2025-12-17T10:26:01.779Z

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Schubkraft für das Schiri-Turnier und die Freiluft-Runde: Die Turnierchampions des SV Erbenheim.
Schubkraft für das Schiri-Turnier und die Freiluft-Runde: Die Turnierchampions des SV Erbenheim. – Foto: Pia Pfeifer

Abgezockte SVE-Formation dominiert

Beim Peter-Reitz-Turnier des FC Naurod ziehen Routiniers des SV Erbenheim alle Register - und fertigen 02-Talente ab

Wiesbaden. Die Abgezockten lassen die junge Techniker-Garde alt aussehen. So geschehen im Endspiel des Peter-Reitz-Turniers von Kreisoberligist FC Naurod, in dem die ausgebuffte Formation des Gruppenligisten SV Erbenheim die Youngster von Verbandsligist FV Biebrich 02 mit 4:1 abblitzen ließ.

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Hicham Boukraa riegelt Kasten des SV Erbenheim ab

Mit Hicham Boukraa (35) hatte der SVE zwischen den Pfosten einen bärenstarken Rückhalt, der beim Weiterkommen im Viertelfinale gegen Gastgeber Naurod beim entscheidenden Neunmeterschießen gleich drei Mal parierte, insgesamt klasse hielt und mit dem Prädikat „bester Torhüter“ bedacht wurde. „Der Fußball in der Halle ist schneller geworden und ein Stück weit körperbetonter. Fußballerisch war Biebrich das beste Team, aber Erbenheim hat Geschwindigkeit, Robustheit und Effizienz mit seiner ausgebufften Truppe vereint“, fand Manuel Hof, der beim FCN anstelle des im Urlaub befindlichen Chefcoachs Manfred Klug Regie führte. „Ich bin fix und fertig“, bekannte Erbenheims Daniel Massfeller (36) nach dem Turniertriumph, der Körner gekostet hatte. Aber Schwung für das große Turnier der Wiesbadener Schiedsrichter bringt, das am Freitag über drei Tage am Elsässer Platz startet. Und Erbenheims Hoffnung schürt, draußen schnell die zum Verbleib benötigten Punkte einzufahren. Womöglich sind am Wochenende mit Kouami Edem Dalmeida und Raffael Grigoryan zwei Topspieler dabei, die in Naurod fehlten.

Defensive Kompaktheit und den spielstarken 02-Talenten keine Räume lassen, das seien Eckpfeiler des Turniersiegs vor in der Spitze 500 Zuschauern gewesen, ordnet Daniel Massfeller ein. Dessen Bruder Pierre und Lee Nguyen zu den Endspielschützen zählten, während bei Biebrich Maurice Pinger traf. Bester Turnierschütze war der im Sommer vom SVE zu den 02ern zurückgekehrte Aiman Tahiri (5), der auch zum besten Spieler gekürt wurde. Dritter wurde die SG Orlen nach dem im Entscheidungsschießen errungenen 3:2 über den FC Bierstadt.

Wermutstropfen für den SV Wiesbaden

Beim SV Wiesbaden, neben Biebrich 02 der zweite Verbandsligist im insgesamt hochkarätig besetzten Feld, wurde der Torhüter-Engpass durch Athanasios „Saki“ Nakos kompensiert. Das Offensiv-Ass im Kasten, das klappte ganz gut. Davon abgesehen musste der SVW im Viertelfinale die Segel streichen (3:5 nach Entscheidungsschießen gegen den FC Bierstadt) und einen Wermutstropfen verkraften: Beim Fallrückzieher-Versuch kam Sohaib Benikhlef derart unglücklich auf, dass später beim Check in der Klinik eine Schlüsselbeinfraktur diagnostiziert wurde. Das bestätigt der Sportliche Leiter Yildirim Sari, der von etwa zehn bis zwölf Wochen Ausfallzeit für den Youngster ausgeht. Die Sprunggelenk-Blessur von Cedric Siewa Nana, wie Hiroki Torinomi (SV Zeilsheim) im Winter gekommen, sei nicht so schwerwiegend, sagt Sari mit Blick auf den Ex-Okrifteler. Neben Bernard Fosu Anin (SKG 23 Wiesbaden) und Naqib Tokhi (Ziel unbekannt) hat sich auch Dillon Fosuhene beim Sportverein verabschiedet, sein künftiger Verein ist noch nicht bekannt. Zurückkehren in den Kader wird Stürmer Kevin Faro nach Muskelfaserriss im Oberschenkel. Schrittweise wieder einsteigen werden nach Kreuzbandrissen Onur Gündogan und Tamer Dere.

Bei Turnier-Gastgeber FC Naurod kehren nach längeren Verletzungspausen mit Lio Erhard, Leart Alickaj, Dominik Elberskirch und Marc Krabler gleich vier Akteure zurück. Issa Keita, bisheriger FCN-Spieler mit Wurzeln in Guinea, hat sich derweil in die U23 des FV Biebrich 02 verabschiedet. Davon abgesehen empfand Naurods Vorsitzender Helge Dörr die bereits 36. Auflage des Turniers in Gedenken an den 1983 verstorbenen FCN-Torhüter Peter Reitz fußballerisch wie atmosphärisch als Volltreffer, verspürte rundum „gute Stimmung“. Wozu bei Organisation und Turnierleitung Marius Wanke, Manuel Hof, Florian Mach, Tobias Schmitt, Maximilian Klein, Ernest Grabowski, Raphael Kerzinger und Christian Schreiner maßgeblich beitrugen. Es gebe bereits Zusagen für die 37. Auflage im nächsten Jahr, wertet Dörr das als Zeichen für die Beliebtheit des Meetings.

Referee Michael Zindel hat in Naurod Kultstatus

Nicht zu vergessen die Schiedsrichter. Michael Zindel (SG Germania), seit 29 Jahren in der Kellerskopfhalle mit der Pfeife dabei, hat quasi Kult-Status erlangt. Neben ihm waren Julian Spies (Spvgg. Sonnenberg), Malte Kirschner (TSG Kastel 46) und Fynn Walter (SV Wiesbaden) als Referees mit von der Partie. Bei einem Turnier, das zur besten Einstimmung auf das dreitägige Spektakel der Wiesbadener Schiedsrichter-Vereinigung wurde.



Aufrufe: 05.1.2026, 15:00 Uhr
Stephan NeumannAutor