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Absteiger Grünwald auf Verjüngungskurs ‒ Umbruch für die Landesliga

von Umberto Savignano · 13.07.2025, 16:12 Uhr · 0 Leser
„Einsatz, Herz und Mentalität“: Sebastian Koch ist vom Co-Trainer auf Augenhöhe durch Aufgabentausch mit Florian de Prato nun Chefcoach beim TSV Grünwald.
„Einsatz, Herz und Mentalität“: Sebastian Koch ist vom Co-Trainer auf Augenhöhe durch Aufgabentausch mit Florian de Prato nun Chefcoach beim TSV Grünwald. – Foto: Imago/michael Sigl/IMAGO/regio

Am Samstag startet der TSV Grünwald nach seinem einjährigen Gastspiel in der Bayernliga mit der Heimpartie gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen (Anstoß 14 Uhr) in die neue Landesligasaison. Trotz des nahenden Auftakts und obwohl es, unter anderem im Portal Fußball Vorort, zu den Grün-Weißen schon einige Transfermeldungen gab, ist von den TSV-Verantwortlichen noch nichts zum Kader zu hören.

Auch der von der Rolle des Co-Trainers auf Augenhöhe durch Aufgabentausch mit Florian de Prato nun in die offizielle Chefcoach-Funktion geschlüpfte Sebastian Koch hält sich mit Details zu seinem Personal bedeckt. Immerhin verrät er: „Mit dem Kader, den ich habe, kann ich sehr gut arbeiten.“

Folgt man also den vom Verein noch nicht bestätigten Wechsel-Nachrichten, dann verlassen den TSV einige Akteure mit Stammplatzanspruch: So gehen die Routiniers Linor Shabani (Ziel unbekannt) und Sebastian Mitterhuber (zum TSV Dachau 1865) sowie die Offensivkräfte Alessandro Cazorla (FC Ismaning) und Alexander Rojek (SV Neuperlach), Nicholas Helmbrecht legt nach seinem Kreuzbandriss eine Pause ein. Dazu verabschieden sich offenbar auch Dario Matijevic (SV Planegg-Krailling), Jasmin Kadiric (FC Wacker München), Benedict Fink (SV Heimstetten), Soufian Tauber (SV Dornach), Claudio Milican (SV Aubing), Bleron Pirku (TSV München 54) und Markus Kreuzeder (SG Schäftlarn/Baierbrunn). Koch nimmt die Abgänge grundsätzlich gelassen: „Ich bin der Meinung, Reisende soll man nicht aufhalten.“

Die Vorbereitung war intensiv, fordernd und nicht immer einfach, aber genau das hat uns weitergebracht.

Trainer Sebastian Koch

Der Coach darf zudem wohl auf einige vielversprechende Neuzugänge zählen, allen voran den ehemaligen Mittelfeldmotor des SV Pullach, Michael Hutterer, der zuletzt beim SV Türkgücü in der Regionalliga spielte, und Verteidiger Clemens Kubina, der in der vergangenen Saison beim Landesligisten FSV Pfaffenhofen kickte, davor lange in Ismaning und Heimstetten und als Youngster bis 2011 auch schon in Grünwald aktiv war. Die beiden 35-Jährigen waren in den letzten Tests gegen den FC Moosinning (4:0), den SV Aubing (3:5) und die U19 der SpVgg Unterhaching (2:5) mit von der Partie und würden mit ihrer Routine gut tun.

Grünwald auf Verjüngungskurs

Ansonsten sieht es nämlich nach Verjüngung aus beim TSV: Laris Stjepanovic (18) von der U19 des FC Ingolstadt 04, Felix Triftshäuser (20), zuletzt beim 1860 Rosenheim, und Milan Zargar (17) von Türkgücüs U19, der aber auch schon in der Grünwalder Jugend spielte, machten in den Vorbereitungspartien auf sich aufmerksam. Und der in Grünwald ausgebildete Luan Klose (20) wird wohl vom TSV 1860 München II ebenfalls an die Keltenstraße zurückkehren. Dazu kommen mit Timofii Protsenko vom VfR Garching und Dominik Stanic vom SV Waldeck-Obermenzing zwei 19-jährige Torhüter.

Weil das Personal im Detail noch kein offizielles Thema ist, verweist Koch aufs Kollektiv: „Aus der Mannschaft ist eine geschlossene Einheit geworden, es hat sich ein starker Teamzusammenhalt entwickelt. Die Spieler haben nicht nur sportliche Fortschritte gemacht, sondern auch gelernt, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Es macht Spaß mit den Jungs zu arbeiten“, sagt der Trainer, der auch „taktisch klare Schritte nach vorne“ sieht, aber klarstellt: „Wir gewinnen unsere Spiele nicht nur mit Technik, sondern vor allem mit Leidenschaft.“

Koch setzt auf „Einsatz, Herz und Mentalität“ und sieht sein Team auf dem richtigen Weg: „Die Vorbereitung war intensiv, fordernd und nicht immer einfach, aber genau das hat uns weitergebracht. Jetzt gilt es, diese Energie mit in die Saison zu nehmen.“