
ODENWALDKREIS. Im Gersprenztal ist wieder Derbyzeit: In der Kreisliga A treffen am Sonntag die SG Nieder-Kainsbach und der KSV Reichelsheim (Anstoß 15 Uhr) aufeinander. Beide Mannschaften waren in den letzten Wochen nicht gerade vom Erfolg verwöhnt und hoffen nun, den Schalter vor der Winterpause noch einmal umlegen zu können.
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Nach dem schon fast triumphalen torlosen Unentschieden beim noch ungeschlagenen Tabellenführer SG Sandbach stürzte die SG Nieder-Kainsbach förmlich ab. Insgesamt kassierte die SG zwölf Gegentore in drei Spielen. Darunter auch das 0:5-Debakel in Gammelsbach. Dieses 0:5 in der Oberzent wurde wegen eines Wechselfehlers des SVG mit 3:0 für die SG gewertet. Dennoch ist der Trend kaum zu begreifen. Fabian Daum von der Gersprenztalern gibt Aufschluss: Die Verletzungen der Angreifer Noah Neff (Kreuzband), die Rote Karte gegen Luca Nardella und die Verletzung von Dominik Neff, dem Bindeglied zwischen Offensive und Defensive, der auch für Sonntag wackelt, hat unübersehbare Spuren hinterlassen. Hinzu kommt auch noch Leon Hess (Knieprobleme), der seit Wochen ausfällt.
Im Moment größtes Manko ist die Gegentoranfälligkeit bei Standards. Viele individuelle Fehler produzierte die SG beim Gastspiel in Mümling-Grumbach und verlor deswegen nach guter erster Halbzeit absolut verdient. In der 90. Minute fiel das alles entscheidende 1:3. 0:4 gegen den TSV Sensbachtal klingt grausam: „Das war es auch tatsächlich“, sagt Fabian Daum. „Wir haben offensiv nur ganz wenig Torgefahr entfacht, und bei Standards wiederum geschlafen. Als wir im letzten Spielabschnitt noch einmal alles nach vorne warfen, erwischte uns der Klassiker: ein Konter und das entscheidende 0:4. Er erwarte gegen Reichelsheim einen offenen Schlagabtausch, sagt Daum. Das Hinspiel, das Nieder-Kainsbach 5:4 nach 0:3-Rückstand noch in der Rahmenspielzeit für sich entschied, ist beim Platzverein allgegenwärtig. „Wir wollen nach den schwächeren Ergebnissen wieder in unseren Rhythmus finden, deswegen kommt dieses Derby genau zur richtigen Zeit.“
In den Aufstiegskampf ist am Donnerstagabend wieder etwas Bewegung reingekommen: Der SV Hummetroth II gewann sein Nachholspiel gegen die SG Rothenberg mit 3:1 (1:0) relativ klar, durch die drei Tore von Florian Delp (33., 48., 76.) kehrt der SVH II in das Aufstiegsgeschäft zurück. Damit kommt der SVH II wieder bis auf drei Zähler an den Zweiten VfL Michelstadt heran und macht damit den Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz wieder spannender. Rivale VfL Michelstadt spielt am Sonntag nun selbst gegen die SG Rothenberg und gerät dadurch auch etwas unter Druck, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu müssen, um sich die Verfolger vom Hals zu halten. Hummetroth II übrigens, gastiert beim TSV Seckmauern II (13 Uhr Spielbeginn) und muss dort auch erst einmal gewinnen, um im Aufstiegsrennen wieder den Fuß in die Tür zu bekommen.
Ebenfalls vor Wochenfrist holte der TSV Höchst II gegen den SV Gammelsbach nach und siegte 3:2 (2:1) gegen die etwas angeschlagenen Gammelsbacher, die zuletzt am „Grünen Tisch“ alle drei Punkte gegen die SG Nieder-Kainsbach verloren, weil sie einen Spieler zu viel einwechselten und damit ihren 5:0-Sieg gegen die Gersprenztaler aberkannt bekamen. Nun gilt die Konzentration dem Gastspiel im Erbacher Sportpark (15 Uhr), wo es auch nicht einfach ist.
Das Nachholspiel beim TSV Höchst II verloren die Freiensteiner mit 2:3, obwohl Nils Schneider (31.) und Marvin Schneider (46.) einen 0:2-Rückstand von Igor Muth (10.) und Marc Schickling (29.) egalisierten, war letztlich nichts zu holen, weil Yannick Muth (73.) für Höchst II zum 3:2 traf und TSV-Torhüter Moritz Weipert ein überragendes Spiel lieferte. Am Sonntag muss der TSV Höchst II gegen Türkspor Beerfelden nachlegen (Anstoß 13 Uhr), um wieder Anschluss an die einstelligen Tabellenplätze der Spitzengruppe herzustellen. Türk Breuberg hat sich beim 1:18 gegen Gammelsbach richtiggehend ergeben. Droht gegen disziplinierte Sensbachtaler das nächste Debakel? Und dann ist da noch der souveräne Spitzenreiter SG Sandbach, der unmittelbar vor der Herbstmeisterschaft steht. Ein Heimsieg gegen die KSG Vielbrunn würde Sandbach wieder einen Schritt näher in Richtung Kreisoberliga bringen. Abschließend prüft der FC Finkenbachtal die Form des FV Mümling-Grumbach (Anstoß 15 Uhr).