
Trösel. Bodenständige Vereinsarbeit leisten, guten Fußball spielen und sich dabei vorzustellen, dass es auch eine Klasse höher reichen könnte. Mit diesen Attributen spielt die TG Jahn Trösel schon seit geraumer Zeit eine gute Rolle in der Kreisliga A Bergstraße und mischt dort oben mit. Das ist auch in der aktuellen Saison der Fall, in der die Mannschaft von Trainer Uwe Engert ihren Platz im oberen Drittel der Liga als Tabellenvierter fest behauptet hat.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
Anspruch und Wirklichkeit: „Oben mitspielen“, so lautete das Ziel des 1924 gegründeten Vereins vor Beginn der Saison. „Das ist uns auch ganz gut gelungen“, sagt Trainer Uwe Engert zur bislang erfüllten Aufgabe. Der Coach hat im Übrigen seinen Vertrag bei der TG verlängert und geht im Sommer in seine neunte Runde. Ehe sein Verein in der laufenden Saison allerdings in die Spur kam, bedurfte es nach drei Unentschieden zu Saisonbeginn einer gewissen Anlaufzeit.
Was war gut? Zweifelsohne die Defensive. Und so haben die Tröseler mit nur 21 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Auch die Bilanz, die die Mannschaft in den Monaten Oktober und November aufwies, verdient bei fünf Siegen gewürdigt zu werden. „Lediglich die 1:4-Niederlage in Aschbach hat uns da nicht in den Kram gepasst. Ansonsten haben wir geliefert“, sagt der Trainer. Auch die Tatsache, dass sich mit Luca Hassel, Marvin Sommer und Luis Werner Talente gut entwickelt haben, kann sich Engert sicherlich auf seine Fahne schreiben.
Überhaupt ist die Tröseler Mannschaft sehr jung und hat gute Perspektiven. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, mit guten jungen Spielern aus dem Gorxheimertal zu arbeiten und sie nach vorne zu bringen. So ist es für mich immer eine Herzensangelegenheit, jungen Akteuren so viel Einsatzmöglichkeiten wie möglich zu geben. Nur so können sie lernen und kommen fußballerisch voran“, legt Engert großen Wert auf gute Basisarbeit und weiß, dass der Anhang der TG Jahn Trösel ihm dies immer wieder dankt.
Was geht besser? Die Gelb-Blauen haben erst 32 Treffer erzielt und dabei weniger getroffen als Nachbar FC Ober-Abtsteinach aus dem hinteren Tabellenmittelfeld, der es schon auf 34 Treffer gebracht hat. „Wir müssen vor dem gegnerischen Tor einfach effektiver werden“, fordert Engert, freut sich aber, dass seine Angreifer Rober Jarosch (10 Tore) und Ole Schmitt (8) immer wieder erfolgreich sind.
Wer kommt, wer geht? In der Winterpause vermelden die Tröseler keine personellen Wechsel, was auch für die Konstanz im Mannschaftsgefüge spricht.
Wer wird Meister, wer steigt ab? „Der FSV Rimbach hat mit Patrick Feller einen absoluten Unterschiedsspieler in seinen Reihen. Das ist auch der Grund weswegen ich die Rimbacher am Ende ganz weit vorne sehe. Aber auch den TSV Aschbach habe ich im Meisterschaftsrennen noch nicht abgeschrieben“, sieht Engert einen Zweikampf zwischen diesen beiden Mannschaften. Eine Prognose für den direkten Absteiger möchte er dagegen nicht wagen: „Da liegt alles dicht beisammen. Gerade die TSV Auerbach II hat in den Spielen kurz vor der Winterpause gezeigt, dass man ein Team nicht so ohne Weiteres abschreiben darf.“
Wo landet die TG Jahn Trösel am Saisonende? „Wir wollen da bleiben, wo wir sind. Noch fleißig punkten und die Runde erneut positiv abschließen“, wünscht sich Engert, dass sich in Trösel so schnell nichts ändern soll.