
Mümling-Grumbach. Der FV Mümling-Grumbach steht vor einer schwierigen Aufgabe. Mühsam hat sich die Mannschaft unter ihrem neuen Spielertrainer Timo Sauer aus der Abstiegszone der Kreisliga A Odenwald gekämpft, muss aber weiter den Klassenerhalt fürchten.
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„Wir sind als Dritter der vergangenen Saison in diese Spielzeit gestartet, wollten da auch wieder mitspielen. Der Auftakt war durchaus ermutigend, als es uns gelang, einen klaren Sieg gegen den FC Finkenbachtal einzufahren“, sagt der Sportliche Leiter Marcel Winkler. Dann aber kam das Spiel in Sandbach (0:3), wo Mümling-Grumbach chancenlos war und die Niederlage in Vielbrunn (1:6). „Wir gerieten in eine Abwärtsspirale. Fünf weitere Niederlagen rüttelten auch an unserem Selbstvertrauen.“ Viele Verletzte dramatisierten die Lage, und in der Mannschaft wurde die Stimmung mit jedem weiteren Spielverlust immer schlechter.“ Zu allem Überfluss erlitt Tim Geißler, der zum Fußballverein zurückgekehrt war, und Gruppenliga-Erfahrung mitbrachte, einen Kreuzbandriss.
Geißler war erste Wahl im zentralen Mittelfeld, ein Leistungsträger. „Seine schwere Verletzung traf uns tief. Er sollte für Struktur in unserem Spiel sorgen“, fügt der Sportliche Leiter an: „Dann kam der Trainerwechsel und zuvor eine 2:3-Niederlage bei Türk Beerfelden, wo wir noch acht Minuten vor Spielende mit 2:1 führten.“ Das war der Tiefpunkt der Negativserie.
Hoffnung machte die Verpflichtung von Timo Sauer als Spielertrainer, der mit einem 2:2 gegen Aufstiegskandidat SV Hummetroth II startete. „Er hat in den Spielen unter seiner Verantwortung 15 von 18 Punkten geholt und die Mannschaft aus der Abstiegszone geführt. Er weiß, wie er die Mannschaft erreicht, er kommt auch mit den jungen Spielern gut aus“, lobt Winkler. Die Chemie zwischen Team und Trainer stimme absolut.“
Timo Sauer hat bis zur Winterpause dafür gesorgt, dass sich die Mannschaft stabilisiert hat. Das abschließende 6:1 im Jahr 2025 gegen die KSG Vielbrunn drückte dann auch das neue Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit beim FV aus. „Das hat uns einen Schub gegeben. Die Trainingsbeteiligung ist auf einem sehr guten Niveau“, sagt Winkler, der lobt: „Der Trainer hat es geschafft, dass die Mannschaft wieder an sich glaubt und Freude am Training hat. Es gelang ihm, eine neue positive Grundhaltung rein zu bringen und er hat das System verändert.“
Unter Sauer spiele der Fußballverein aus einer stärkeren Kompaktheit heraus und agiere grundsätzlich konzentrierter. Hinzu komme, dass die Mannschaft sehr stark über die Taktik kommt. Dadurch sei es für die Gegner nicht einfach gegen Mümling-Grumbach. Noch aber besteht die Grumbacher Mannschaft aus sehr jungen Spielern. „Ich wünsche mir natürlich, dass Timo Sauer unseren jungen Fußballern den notwendigen Schliff gibt“, sagt Winkler. Mümling-Grumbach steht einen Rang vor den Abstiegsplätzen und muss im Nachholspiel am 1. März gegen Spitzenreiter SG Sandbach ran. „Der Fokus liegt weiter darauf, uns von den Abstiegsrängen fernzuhalten“, so der Sportliche Leiter.