
ODENWALDKREIS. Gestolpert, aber nicht hingefallen: Der SV Hummetroth II bleibt in der Kreisliga A auf Aufstiegskurs. Mit einem Last-Minute-Sieg gegen starke Finkenbacher verteidigte die Oberliga-Reserve auf Platz zwei vor dem VfL Michelstadt. Spitzenreiter SG Sandbach fuhr seine drei Punkte derweil auf der Couch ein, da Gegner Türkspor Beerfelden nicht antrat.
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Mit der ersten Hälfte konnte SVH-Spielertrainer Odysseas Floros nicht zufrieden sein, denn Finkenbach stand tief in der eigenen Hälfte und entwickelte aus seiner neuen Kompaktheit heraus immer wieder Torgefahr. Benedict Hering (5.) und Marlon Werrmann (23.) brachten die Gäste zum Seitenwechsel gar mit 2:0 in Führung. Nach der Pause löste der SVH II die Handbremse und dominierte. Rohat Ucar (50.) gelang schnell der Anschlusstreffer. Finkenbach blieb aber gefährlich und besaß auch weitere Chancen. Odysseas Floros (85.) glich spät aus, und in der fünften Minute der Nachspielzeit stellte Waios Floros per Foulelfmeter den glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg sicher.
Till Hofmann (4.), Dominik Neff (9.) und Matthias Bergmann (31.) trafen für gut eingestellte Gäste, die zur Pause auch höher hätten führen können. Ümit Cetin (43., Foulelfmeter) verkürzte noch vor der Halbzeit. Auch in der zweiten Hälfte war Kainsbach das Team mit den besseren Chancen – darunter ein Lattentreffer. Der Gästeerfolg sei „hochverdient“ gewesen, so Uli Wagner (TSV), auch wenn der TSV das Spiel nach der Pause offener gestaltete.
Die Platzherren begannen stark, belohnten sich nach 20 Minuten durch das Tor von Nils Schmidt (Foulelfmeter) für ihr Engagement. Doch danach stellte die SGR das Spielen ein und reagierte nur noch. Auch nach dem Seitenwechsel war vom spielerisch guten Vortrag der Hausherren nicht mehr viel zu sehen, und so entwickelte sich ein immer zerfahreneres Spiel, in dem beide Teams fast nur noch mit langen Bällen agierten. In der 75. Minute kam Erbach dennoch zum Gleichstand. „Das 1:1 war letztlich leistungsgerecht“, sagte Melvin Huber von der SGR.
Der VfL hatte von Beginn an deutliche Vorteile, während Breuberg auf Nadelstiche setzte. Die VfL-Überlegenheit war aber letztlich so erdrückend, dass Breuberg schon in der ersten Hälfte Glück hatte, dass die Gastgeber das Ergebnis nicht deutlicher gestalteten. Luca Adrian (26.) traf unter anderem nur den Querbalken. „Auch in der zweiten Hälfte lief das Spiel nur auf des Gegners Tor“, sagte VfL-Sprecher Sievers. Die Michelstädter Tore erzielten Nisha Wagner (32.), Alexander Schreck (34.), Luca Adrian (42.), Oliver Gebauer (47.), Fabian Hörr (52., 64., 69., 79.). Suphi Yilan (62.) traf für Breuberg.
Die erste Hälfte ging komplett an die KSG. Höchst besaß nicht eine einzige Torchance. Nach dem Wiederanpfiff nutzten die Gäste zwei Nachlässigkeiten in der KSG-Abwehr zum Ausgleich. Ein Hattrick von Moritz Grimm bescherte Vielbrunn schließlich doch den Sieg. Tore: 1:0 Moritz Grimm (12.), 2:0 Finn Haas (36., Freistoß), 2:1 Kai Oliver Heckler (48.), 2:2 Dustin Hofmann (51.), 3:2, 4:2, 5:2 Moritz Grimm (72., 75., 77.), 5:3 Hofmann (86.).
Das Oberzentderby war erwartungsgemäß sehr kampfbetont, die Chancen waren gleichmäßig verteilt. Nach der Pause steigerte sich Sensbachtal und markierte durch Marcel Baumann (49.) den Führungstreffer. „Wir haben uns danach aber nicht hängen lassen und kamen durch den Ausgleich von Marvin Schneider (58.) zurück“, berichtete Thomas Gruber vom SVG. Andreas Lorenz erwischte eine Ecke und köpfte den Ball ins Gästetor, doch der Schiedsrichter versagte den Gammelsbachern die Anerkennung des mutmaßlichen Siegtreffers.
„Fußballerisch war das heute Not gegen Elend“, kritisierte Reichelsheims Abteilungsleiter Norbert Leist die vielen Fehlpässe auf beiden Seiten. „Wir hatten ein Chancenplus, aber Grumbachs Torhüter Matthias Zatocil hielt stark“, ergänzte der Funktionär. Durch Fehler im Abwehrverhalten fielen die drei Gegentreffer: Leon Belt (60.), Lukas Diehl (86.) und Lukas Gebhardt (90.+4) ließen sich nicht zweimal bitten und trafen für die Mümling-Grumbacher. Bei den Reichelsheimern gingen vielleicht auch etwas zu früh die Köpfe runter.