
Alle wesentlichen Entscheidungen sind schon vor dem finalen Spieltag in der Bayernliga Süd gefallen. Der TSV Landsberg geht als Direktaufsteiger hoch, der SV Kirchanschöring kann nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Gundelfingen über die Relegation in die Bayernliga aufsteigen. Dass Türkgücü München und Türkspor Augsburg absteigen, der FC Sturm Hauzenberg und TSV Kottern in die Abstiegsrelegation gehen, stand schon seit einer Woche fest. Offen ist nur noch, wer Meister wird. Der TSV Landsberg und das nicht aufstiegsberechtigte 1860 München II machen das unter sich aus.
Beim Spiel des TSV Nördlingen gegen den TSV 1860 München II rückte der 1:0-Erfolg der Junglöwen etwas in den Hintergrund, denn die Partie stand zunächst ganz im Zeichen des Abschieds. Bei den Riesern wurden nicht nur die scheidenden Spieler Simon Gruber, Jens Schüler, Mario Szabo, Daniel Martin, Alverik Montag, Manuel Meyer und Jakob Mayer verabschiedet, auch die beiden Trainer Daniel Kerscher und Mark Merz wurden mehr als nur beiläufig erwähnt.
Kerscher bedankte sich nicht nur für die Unterstützung des Vereins und der Fans, er ärgerte sich auch über die entscheidende Szene. Denn bevor es zum Elfmeter kam, sei der Nördlinger Johannes Fiedler klar gefoult worden. Danach traf Fiedler den 1860-Kapitän Raphael Walch, der ein sichtbares blaues Auge davontrug. Cristian Leone verwandelte den Strafstoß zum 0:1. In der zweiten Halbzeit hatten die Rieser dann ein Übergewicht, doch Alexander Schröter, Patrick Högg und Fiedler vergaben bei mehr oder weniger guten Chancen den Ausgleich, der aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewesen wäre. (jais, red) Lokalsport RN
Schiedsrichter: Niklas Wich (Kronach) - Zuschauer: 580
Tor: 0:1 Cristian Leone (14./Foulelfmeter)
„Insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden – was sich bei diesem Ergebnis komisch anhören mag“, lautete das Fazit von Trainer Andreas Maier nach der 1:4-Niederlage seines TSV Kottern beim FC Ismaning. „Leider haben wir es wieder einmal versäumt, unsere zahlreichen Chancen zu nutzen – wir hätten zur Halbzeit führen können und müssen. So fahren wir mit leeren Händen nach Hause.“
Nach torloser erster Halbzeit waren es die Ismaninger, die in Führung gingen. Jeremie Zehetbauer traf von der Ecke des Strafraums ins lange Eck – 1:0. Kottern bemühte sich weiter, find sich durch einen Sonntagsschuss aus 25 Metern von Siegfried Kübler allerdings das 2:0. Mit dem Anschlusstreffer von Atakan Güner keimte bei den Oberallgäuern kurzzeitig Hoffnung auf. Aber nur zwei Minuten später stellte Dominik Krizanac mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Ein Konter brachte noch das 4:1 durch Ilkan Atak.
Schiedsrichter: Yannick Eberhardt (München) - Zuschauer: 148
Tore: 1:0 Jeremie Zehetbauer (66.), 2:0 Siegfried Kübler (73.), 2:1 Güner Atakan (78.), 3:1 Dominik Krizanac (80.), 4:1 Ilkan Atak (86.)

Gefeiert wurde hinterher gemeinsam. Obwohl die Fußballer des FC Gundelfingen das Spitzenspiel beim SV Kirchanschöring mit 0:2 verloren hatten. Die Grün-Weißen waren zum Stadionfest der Oberbayern eingeladen und blieben noch ein zwei Stunden sitzen.
Die Partie hätte für die Gundelfinger kaum schlechter beginnen können. Es waren noch keine 20 Sekunden gespielt, da nutzte David Lobendank einen Patzer von Gundelfingens Mittelfeldspieler Jeremias Seibold, lief allein aufs Tor zu und ließ Tobias Werdich zwischen den FCG-Pfosten keine Abwehrchance. Kurz vor der Pause gab es den nächsten Rückschlag, denn David Rosenstatter erhöhte auf 2:0.
„Unser Start war natürlich denkbar schlecht, wobei mir unsere ganze erste Halbzeit nicht gefallen hat. Wir hatten viel zu viele schnelle Ballverluste und kamen zu keiner zwingenden Torchance“, räumte FCG-Trainer Thomas Rudolph später ein. In der zweiten Halbzeit hat sich „das Bild gedreht“, wie Rudolph später meinte, „doch leider haben wir aus den Abschlüssen nichts gemacht.“ Womit Kirchanschöring die Saisonverlängerung fix einplanen kann, denn für den Klub geht es dadurch in die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga.
Schiedsrichter: Michael Freund (Perlesreut) - Zuschauer: 908
Tore: 1:0 David Lobendank (1.), 2:0 David Rosenstatter (43.)
Maximilian Berwein wurde nach Schlusspfiff schnell von jungen Fans umringt: Sein Trikot war sehr begehrt, Luca Dollinger genoss die Gespräche mit den Fans, die bei Freibier noch den Aufstieg des TSV Landsberg in die Regionalliga mit den Spielern feierten. Tino Reich stand zunächst etwas abseits, sah sich die Feier an – und kostete den Moment aus. „Es ist einfach schön, dass so viele Leute noch da sind“, sagte Reich. Grund zu feiern gab es genug: Natürlich den Aufstieg, aber auch einen sehr überzeugenden 5:2-Sieg gegen den SV Heimstetten im letzten Heimspiel.
Die Landsberger hatten das Spiel in der ersten Halbzeit komplett unter Kontrolle, Luca Dollinger sorgte per Doppelpack für die 2:0-Führung. Etwas überraschend verkürzte Heimstetten kurz vor der Pause durch Dominique Girtler. nach dem seitenwechsel hatte der SVH sogar etwas mehr Spielanteile, die Tore machten aber die Landsberger. Tadeus Henn, Berwein und Reich schraubten das Ergebnis auf 5:1. Dass Daniel Steimel für Heimstetten noch etwas verkürzte, spielte keine Rolle mehr. Vielmehr wurde es noch emotional, als Berwein ausgewechselt wurde. Die Fans spendeten Applaus, die Mitspieler klatschten ihn ab. Der Torjäger wird Landsberg verlassen und künftig wieder für den FC Penzberg auflaufen. (mm, red) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Fridolin Hiefner (Finning) - Zuschauer: 389
Tore: 1:0 Luca Dollinger (3.), 2:0 Luca Dollinger (26.), 2:1 Dominique Girtler (44.), 3:1 Tadeus Henn (57.), 4:1 Maximilian Berwein (61.), 5:1 Tino Reich (77.), 5:2 Daniel Steimel (87.)