
Der VfL Leiferde hat seinen vierten Sieg im fünften Saisonspiel eingefahren. Beim TSV Wipshausen setzte sich die Mannschaft mit 3:0 durch und bleibt mit zwölf Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Für Trainer Dennis Pasemann war der Erfolg allerdings keineswegs von Beginn an selbstverständlich.
„Die ersten 35 Minuten haben wir uns echt schwergetan“, sagte Pasemann. Vor allem im Spielaufbau habe seine Mannschaft zu viele einfache Fehler gemacht. „Wir wollten teilweise zu kompliziert hinten herausspielen und haben Wipshausen dadurch immer wieder Kontermöglichkeiten ermöglicht.“ Erst ein direkter Freistoß von Jannik Scheike in der 37. Minute habe die Partie aus Sicht des Trainers in eine andere Richtung gelenkt: „Ab dem Moment hatten wir dann auch komplett die Kontrolle.“
Bis zur Pause sah Pasemann weitere Möglichkeiten für seine Mannschaft. Unter anderem sei Leiferde ein aus seiner Sicht klarer Elfmeter verwehrt worden, zudem habe es eine gute Freistoßposition gegeben. Mit der Leistung des Unparteiischen wollte sich der Trainer jedoch nicht länger beschäftigen. „Wir wollen uns daran gar nicht beim Schiedsrichter aufreiben. Wir müssen einfach die ersten 35 Minuten sehen, in denen wir einfacher spielen und mehr als Team auftreten müssen.“
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Leiferde deutlich verbessert. „Wir haben gesagt, dass wir die Ruhe bewahren und konzentriert weiterspielen müssen. Dann bekommen wir auch unsere Chancen“, erklärte Pasemann. Seine Mannschaft setzte die Vorgaben um und bestimmte die zweite Hälfte.
Luca Pospiech erhöhte per Kopf nach einer Flanke von Artur Bougoian auf 2:0. In der Schlussphase sorgte erneut Pospiech nach einem Pass von Dimitris Corciu für den Endstand. Darüber hinaus hatte Leiferde weitere Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Pasemann verwies auf zwei Pfostenschüsse, eine starke Parade von Taubert gegen Justin Fricke und eine weitere große Gelegenheit nach einer Hereingabe von Luky, bei der Leon Kramm aus kurzer Distanz über das Tor schoss. „Wir hätten das Ergebnis am Ende auch höher ausbauen können. Aber am Ende sind es wieder drei Punkte.“
Getrübt wurde der Nachmittag durch eine Verletzung von Dominik Gaus. Der eingewechselte Spieler musste bereits wenige Minuten später wieder vom Feld und wurde anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert.
Sportlich konnte Pasemann dennoch ein weiteres positives Detail hervorheben: Leiferde blieb erneut ohne Gegentor. „Drei Punkte, weiter geht es wieder zu null“, sagte der Trainer. Für jedes Zu-null-Spiel hatte er seiner Mannschaft ursprünglich eine Kiste Bier versprochen. Nach nun vier Partien ohne Gegentor in fünf Spielen hat Pasemann die Belohnung ausgeweitet: „Ich habe gesagt, nach dem nächsten Heimspiel gibt es ein Essen von mir. Dann bekoche ich die Jungs plus Partnerinnen.“