
Die kreisübergreifende Einteilung ist beschlossene Sache. Beim Verbandstag erhielt der niederbayerische Wunsch grünes Licht und der Bezirks-Spielausschuss gab ebenfalls sein "Go“. Es ist also künftig möglich ist, dass Vereine aus dem West und Ost künftig auch auf Kreisebene – in den beiden Bezirksligen ist das bereits seit 2014 der Fall – problemlos in einer Liga spielen dürfen. Notwendig geworden ist der Schritt deshalb, weil die A-Klassisten im Kreis West inzwischen zu wenig sind und der Osten mit 13er und 14er Ligen eigentlich überfüllt ist.
Dank der Möglichkeit der kreisübergreifenden Einteilung soll die bisher "harte” Grenze zwischen den Kreisen Ost und West künftig flexibler gehandhabt werden. So werden die niederbayerischen Vereine künftig eher ganzheitlich betrachtet, und – sollte es anhand der Fahrtstrecken und Soll-Zahlen der Ligen sinnvoll und nötig werden – kann beispielsweise auch mal ein "West“-Team in einer Ost-Kreisklasse antreten und umgekehrt.
"Wir haben im Kreis Ost fünf Kreisklassen und zehn A-Klassen. Im Kreis West vier Kreisklassen, aber nur sieben A-Klassen. Künftig ist geplant, dass es 18 A-Klassen geben wird. Es werden durchgehend Ligen mit elf oder zwölf Vereinen gebildet. Im Osten werden es weiter zehn A-Klassen sein, im Westen acht. Mit diesem Modell können wir vor allem die Auf- und Abstiegsregelung deutlich vereinfachen“, informiert Bezirks-Spielleiter Richard Sedlmaier und geht detailliert auf den vorgesehenen Plan ein: "Bislang ist es oft so, dass wir im Westen für acht Kreisliga-Releganten um drei oder vier Plätze spielen, im Osten nur um zwei oder drei. Ab 2027 ist eine Lösung angedacht, in der es in beiden Kreisen fix drei Plätze gibt. Allerdings kann es dann möglicherweise durch vermehrten Auf- oder Abstieg in der Bezirksliga-Relegation, der immer ein großes Stück von den niederbayerischen Landesligsten abhängig ist, auch durchaus mal vorkommen, dass eine Kreisliga mit 15 oder nur mit 13 Teams besetzt sind. Das werden aber Ausnahmen sein, die im Folgejahr ausgeglichen werden. Einfacher wird es durch das neue System in der Relegation zur Kreisklasse. Im Osten spielen bisher 20 Vereine um fünf Plätze, im Westen 16 Klubs um teilweise zehn Tickets. Im Osten wird sich hier nicht ändern. In den West-Kreisklassen wird es künftig nur mehr einen Direktabsteiger geben, allerdings weiterhin zwei Releganten pro Liga. Es bleibt also bei 16 Relegationsteilnehmern, die dann jedoch – vergleichsweise wie im Osten – nur mehr um vier Plätze spielen. Für die Kreisklassen-Klubs ist die Relegation also nach maximal zwei Partien und somit innerhalb weniger Tage beendet. Für insgesamt vier Kreisliga-Vereine stehen also drei Spiele auf dem Programm, wenn die zweite Partie verloren geht. Das ist aber die Ausnahme und das absolute Limit.“
Wichtig ist allerdings, dass es in Niederbayern mittel- und langfristig mindestens 198 A-Klassisten gibt, die man für das Modell mit 18 A-Klassen (mit 22 Spieltagen) benötigt. Derzeit liegt diesbezüglich noch keine Gefahr vor. Variabel bleibt die Bezirksliga-Relegation, in der die Zahl der freien Plätze immer stark davon abhängig bin, wie viele niederbayerische Mannschaften aus der Landesliga absteigen bzw. in der Relegation scheitern.