
Bergstraße. Die Entscheidung im Meisterschaftsrennen der Fußball-A-Liga ist vertagt. Weil Spitzenreiter FSV Rimbach am Sonntag nicht über ein 2:2 hinauskam, hat der Tabellenzweite TSV Aschbach vier Spieltage vor Saisonende bei zwölf Punkten Rückstand noch die Chance, den FSV einzuholen. Am 23. Mai steht das direkte Duell im Überwald an.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
In der Schlussphase verspielten die Rimbacher eine 2:0-Führung, für die Patrick Feller mit seinem 24. Saisontor und Routinier Amir Duric gesorgt hatten. Doch Brandau/Gadernheim war nicht gekommen, um Meisterschafts-Spalier zu stehen. Nach zwei Freistößen stand Johannes Knaup zweimal richtig und traf zum 2:2. "Das war gut gemacht, aber dumm gelaufen für uns", sagte FSV-Pressesprecher Roland Rettig. Die Gastgeber hätten es versäumt, vor der Pause einen höheren Vorsprung herauszuschießen, seien mit dem Anschlusstreffer nervös geworden. Folge: Die Meister-T-Shirts blieben im Karton, sollen aber, so Rettig, am nächsten Sonntag in Hammelbach ausgepackt werden.
Es war kaum zu erkennen, dass die Auerbacher auf dem letzten Tabellenplatz stehen, denn vor und nach der Halbzeit hatten sie eine starke Phase. "Wenn wir hier nicht Toni Cosic im Tor gehabt hätten, wäre das in einer Niederlage gemündet", lobte Affolterbachs Timo Sattler seinen Schlussmann über alle Maßen. So fiel der Heimsieg der Sportvereinigung gegen eine stets agile Auerbacher Mannschaft letztlich auch zu hoch aus.
Die Hofheimer bemühten sich redlich und hatten durch Luke Mehner (7.) und Marlon Mitsch (28.) gute Einschussmöglichkeiten. Stattdessen aber gingen die Aschbacher in Führung, denn ein von Maiko Oberle als Flanke gedachter Ball senkte sich ins FVH-Gehäuse. Routinier Carsten Weihrauch erhöhte für den Tabellenzweiten. "Letztlich aber war es ein Sommerkick, der keinen Sieg verdient hatte", befand Hofheims Trainer Maxi von Dungen und bedauerte, dass seine Elf nach dem 0:2 keine Kraft mehr hatte, sich gegen die drohende Niederlage zu wenden.
Die Platzherren machten einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Hammelbach/Scharbach gab in keiner Phase auf, auch nach dem 1:4-Rückstand kurz nach Wiederbeginn nicht. Sie kamen auf 3:4 heran. Die Entscheidung brachte schließlich ein Elfer, verursacht an den gerade eingewechselten Veselin Georgiev. Steven Müller rutschte bei der Ausführung noch aus. Lukas Fath verwandelte im zweiten Versuch zum 5:3. FCO-Sprecher Peter Kahlig fasste zusammen: "Über die gesamten 95 Minuten betrachtet war dies das gerechte Ergebnis." Lucas Trautmann (SG) traf zweimal das Lattenkreuz. Dafür erzielte Steven Müller (FCO) das 3:1 mit einem Freistoß aus 26 Metern. André Fischer (SG) war sogar aus 40 Metern mit einem Freistoß, der im Winkel einschlug, zum 4:3 erfolgreich.
Es war kein berauschendes Spiel, "wir haben uns schwer getan. Aber es hat gereicht. Und gegen eine Mannschaft wie den TV Lampertheim musst du auch erst einmal gewinnen". So lautete das Fazit von Trösels Trainer Uwe Engert, womit die TG die Chance auf Platz zwei gewahrt hat. Doppeltorschütze war Ole Schmitt (41., 55.).
Mit dem Ergebnis können die Fehlheimer besser leben als der Sportclub, für den die Situation im Abstiegskampf weiter brenzlig bleibt. Rodau ging in einem insgesamt offenen und ausgeglichenen Spiel früh in Führung und hatte fortan auch die Spielkontrolle. Knackpunkt war aus Sicht von SCR-Trainer Ludwig Brenner die Rote Karte fünf Minuten vor der Halbzeit. Die neue Spielsituation nutzte Fehlheim eiskalt aus. Danach zeigte der Sportclub auch in Unterzahl eine gute und engagierte Leistung. "Die Jungs haben alles reingehauen und alles investierte", lobte Brenner die Einstellung seines Teams, haderte aber aufgrund der vergebenen Chancen: "Wir müssen das Spiel eigentlich gewinnen."