Schalding geriet auch gegen Ismaning ins Stolpern. Walter Kirschner spielte seine neue Rolle im Mittelfeld aber erneut sehr ordentlich.
Schalding geriet auch gegen Ismaning ins Stolpern. Walter Kirschner spielte seine neue Rolle im Mittelfeld aber erneut sehr ordentlich. – Foto: Würfl

Ab in die Winterpause! Chancenarm, wieder nur Remis, 4:2 i.E.

Jahresfinale in der Bayernliga Süd: Schalding müht sich zur dritten Punkteteilung am Stück +++ 4:2 i.E.: Einzug in die 3. Pokal-Quali-Runde als Trostpreis

Fabian Burmberger schnappte sich die Kugel, lief an und versenkte seinen Elfer souverän. Zuvor trafen bereits Patrick Drofa, Christian Brückl und Walter Kirschner - alle drei vom Punkt. Und trotzdem musste Coach Stefan Köck nach 90 intensiven Bayernliga-Minuten gegen den FC Ismaning die Flaute im Offensivspiel der Schaldinger erklären. Denn auf der Anzeigetafel prangte ein torloses Remis, die dritte Punkteteilung in Serie für den SVS.

Ins Elfmeterschießen ging's nur deshalb, weil der Bayerische Fußballverband den 21. Spieltag zum Pokal-Qualitag auserkoren hatte. Die Spieltagssieger stehen automatisch in der 3. Qualifikationsrunde. Und weil's nach 90 Minuten eben 0:0 stand, ging's "an den Punkt". Ismaning verschoss zwei seiner Elfer (Daniel Weber und Markus Mittermaier), Schalding versenkte alle Versuche. Resultat: 4:2 i.E.

Das bringt den Schaldingern zwar nicht die vergebenen zwei Punkte aufs Konto. Weil der SVS aber trotzdem ganz ordentlich spielte, und als Tabellenführer souverän von der Tabellenspitze grüßt, gab's versöhnliche Worte von Coach Stefan Köck zu hören: "Hut ab, für eine Riesenzeit von Juni bis November. Wir haben in jedem Spiel alles reingehauen. Heute hatte Ismaning ein Chancenplus, wir waren beim letzten Ball oft zu ungenau. Hatten zwar mehr gute Situationen, aber eben sehr wenige, deutliche Torchancen."

Die deutlich besseren Chancen hatten die Gäste: Bastian Lommer steuerte nach nem SVS-Fehlpass und ner verpassten Grätsche plötzlich alleine aufs Schaldinger Tor zu (18.). Statt sich alleine vorm Keeper ne Ecke auszusuchen, setzte er zum Lupfer an und traf nur die Querlatte. Im zweiten Durchgang vergab der FCI erst durch Daniel Weber, im Nachschuss reagierte SVS-Keeper Daniel Schedlbauer klasse und verhinderte erneut den fälligen Rückstand. Sieht man diese Top-Top-Chancen und auf der anderen Seite eben nur die Kopfball-Bogenlampe von Markus Gallmaier (22. - an die Oberkante der Latte). Der FC Ismaning hätte diese Partie trotz deutlicher Ballbesitznachteile gewinnen können.

"Hätte mir jemand vorher gesagt, dass wir gegen die beste Mannschaft der Liga das Hinspiel gewinnen, und dann auch noch im Rückspiel einen Zähler mitnehmen und sogar noch mehr möglich gewesen wäre...", so FCI-Coach Mijo Stijepic, der in der Tabelle stabil aber eben in der unteren Tabellenhälfte rangiert. "Wir haben in jedem Spiel was liegen gelassen. Wir vergeben Chancen, wie auch heute. Deshalb haben wir auch nur so wenige Punkte. Andererseits: sind die 28 auch alles in allem ganz in Ordnung. Eine Saison - einerseits Hop, andererseits Top." Erst in der Schlussphase der Partie drückte Schalding aufs Tempo, kam aber kaum zu richtig klaren Chancen. Das Resultat ein 0:0 - der laut Köck "besseren Sorte" - und der Einzug in die 3. Pokal-Quali-Runde.







Aufrufe: 026.11.2022, 16:50 Uhr
Sebastian ZiegertAutor