Kräftemessen der beiden KOL-Absteiger: Wer entscheidet das Traditionsduell für sich?
Kräftemessen der beiden KOL-Absteiger: Wer entscheidet das Traditionsduell für sich? – Foto: Timo Babic

A-Liga: Aufschwung trifft Abschwung

Bürstadt gegen Starkenburgia im Duell der Traditionsclubs +++ Leichte Aufgaben fürs Spitzenduo?

BERGSTRAßE. Im Duell der beiden Traditionsvereine empfängt der 1910 gegründete VfR Bürstadt mit dem FC Starkenburiga Heppenheim (Gründungsjahr 1900) den Fußballpionier der Bergstraße.

Starkenburg will den Schwung mitnehmen

Nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga verliefen die Leistungskurven der beiden Kontrahenten höchst unterschiedlich. Die Starkenburgia mischte vorne mit, der VfR fristete in den unteren Tabellenregionen ein trauriges Dasein. Doch im Oktober wandelte sich das Bild: Bürstadt feierte vier Siege in Serie, die Starkenburgia quittierte eine Pleite nach der nächsten. Kein Wunder, dass VfR-Trainer David Vorreiter sagt: „Wir wollen den Aufschwung unbedingt ins nächste Heimspiel transportieren und auch Heppenheim bezwingen.“ Damit könnte seien Elf die Starkenburgia in der Tabelle überholen. Manuel Colaianni, Marcel Furgol, Ugur Üyen, Roberto Palmieri und Thomas Juretzki fallen aber aus.

Starkenburgia-Pressesprecher Dominik Heckmann hätte indes nichts dagegen, wenn die Partie wie in der Vorsaison mit 1:0 für seine Heppenheimer endet. „Das war einer von unseren drei Saisonerfolgen“, erinnert er sich gerne an den 22. Mai 2022 und bedauert, dass mit Ahmet Tubay, der Torschütze von damals, inzwischen das Trikot des VfR Bürstadt trägt. Den Heppenheimern steht wohl der gleiche Kader zur Verfügung wie bei der 2:3-Heimniederlage gegen Mörlenbach.

Spitzenteams gegen Außenseiter

In ihren Heimspielen haben es die Spitzenmannschaften SG Reichenbach (1., 23 Punkte) und FSV Rimbach (2., 22) mit Gegnern vom anderen Ende der Tabelle zu tun. Während die Reichenbacher den Vorletzten SG Nordheim-Wattenheim empfangen, trifft Rimbach auf den Letzten SV Winterkasten. Nordheims Trainer Jens Stark ist ungeachtet der Lage optimistisch: „Ich erachte die Liga als so ausgeglichen, dass wir in Reichenbach mit einem Punkt durchaus unser Minimalziel erreichen können.“ Auch Lukas Fiege, Spielausschussmitglied des SV Winterkasten, hält einen Punkt in Rimbach für durchaus möglich: „Wir sind zwar der krasse Außenseiter. Aber probieren wollen wir es.“ Das Vorhaben könne aber nur dann gelingen, wenn seine Elf die Rimbacher Torgaranten Amir Duric und Patrick Feller in den Griff bekommt. Apropos Feller. „Der kann möglicherweise nicht spielen“, vermeldet Thomas Ginader, der Sportliche Leiter des FSV. Er befürchtet außerdem, dass Christian Kohl, Robin Hechler und Julian Blümle ausfallen. „Auch wenn Winterkasten auf unsere guten Stürmer schaut, dürfen die SVW-Verantwortlichen nicht vergessen, dass auch Christian Daum ein Top-Spieler ist“, hat Ginader längst auch die Stärken beim Gegner ausgemacht.

Aufrufe: 04.11.2022, 14:11 Uhr
Matthias BährAutor