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Aarbergens Aufstiegstraum erst mal "ausgeträumt"

Rätselhafter Leistungsknick bei der JSG Aarbergen

von Philipp Durillo · 05.12.2025, 09:33 Uhr · 0 Leser
Überraschend im Leistungstief: Die JSG Aarbergen.
Überraschend im Leistungstief: Die JSG Aarbergen. – Foto: Simon Hellmold (Archiv)

Aarbergen. Der 6. Juni des vergangenen Jahres war ein bitterer Tag für die B-Liga-Fußballer der JSG Aarbergen. Der Traum vom Aufstieg in die A-Liga Rheingau-Taunus zerplatzte nach dem 2:4 im Relegations-Rückspiel gegen den FV Geisenheim. Im Sommer formulierte die JSG deshalb ein klares Ziel: den direkten Aufstieg. Und zunächst schien der Plan aufzugehen. Nach sieben Spielen stand die Mannschaft oben, spielte dominant und offensiv. Doch zum Start der Winterpause ist der Aufstiegszug fast schon abgefahren. Elf Punkte liegt Aarbergen hinter Tabellenführer Bosporus Eltville, neun Punkte hinter Verfolger Baris Spor Idstein – und das, obwohl die JSG mit 80 Treffern die mit Abstand beste Offensive der Liga stellt und mit Marlin Jenisch den torgefährlichsten Spieler der Klasse in ihren Reihen hat.

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Torjäger Marlin Jenisch bleibt zunächst: Jenisch, in der vergangenen Saison an 94 Toren direkt beteiligt und auch dieses Jahr bereits 30-mal erfolgreich, weckt Begehrlichkeiten – auch von höherklassigen Teams. Ein Winterwechsel schließt Sportleiter Benjamin Schäfer aber klar aus: „Nein. Wenn er geht, dann erst im Sommer.“ Interessenten gebe es zwar, „aber mein Stand ist, dass er im Winter nicht wechseln wird.“ Auch weitere Abgänge erwartet Schäfer aktuell nicht.

Ob die JSG im Winter personell nachlegt, lässt er offen. „Wenn sich etwas ergibt, versuchen wir etwas zu machen. Aber bisher ist nichts spruchreif.“ Eher sei im Sommer mit Bewegung zu rechnen. Warum die Mannschaft trotz hoher Qualität („Im Sommer haben wir uns sogar verstärkt“) und klarer Zielvorgabe so stark hinterherhinkt, beschäftigt den Verein selbst. „Diese Frage haben wir uns auch schon gestellt. Das ist unerklärlich. Ich weiß nicht, ob die Spieler mit den Zielvorgaben überfordert sind“, sagt Schäfer. Nach dem jüngsten 1:2 beim FSV Oberwalluf II wird er deutlich: „Das Wort Aufstieg möchte ich erstmal nicht mehr hören. Für mich hat sich das ausgeträumt.“ Zwar sei rechnerisch noch alles möglich, „aber ich denke, dass der Zug abgefahren ist – dafür sind wir zu inkonstant.“

Im Februar startet die Vorbereitung auf den Endspurt im März. Ob die Trainer Maurice Hammerschmidt und Matthias Jenisch über die Saison hinaus bleiben, ist noch offen. Man werde sich zusammensetzen, erklärt Schäfer. Klar ist schon jetzt: Die JSG Aarbergen steht vor einem langen Winter.