
HÖCHST. Beim TSV Höchst gehört auch die Zweite Mannschaft zur Zukunftsplanung. Das Team steht nach ausgeglichener Bilanz in der ersten Tabellenhälfte der Fußball-Kreisliga A Odenwald und ist für Überraschungen gut. TSV-Trainer Oliver Schwarz bewertet die ersten 17 Spiele sehr differenziert, kommt aber zu einer positiven Einschätzung.
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„Im Wesentlichen bin ich mit der Hinrunde zufrieden, auch mit dem achten Tabellenplatz. Wenn ich mir nochmals einige Spiele vergegenwärtige, dann wurden Schwächen und Fehler deutlich, die wir in der Rückserie abstellen müssen“, sagt Schwarz. Der TSV II kassierte die drittmeisten Gegentore (55 – nur Schlusslicht Türk Breuberg/132 und der Vorletzte SV Gammelsbach/61 sind schlechter) in der Klasse, vor allem gegen die Topteams SG Sandbach, VfL Michelstadt und SV Hummetroth II setzte es derbe Niederlagen. „Eine Stunde lang hielten wir gegen Michelstadt und Hummetroth ganz gut mit, dann aber traten Konditionsschwächen auf, die uns entscheidend ins Hintertreffen geraten ließen“, so der Coach.
Richtig geärgert hat sich der Höchster Trainer aber über die Niederlagen gegen die Aufstiegsaspiranten nicht, sondern eher über die 1:5-Schlappe bei der SG Rothenberg im letzten Spiel des Jahres, wo ein fahriger Auftritt den zuvor erkämpften fünften Tabellenrang kostete. „Wir haben die SGR am letzten Spieltag vor der Winterpause zum Toreschießen eingeladen. Unter anderem musste unser etatmäßiger Schlussmann im Feld aushelfen, und das hat der Gegner eiskalt ausgenutzt“, sagt Schwarz, dessen Team aus den vier Spielen zuvor 13 Punkte geholt hatte. Die Höchster Reserve machte mit dieser Niederlage auch deutlich, dass sie noch keine Spitzenmannschaft ist - es fehlt an Konstanz. Davon ausgenommen ist Torjäger Kai Oliver Heckler (18 Treffer), der beständig trifft und in der Torschützenliste nur hinter dem Michelstädter Fabian Hörr (24) steht. Der 36-Jährige ist durchsetzungsfähig, kopfballstark und abgeklärt.
Der Zusammenhalt wird beim A-Liga-Achten aus Höchst groß geschrieben: „Uns macht aus, dass wir auf langjährige Freundschaften bauen können. Die Spieler spielen einfach gerne zusammen Fußball“, sagt der Trainer. Das Einzige, was fehle, sei die Konstanz - teils auch in den Trainingseinheiten. Dadurch sei es schwierig, die Mannschaft auf einem hohen Fitness-Level zu bringen und fußballerisch zu arbeiten. Schwarz hat in einen festen Stamm von acht bis zehn Spieler, die ihm in der Regel zur Verfügung stehen.
Immer mehr in den Blickpunkt rücke der 24 Jahre alte Lukas Göbel aus der dritten Mannschaft. Freude löst beim Trainer auch die Rückkehr von Kapitän Janis Albohr aus, der nach langer Verletzung wieder in den Kreis der Mannschaft zurückgekehrt ist. Auch Torwart Elias Kuhn meldete sich nach einer Verletzung zurück. „Entscheidend für unser Abschneiden in dieser Saison ist jetzt, wie wir aus den Startlöchern kommen. Ziel ist der einstellige Tabellenplatz“, sagt Schwarz, dessen Team am 1. März beim SV Hummetroth II wieder loslegt.