
ODENWALDKREIS. Spektakuläres Spitzenspiel in der Kreisliga A, wo der VfL Michelstadt zur Pause gegen den SV Hummetroth II schon 2:5 hinten lag, aber nach furioser Aufholjagd noch 6:5 gewann und damit aussichtsreich im Aufstiegsrennen bleibt. Türk Breuberg geriet gegen SV Gammelsbach mit 1:18 unter die Räder.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
Von den Gästen war wenig zu sehen. Wie die Gastgeber durch Jens Krätschmer mitteilten, spielte von Beginn an nur der TSV II, der von den Reichelsheimern zu große Räume angeboten bekam, und die auch gerade in der ersten Hälfte weidlich ausnutzte. „Es lief eine Angriffswelle auf die nächste.“ Im zweiten Abschnitt plätscherte das Spiel mehr vor sich hin, aber es war ja längst entschieden. Torfolge: 1:0 Anton Rückert (4., Foulelfmeter), 2:0 Nick Müller (20.), 3:0 Heckler (29.), 4:0 Müller (31.), 4:1 Bayik (32.), 5:1 Muth (35.), 6:1 Heckler (45.+4), 6:2 Thomas Denzel (86.).
„Wir fanden gut ins Spiel, führten auch prompt mit 2:0, ehe uns die Fehler ins Hintertreffen brachten“, so Holger Sievers. Der SV Hummetroth II bestrafte Michelstadts Patzer gnadenlos. Alles sah nach einem klaren Sieg der Gäste aus, doch der VfL bewies eine riesige Moral: „Wir haben uns für unser großes Engagement belohnt und die sich bietenden Chancen konsequent genutzt“, sagte Sievers. Torfolge: 1:0 Christopher Hörr (1.), 2:0 Fabian Hörr (16.), 2:1 und 2:2 Isaak Somov (23., 28.), 2:3 Luca Trizzino (33.), 2:4 Somov (38.), 2:5 Waios Floros (44.), 3:5 Christopher Hörr (70.), 4:5 Ali Sadik (81.), 5:5 Jason Wins (85.), 6:5 Christopher Hörr (87.).
Nach Meinung von Uli Wagner (TSV) war der Sieg der Platzherren etwas zu hoch ausgefallen. In einem teils zerfahrenen und hitzig geführten Spiel war Türkspor sogar optisch überlegen. Duplizität der Ereignisse in Abschnitt zwei: Seckmauerns Reserve war im Torabschluss einfach effektiver und gewann so gegen Beerfelder, die sich gut verkauften. Torfolge: 1:0 Lennart Wagner (10.), 1:1 Fatih Sevindik (15.), 2:1 Nicklas Lechner (30.), 3:1 Denis Calis (61.), 4:1 Lukas Kessler (79.), 5:1 Calis (85.).
Marcel Baumann (45., 82.), Noah Ulrich (66., Kopfball) und Joshua Stöckbauer (90., Konter) schossen die Oberzent-Elf zum Auswärtssieg. In einem umkämpften Spiel waren es zunächst die Standards, die die Kainsbacher in Bedrängnis brachten. Ein Abwehrfehler in der zweiten Hälfte führte nicht nur zum dritten Gegentreffer, sondern markierte nach 82 Minuten auch die Entscheidung. „Wir haben alles nach vorne geworfen, litten aber darunter, dass bei uns die gesamte Offensivreihe heute fehlte und so waren wir in der Chancenverwertung einfach nicht kaltschnäuzig genug“, meinte Fabian Daum von den Gastgebern.
Dennis Uhrig (3., Kopfball, 40., 61.), Ramazzan Colahier (22.), Luka Wirth (59., aus 20 Meter) und Robin Hallstein (71.) schossen die SGS zum klaren Erfolg in der Oberzent. Patrick Löffler (70.) besorgte den FC-Treffer. Bei Finkenbach fehlten viele Stammspieler. „Nach der Pause nutzte der Gast seine Gelegenheiten konsequent und gewann auch in der Höhe verdient“, so Illija Rupcic vom FC.
Erbach führte durch einen Distanzschuss (29.). „Die Führung der Kreisstädter war verdient, weil sie besser in die Zweikämpfe kamen“, berichtete Marcel Winkler vom Gast. Nach dem Seitenwechsel war Grumbach die spielerisch bessere Mannschaft, die durch Nick Boutchek (90.+7.) in der Nachspielzeit zum Ausgleich kam. „Wir haben uns den einen Zähler durch unseren Einsatz und Unermüdlichkeit verdient.“
Roman Schiedlowski (12.) hatte die KSG noch in Führung gebracht, doch Rothenberg war griffiger und besaß von Beginn an die besseren Tormöglichkeiten. Josip Balukcic (19.), Nicklas Rotsch (31.) sowie Janis Fink (49.) brachten die drei entscheidenden Tore für die SGR an. „Vielbrunn machte nach der Pause Druck, doch wir haben alles gut wegverteidigt, nur versäumt endgültig den Sack zuzumachen“, brachte es Melvin Huber auf eine griffige Formel.
Der SV Gammelsbach verschafft sich mit einem Kantersieg gegen das Schlusslicht Platz im Tabellenkeller. Türkiyemspor steht vor einer ungewissen Zukunft. „Wir sind einfach null konkurrenzfähig“, sagt der sportliche Emin Yakin.