
ODENWALDKREIS. Hält die Serie? Der A-Ligist FV Mümling-Grumbach hatte einen ganz schweren Start in diese Spielzeit und arbeitete sich mit dem neuen Spielertrainer Timo Sauer aus den Abstiegsrängen. Seit vier Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen. Am Sonntag erwartet das Sauer-Ensemble den Herbstmeister SG Sandbach (15 Uhr). Eine schwierigere Aufgabe gibt derzeit in der Kreisliga A nicht.
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Eigentlich haben die Mümling-Grumbacher in diesem Spiel nicht viel zu verlieren. Der Gegner verfügt über den besten Kader, schoss bislang 60 Tore und kassierte in den 15 ausgetragenen Spielen erst neun Gegentore. Die Mannschaft tritt Woche für Woche sehr gefestigt auf, manche Kenner reden schon davon, dass diese Mannschaft mindestens eine Liga höher anzusiedeln ist. Ganz entscheidend wird auch sein, ob es der Grumbacher Mannschaft gelingt, über die gesamte Spieldauer die Konzentration hochzuhalten und in den defensiven Abläufen stabil zu bleiben. Dass die Mannschaft unter Timo Sauer mit neuem Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit auftritt, war auch in den letzten beiden Spielen deutlich zu sehen.
Beim 1:1 in Erbach war es anfangs ein Spiel auf Augenhöhe, und danach war Grumbach die klar bessere Mannschaft, unterstreicht Marcel Winkler. „Der Ausgleichstreffer war absolut verdient und damit auch der Punktgewinn“, so der Sportliche Leiter. Die Aufgabe beim FC Finkenbachtal endete ja bekanntlich 2:2. Aber auch das 2:2 gegen Aufstiegskandidat SV Hummetroth II oder die unglückliche 1:2-Niederlage gegen den VfL Michelstadt haben gezeigt, dass die Sauer-Elf in ihrer Entwicklung voranschreitet. „Wir verfügen über einen extrem guten Teamgeist“, lobt der Sportliche Leiter die Mannschaft. „Ich sehe im Sandbach-Spiel ein Bonusspiel. Diese Sandbacher Mannschaft hat einen extremen Willen. Wir waren dort absolut chancenlos. Aber dieses Mal wollen wir es besser machen. Wir haben keine Ausfälle zu beklagen“, sagt Winkler.
Der neue Trainer habe großen Anteil daran, dass die FV-Mannschaft sich defensiv derart gesteigert hat: Timo Sauer hat einen klaren Plan, vermittle das den Spielern auch verständlich. „Er ist ein Glücksgriff für uns.“
Beim SV Hummetroth II zeichnet sich ein überaus interessantes Duell ab: Die Gäste vom TSV Höchst II (13 Uhr) rückten bis auf Rang fünf vor, nachdem sie mehrere überzeugende Vorstellungen mit Torgarant Kai Oliver Heckler boten. In der Oberzent kommt es zum Derby zwischen dem SV Gammelsbach und dem FC Finkenbachtal (14.30). Die Freiensteiner hatten mit der 0:3-Spielwertung gegen sich, nach dem sie einen Spieler zu viel gegen Nieder-Kainsbach einwechselten, eine fette Kröte zu schlucken. Im Derby könnte sich die Mannschaft rehabilitieren.
Der KSV Reichelsheim wird wohl das Spiel gegen Türk Breuberg für sich entscheiden. Personell zu schwach ist der Tabellenletzte derzeit aufgestellt. Das wohl schwerste Auswärtsspiel wartet auf den VfL Michelstadt, der bei der immer bereiten KSG Vielbrunn zum Derby muss. Bleibt der TSV Sensbachtal oben dran? Im Duell mit der FSV Erbach (15 Uhr) könnte es schwierig für die Männer vom Buckelweg werden. Türk Beefelden erwartet die SG Nieder-Kainsbach (15 Uhr), und die SG Rothenberg will gegen den TSV Seckmauern II (15 Uhr) punkten.