
Wer macht das Rennen um die Landesklasse? In den Kreis- und Stadtoberliga-Staffeln in Sachsen-Anhalt ist der Kampf um den Titel (wieder) eröffnet. Wir werfen einen Blick darauf, welche Mannschaften von der Altmark bis in den Burgenlandkreis aktuell die besten Karten haben.
An der Spitze der Stadtoberliga Halle geht es eng zu. Tabellenführer ist die SG Einheit Halle (31 Punkte) knapp vor dem Landesklasse-Absteiger Nietlebener SV Askania (29). Doch auch der Kanenaer SV (27), Roter Stern Halle (25 bei noch einer Partie weniger) und der SV Rotation Halle (25) könnten im Titelrennen noch ein Wörtchen mitreden.
Im Saalekreis liefern sich der SV Blau-Weiß Wallwitz (33 Punkte) und der FSV Bennstedt II (32) aktuell ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Für beide Teams könnte es im Fall der Meisterschaft der erste Aufstieg in die Landesklasse werden. Noch aber buhlt auch der SV Beuna um den Titel. Bei noch zwei Partien weniger ist der SVB sechs Punkte hinter dem Tabellenführer zurück.
Der HSV Gröbern (38 Punkte) konnte sich - als einziges noch unbesiegtes Team - auf Platz eins der Kreisoberliga Anhalt-Bitterfeld bereits etwas absetzen. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Verfolger SV Blau-Weiß Schortewitz (34). Die SG Union Sandersdorf II und der FSV Löberitz (beide 31) sind bereits sieben Zähler zurück.
In der Stadtoberliga Magdeburg hat das Titelrennen gerade erst begonnen. In der Meisterrunde, die im November gestartet ist, sind erst wenige Partien absolviert. Ganz vorne steht derzeit der SV Fortuna Magdeburg III (15 Punkte). Dahinter folgen Germania Olvenstedt, der SSV Besiegdas 03 und der VfB Ottersleben II mit je zwölf Zählern. Während die anderen drei Teams aus dem Spitzenquartett aber schon sechs Spiele absolviert haben, steht Besiegdas erst bei vier Partien.
In den vergangenen beiden Spielzeiten hat sich der 1. FC Zeitz II angestellt, nun könnte die Zweitvertretung des Landesligisten nach zwei Vizemeisterschaften selbst an der Reihe sein. Mit 35 Punkten in 14 Partien führt die Zeitzer Zweitvertretung das Tableau an. In der Verfolgung sind die SG Blau-Weiß Bad Kösen (29), der SV Spora, der ESV Herrengosserstedt (beide 27) und die SG Nessa/Teuchern (26) bereits etwas hintendran.
Der Titelkampf in der Kreisoberliga Wittenberg verspricht nach aktuellem Stand noch Spannung bis zum Saisonfinale. An der Spitze steht momentan der FC Grün-Weiß Piesteritz II (31 Punkte), der aber auch schon ein Spiel mehr bestritten hat als seine Verfolger SV Graf Zeppelin Abtsdorf (29), SV Blau-Rot Pratau und SG Blau-Weiß Nudersdorf (beide 27).
Gelingt dem SV Eintracht Kreisfeld die direkte Landesklasse-Rückkehr? Nach dem Abstieg im vergangenen Sommer sind die Kreisfelder (30 Punkte) aktuell Tabellenführer. Die SG Bräunrode/Arnstedt II (29) ist allerdings dicht auf den Fersen. Ob der VfR Roßla, der SV Wacker Helbra (je 25) oder der FSV Grün-Weiß Wimmelburg (24) noch einmal in das Titelrennen eingreifen können werden, bleibt abzuwarten.
Wer soll diesen SC Seeland noch stoppen? Mit 39 von 42 möglichen Punkten und der mit weitem Abstand besten Defensive (erst elf Gegentore) thront der SCS an der Spitze. Der SV Rotation Aschersleben (33) und der SV Blau-Weiß Pretzien (30, aber noch zwei Spiele weniger) sind allerdings noch nicht abgeschüttelt.
Aufgrund der unterschiedlichen Anzahl an absolvierten Partien ist das Tableau der Harzoberliga gegenwärtig noch etwas durcheinander. Auf Platz eins steht derzeit der SV Westerhausen II (28 Punkte), der sich im vergangenen Sommer freiwillig zurückgezogen hatte. Der SV Germania Gernrode (27) ist allerdings noch zwei Partien zurück - und überzeugt bis dato sowohl mit dem besten Angriff als auch der besten Abwehr der Liga. Dahinter folgen der FSV Askania Ballenstedt (23) und der SV Germania Neinstedt (20).
Betritt im Sommer ein neuer Vertreter aus der östlichen Altmark erstmals die Landesbühne? Der aktuelle Tabellenführer SV Blau-Weiß Gladigau (34 Punkte) wäre jedenfalls ein Neuling in der Landesklasse. Im Titelrennen streiten sich die Gladigauer mit dem amtierenden Vizemeister SV Eintracht Lüderitz (32) und dem Landesklasse-Absteiger FSV Havelberg (30), der noch zwei Spiele in der Hinterhand hat.
Auf dem ersten Blick wirkt die Tabellenführung des TSV Kusey (34 Punkte) in der 1. Altmark-West-Liga angesichts von sieben Zählern Vorsprung komfortabel. Auf dem zweiten Blick jedoch etwas weniger. Denn Verfolger FSV Eiche Mieste (27) hat noch drei Partien weniger auf dem Konto - und könnte entsprechend aufholen oder sogar vorbeiziehen. Der MTV Beetzendorf (26) auf Rang drei hat wohl dagegen nur noch Außenseiterchancen.
Nach dem Abstieg im Sommer 2024 und der Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison schielt die SG Germania Wulferstedt (29 Punkte) in der Börde auf die Landesklasse-Rückkehr. Der Flechtinger SV (25) und Blau-Weiß Neuenhofe (24, noch ein Spiel weniger) sind die ersten Verfolger der Wulferstedter.
Nahezu verlustpunktfrei waren die SG Blau-Weiß Gerwisch und der TSV Brettin-Roßdorf in den vergangenen beiden Jahren zur Kreismeisterschaft im Jerichower Land marschiert. In dieser Saison deutet sich dagegen ein engeres Titelrennen an. Vorne liegen aktuell mit Blau-Weiß Gerwisch (35 Punkte) und der SG Blau-Weiß Niegripp (33) zwei Absteiger. Dritter im Spitzentrio ist die SG Güsen/Parey (32) mit noch einer Partie in der Hinterhand.