
In der Oberliga Baden-Württemberg zeichnet sich eine Vorentscheidung im Titelrennen ab, während der Tabellenkeller Kopf steht. Die heutigen Spiele des 28. Spieltags lieferten Nervenkitzel bis tief in die Nachspielzeit und demonstrierten eindrucksvoll die Unberechenbarkeit des Amateurfußballs, in dem Wille oft über Tabellenstände triumphiert.
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Vor 1102 Zuschauern entwickelte sich im Panoramastadion ein hochemotionales Duell. Der 1. CfR Pforzheim erwischte beim FC Nöttingen einen Start nach Maß: Bereits in der 2. Minute erzielte Noah Lulic die frühe 0:1-Führung für die Gäste. Nöttingen bemühte sich in der Folge um den Ausgleich, doch die Pforzheimer Defensive stand stabil. In der zweiten Halbzeit sorgte Cemal Durmus in der 59. Minute mit dem Treffer zum 0:2 für die Vorentscheidung. Die Schlussphase war von Hektik geprägt, als Yannick Mario Sagert in der 88. Minute mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Pforzheim brachte den Vorsprung in Unterzahl über die Zeit.
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Vor 280 Zuschauern am Bruchwald stand alles im Zeichen des sportlichen Neuanfangs bei den Gästen. Es war das erste Spiel von Türkspor Neckarsulm unter dem neuen Trainerduo Julian Grupp und Uwe Rapolder – und dieser Impuls zeigte sofort Wirkung. Gegen den FSV 08 Bietigheim-Bissingen agierte Neckarsulm von Beginn an entschlossen. Den Torreigen eröffnete Melvin Avdic, der in der 21. Minute zum 0:1 traf. Nur wenig später schraubte Pascal Sohm in der 27. Minute das Ergebnis auf 0:2 hoch. Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Gastgeber kein Mittel gegen die kompakt stehenden Gäste. Cristian Gilés Sanchez besiegelte mit den Toren in der 57. Minute und in der 86. Minute den 0:4-Auswärtssieg.
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Vor einer Kulisse von 1552 Zuschauern unterstrich der VfR Aalen seine Ambitionen auf die Meisterschaft. Gegen den Türkischen SV Singen agierte der Tabellenführer konzentriert und ließ keine Zweifel an der Favoritenrolle aufkommen. In der 18. Minute eröffnete Dean Melo die Torfolge mit dem 1:0. Nach der Pause erhöhte Jascha Döringer in der 52. Minute auf 2:0, ehe erneut Dean Melo in der 90. Minute mit dem 3:0 den Endstand besiegelte.
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Ein Spiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war, erlebten die 89 Zuschauer beim FC Denzlingen. Gegen die TSG Backnang legten die Hausherren leidenschaftlich los: Hendrik Gehring traf in der 7. Minute zum 1:0, und Nikita Ebel schraubte das Ergebnis in der 40. Minute auf 2:0 hoch. Doch die Gäste gaben nicht auf. Fabijan Domic verkürzte in der 67. Minute auf 2:1, und als Julian Geldner in der Nachspielzeit (90.+2) den 2:2-Ausgleich erzielte, schien Denzlingen am Boden. Mit einer unglaublichen Energieleistung gelang Sandro Rautenberg jedoch in der 90.+5 Minute noch der Siegtreffer zum 3:2. Trotz des Sieges bleibt Denzlingen auf dem 18. Platz, rückt aber näher an die Konkurrenz heran.
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Im Duell zwischen dem 1. FC Normannia Gmünd und dem FC 08 Villingen sahen 331 Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Die Gäste aus dem Schwarzwald schienen nach einem Doppelschlag von Christian Derflinger, der in der 42. Minute einen Handelfmeter zum 0:1 verwandelte und in der 49. Minute auf 0:2 erhöhte, bereits auf der Siegerstraße. Doch Gmünd bewies Moral: Marvin Gnaase erzielte in der 71. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2, und nur sieben Minuten später markierte Daniel Rapp in der 78. Minute den Ausgleich zum 2:2-Endstand.
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An der Hohenstaufenstraße sahen 1300 Zuschauer ein zähes Ringen zwischen dem 1. Göppinger SV und dem SSV Reutlingen. Die Gäste gingen kurz vor der Halbzeitpause durch Ben Schaal in der 42. Minute mit 0:1 in Führung. Lange Zeit rannten die Göppinger vergeblich an, bis Filip Milisic in der 86. Minute durch einen Foulelfmeter zum 1:1 ausgleichen konnte.
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Eine faustdicke Überraschung gelang dem FSV Hollenbach gegen den Tabellendritten TSV Essingen. Die Gäste gingen zwar durch Besnik Koci in der 35. Minute mit 0:1 in Führung, doch Hollenbach kam mit viel Schwung aus der Kabine. Ivan Bešlić markierte in der 55. Minute den Ausgleich zum 1:1. In der Schlussphase krönte Julian Henning die kämpferische Leistung der Gastgeber mit dem Treffer zum 2:1-Sieg in der 84. Minute.
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Eine wahre Willensleistung vollbrachte der VfR Mannheim gegen den Karlsruher SC II. Die Mannheimer mussten nach einer Roten Karte für Luca Stellwagen in der 31. Minute über eine Stunde in Unterzahl agieren. Mit viel defensiver Disziplin hielten sie dem Druck stand und schlugen in der zweiten Halbzeit eiskalt zu: Pasqual Pander erzielte in der 72. Minute das Tor zum 1:0. Lennart Thum erhöhte in der 90.+2 Minute auf 2:0. Mannheim bleibt damit mit 59 Punkten der einzige ernsthafte Verfolger von Aalen.
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In einer abwechslungsreichen Partie teilten sich der FV Ravensburg und der SV Oberachern die Punkte. Die Gäste erwischten den besseren Start durch Anes Vrazalica, der bereits in der 6. Minute zum 0:1 traf. Ravensburg antwortete postwendend durch einen Doppelpack von Nesreddin Kenniche in der 12. Minute (1:1) und in der 45. Minute (2:1). Oberachern rettete jedoch einen Zähler, als Yves Borie in der 74. Minute zum 2:2-Endstand ausglich.
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