende Antwort der Liomas-Elf diesmal aus. Optische Vorteile machten sich die Linksrheinischen mit Abwehrpatzern zunichte. So stand es sechs Minuten vor dem Abpfiff plötzlich 1:4 aus Sicht des CfR. Dass dieser in der Schlussphase noch einmal Moral zeigte, war aller Ehren wert, verhinderte den GAU aber nicht. Der zweite Treffer von Ivantzikis und (89.) und das Tor zum 3:4-Anschluss von Dieu-Merci Kiaku (90.) kamen zu spät.

Während Links mit fadem Beigeschmack runter in die Kreisliga A muss, darf der Konkurrent VdS Nievenheim auf den Klasenerhalt hoffen. Die Dormagener treffen in der Relegation nun auf Arminia Lirich.