
Die Saison 2025/26 biegt allmählich auf die Zielgerade ein. Während die ersten vereinzelten Meister bereits feststehen, deutet sich in einigen Kreisoberliga-Staffeln ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag an. Wir werfen einen Blick auf den Titelkampf in allen Kreisoberligen von der Altmark bis in den Burgenlandkreis.
Die SG Einheit Halle (52 Punkte) hat sich an der Spitze ein kleines Polster aufgebaut. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Landesklasse-Absteiger Nietlebener SV Askania, mit dem es am Sonnabend zum direkten Duell kommt. Bereits sieben Zähler sind es bis zum Kanenaer SV. Nach zwei Jahren in der Stadtoberliga schnuppert die Einheit vorsichtig an der Landesklasse-Rückkehr.
Mit einer beeindruckenden Serie hat sich der FSV Bennstedt II an die Spitze der Kreisoberliga Saalekreis gesetzt: Seit Oktober hat die FSV-Reserve kein Ligaspiel mehr verloren. In der Tabelle liegen die Bennstedter drei Punkte vor dem SV Merseburg-Meuschau (45) und sieben vor dem SV Beuna (41). Noch dazu werden aufgrund eines gegnerischen Nichtantritts noch drei Punkte am Grünen Tisch auf das Konto des FSV wandern.
Auch nach 21 Saisonspielen ist der HSV Gröbern (53 Punkte) immer noch unbesiegt. Mit 16 Siegen und fünf Remis steht das Team von Dirk Meyer in Anhalt-Bitterfeld an der Spitze. Nur zwei Zähler hintendran ist der SV Blau-Weiß Schortewitz (51), mit dem das Gipfeltreffen am Wochenende torlos endete. Der FSV Löberitz (45) und die SG Union Sandersdorf (44) müssten schon auf Patzer der Konkurrenten hoffen.
Im Endspurt der Stadtoberliga-Meisterrunde in der Landeshauptstadt läuft es auf einen Zweikampf hinaus. An der Spitze thront aktuell der Landesklasse-Absteiger Germania Olvenstedt (30 Punkte) nach zuletzt acht Siegen in Folge. Gefährlich werden kann wohl nur noch der SV Arminia II (26), der noch eine Partie weniger absolviert hat. Am 6. Juni kommt es zum vermeintlichen Titel-Showdown.
Im Burgenlandkreis hat die Zweitvertretung des 1. FC Zeitz (49 Punkte) weiterhin die besten Karten auf den Meistertitel. Sieben Punkte dahinter folgt die SG Nessa/Teuchern (42). Der größere Titelkontrahent steht aktuell allerdings wohl auf Rang drei: Der FC ZWK Nebra (40) liegt zwar neun Punkte hinter dem Tabellenführer, hat aber noch zwei Spiele in der Hinterhand und das Momentum von sechs Siegen in Serie auf seiner Seite.
Im Kreisfachverband Wittenberg buhlen zwei Absteiger um den Wiederaufstieg in die Landesklasse. Der SV Graf Zeppelin Abtsdorf (49 Punkte) führt aktuell das Feld an, doch mit dem derzeit drittplatzierten SV Blau-Rot Pratau (43 Punkte) bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Die Pratauer werden noch drei Punkte durch ein Sportgerichtsverfahren auf ihr Konto bekommen - und können dann mit einer noch ausstehenden Nachholpartie nach Punkten gleichziehen. Und auch die Terminierung verspricht viel Spannung: Am letzten Spieltag (13. Juni) kommt es noch zum direkten Duell. Noch in der erweiterten Verlosung sind der FC Grün-Weiß Piesteritz II (44) und die SG Blau-Weiß Nudersdorf (43).
In Mansfeld-Südharz hat der SV Eintracht Kreisfeld (47 Punkte) aktuell die Nase vorne. Somit könnten die Kreisfelder die direkte Landesklasse-Rückkehr perfekt machen. Noch aber ist ihnen die SG Bräunrode/Arnstedt II (44) dicht auf den Fersen. Dagegen sind der VfR Roßla (38) und der FSV Grün-Weiß Wimmelburg (37) auf den Plätzen drei und vier wohl bereits raus aus der Verlosung.
In der Salzlandliga deutet alles auf ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Am Wochenende hat der SC Seeland (58 Punkte) die Tabellenführung vom spielfreien SV Blau-Weiß Pretzien (57) zurückerobert. Beide Titelanwärter treffen sich am 17. Mai noch zum Gipfeltreffen, was womöglich für eine Vorentscheidung sorgen könnte. Der SV Rotation Aschersleben (42) ist als Tabellendritter bereits weit zurück.
Nach 13 Jahren in der Harzoberliga liegt der SV Germania Gernrode auf Kurs Landesklasse-Rückkehr. Von 51 möglichen Punkten fuhren die Germanen bis dato 48 ein. Fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf den im Vorjahr freiwillig abgestiegenen SV Westerhausen II (43) - noch dazu hat Gernrode zwei Partien in der Hinterhand. Vieles spricht dafür, dass es im Hagental ab Sommer nach mehr als einem Jahrzehnt wieder Landesklasse-Fußball gibt.
Ist der SV Eintracht Lüderitz nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr und dem dritten Rang im Jahr 2024 nun reif für den Titel? Mit 50 Punkten führen die Lüderitzer das Tableau vor dem Landesklasse-Absteiger FSV Havelberg (46), dem SV Rot-Weiß Arneburg und dem FSV Saxonia Tangermünde II (beide 41) an. Am kommenden Wochenende kommt es zum Gipfeltreffen zwischen Havelberg und Lüderitz.
In der westlichen Altmark buhlen fünf Spieltage vor dem Ende noch zwei Teams um den Titel. Der FSV Eiche Mieste (55 Punkte) führt das Feld vor dem TSV Kusey (52) an - und hat dazu noch die deutlich bessere Tordifferenz auf seiner Seite. Am 17. Mai kommt es aber noch zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Meisterschaftsanwärter.
Anfang März hatte die SG Germania Wulferstedt im Titelrennen der Börde noch die Nase vorne, inzwischen stehen die Wulferstedter nur noch auf Rang fünf. Klar den Rang abgelaufen hat die SG Blau-Weiß Neuenhofe (46 Punkte), die im Vergleich zu ihren ersten Verfolgern noch eine Partie weniger absolviert hat. Der Bebertaler SV (44) und der Flechtinger SV (39) folgen auf dem Podest.
Big Points im Rennen um die Kreismeisterschaft hat die SG Blau-Weiß Niegripp am Wochenende eingefahren. Mit 1:0 siegte der Tabellenführer aus Niegripp im Kreisoberliga-Spitzenspiel und Derby bei der zweitplatzierten SG Blau-Weiß Gerwisch. Somit liegen die Niegripper (54 Punkte) vier Zähler vor den Gerwischern (50) und sieben vor der SG Güsen/Parey (47).