2026-05-06T12:44:31.715Z

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A-Liga RTK: SV Johannisberg gewinnt 4:3 nach 0:3

Spitzenreiter beweist nach Rückstand brutale Moral +++ Merken sah "die besten spielerischen Mannschaften"

von Martin Gebhard · Heute, 07:00 Uhr · 0 Leser
Bärenstark auf der Linie, aber beim tollen 4:3 des SV Johannisberg in Neuhof mit weitem Abschlag auch der Einfädler des Siegtors: SVJ-Keeper Sebastian Kufs. 	Archivfoto: Frank Heinen
Bärenstark auf der Linie, aber beim tollen 4:3 des SV Johannisberg in Neuhof mit weitem Abschlag auch der Einfädler des Siegtors: SVJ-Keeper Sebastian Kufs. Archivfoto: Frank Heinen

TAUNUSSTEIN. Die A-Liga-Fußballer des SV Johannisberg haben einen weiteren wichtigen Schritt zur Meisterschaft und zum direkten Aufstieg in die Kreisoberliga gemacht. In einem dramatischen, aber fairen Top-Spiel beim Tabellenfünften SV Neuhof siegte der Spitzenreiter mit 4:3 (0:1). Nachdem er noch in der 57. Minute das 0:3 kassiert hatte.

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„Es war das Glück des Tüchtigen – Qualität, Moral und Mentalität stimmten“, fasste Max Merken, Spielertrainer der Gäste, strahlend zusammen. Doch vorher wurden die Nerven des 37-Jährigen, der ab der neuen Saison die SG Walluf II, ebenfalls A-Ligist, coachen wird, ziemlich arg strapaziert. Nach der Partie habe er seine Jungs direkt auf das ähnlich wahnsinnige Duell zwischen Mainz 05 und FC Bayern angesprochen. „Ein charmanter Vergleich“, nannte er den 4:3-Sieg des deutschen Rekordmeisters, der noch zur Pause mit 0:3 zurück gelegen hatte. Aber das sonntägliche Rheingau-Duell sei noch dramatischer gewesen, da die Seinen eben bis zur 64. Minute mit 0:3 zurück gelegen hatten, ehe Jan Siegler mit einem seiner beiden Tore das 3:1 gelungen war.

„Bei Neuhof sind einige Spieler ausgefallen, das hat die Mannschaft wahrscheinlich noch mehr motiviert“, sagte Merken. Dass die Gastgeber personell aus dem letzten Loch pfiffen und nur einen Auswechselspieler aufbieten konnten, bestätigte SVN-Coach Daniel Labusga, in der achten Saison bei den Taunussteinern. Und: „Tim Schilling hatte schon 30 Minuten in der Reserve gespielt“, gab der 42-Jährige zu bedenken. „Es ist uns gelungen, dem Spitzenreiter, der eine sehr hohe spielerische Qualität aufweist, das Leben schwer zu machen“, betonte er. Und resümierte: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“ Ein Remis sei möglich gewesen, so der Coach. „Aber es schwanden zunehmend die Kräfte.“

Benedikt Franz legt für 4:3-Schützen Max Waldmann auf

Max Merken wiederum sprach von einem „Spiel der beiden spielerisch besten Mannschaften der Liga“. Nach dem 3:2 (69.) durch Siegler „sind wir gut über unsere spielerischen Mittel gekommen und haben schönen Fußball gespielt“, freute sich er sich. Nachdem Mittelstürmer Bendedikt Franz das 3:3 (73.) gelungen war, traf sein Team mit der letzten Aktion zum 3:4: Ein weiter Abschlag von Torwart Sebastian Kufs auf Franz, der sich durchsetzte und Max Waldmann auflegte – Tor und Sieg! Für Neuhof trafen Malte Speck (2) und Nuno Jonathan Wahlfeldt.

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