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Ligabericht

A-Klasse: Top-Zwei steht fest, Abstiegs-Showdown am letzten Spieltag

TuS Winzenheim ist Meister +++ Rüdesheim geht in die Aufstiegsrunde +++ Medard rettet sich, während Karadeniz die Aufstiegsträume von Bad Sobernheim beendet +++ Drei Spiele enden 3:3-Unentschieden

von Max Schäfer · 26.05.2025, 19:00 Uhr · 0 Leser
TuS Winzenheim (hier in rot) schnappte sich am Sonntag beim TuS Pfaffen-Schwabenheim II mit einem 5:3-Erfolg den Meisterschaftstitel.
TuS Winzenheim (hier in rot) schnappte sich am Sonntag beim TuS Pfaffen-Schwabenheim II mit einem 5:3-Erfolg den Meisterschaftstitel. – Foto: Mario Luge

Bad Kreuznach. Am vorletzten Spieltag der Saison fielen einige vorläufige Entscheidungen: Durch den 5:3-Auswärtssieg beim TuS Pfaffen Schwabenheim II ist der TuS Winzenheim Meister der A-Klasse Bad Kreuznach. Durch den 8:0-Auswärtssieg bei Lalo-Laubenheim und dem gleichzeitigen 3:3-Remis zwischen Bad Sobernheim und Karadeniz, ist der VfL Rüdesheim sicher Zweiter und geht damit in die Aufstiegsrunde. 3:3 trennten sich auch die SG Gräfenbachtal und Top-Team SG Sonnenwald sowie der TSV Hargesheim und TuS Hackenheim II.

Auf das rettende Ufer schwamm der SV Medard durch einen späten Siegtreffer beim Kellergipfel gegen den TuS 06 Roxheim. Dieser steht auf dem ersten potenziellen Abstiegsrang, nachdem die SG Eintracht Bad Kreuznach II ihr Heimspiel gegen die SG MMM II mit 4:0 erfolgreich gestalten konnte. 4:0 gewann auch die SG Meisenheim/Dessloch/Lauschied II bei der SG Alsenztal, wodurch die Landesliga-Reserve die Saison auf Platz fünf abschließen wird. Seit diesem Spieltag ist außerdem klar: Der TSV Lalo-Laubenheim und die SG Merxheim/Monzingen/Meddersheim II stehen als sichere Absteiger fest.

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Der SV Medard hat im direkten Duell gegen den TuS Roxheim einen ganz wichtigen 4:3-Heimsieg eingefahren – dadurch steht der Klassenerhalt für den SVM fest, nach einem Spiel, das nichts für schwache Nerven war. „Das war eine absolute Zitterpartie und am Ende eine einzige Erleichterung für uns“, sagte Thomas Müller, sportlicher Leiter der Medarder. Dabei sah es zunächst gut aus für die Gastgeber: Schnell ging man mit 2:0 in Führung, doch danach kippte das Spiel. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, urteilte Müller. Nach mehreren individuellen Fehlern stand es plötzlich 2:3 aus Sicht des SVM. „Roxheim war nach dieser Phase zu Recht vorne, aber wir haben uns zurückgekämpft.“

Den Umschwung brachten Standardsituationen: Ein Einwurf führte zum 3:3, eine Ecke schließlich zum umjubelten 4:3-Endstand. „Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen“, gestand Müller ein, „aber für uns zählt heute nur der Sieg.“ Auch ein kleiner Blick in die Historie durfte nicht fehlen: „Ein gutes Omen – gegen Roxheim hatten wir schon in den vergangenen Jahren oftmals gut ausgesehen.“ Fair zeigte sich Müller mit Blick auf den Gegner: „Wir wünschen Roxheim viel Erfolg kommende Woche im Kampf um den Nichtabstieg .“

TuS Roxheim steht am kommenden Sonntag vor dem ultimativen Endspiel zu Hause gegen die SG Eintracht Bad Kreuznach II: Gewinnen die Hausherren, sind sie sicher nicht abgestiegen, im Falle einer Niederlage könnten sie sogar noch auf den drittletzten Tabellenplatz rutschen - Ausgang offen.

Der Spielfilm: 1:0 Zeiss (20.), 2:0 Hiebel (23.), 2:1 Weber (28.), 2:2 Rust (32.), 2:3 Richter (49.), 3:3 Ockert (51.), 4:3 Hiebel (88.)

Ein echtes Spektakel bekamen die rund 250 Zuschauer beim 3:3 zwischen dem FC Bad Sobernheim und Karadeniz Bad Kreuznach zu sehen – allerdings mit bitterem Ende für die Heimelf. „Das war heute nicht unsere beste Leistung“, gab FC-Coach Mareck Dörr enttäuscht zu Protokoll. Karadeniz trat mutig auf, spielte aggressiv und arbeitete viel mit langen Bällen. „Sie waren sehr gallig und effizient – wir hätten unsere Chancen besser nutzen müssen.“

Nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand kämpften sich die Gastgeber stark zurück, gingen in der Nachspielzeit sogar mit 3:2 in Führung. Der Jubel kannte keine Grenzen. Doch fast im Gegenzug kassierte man den ganz späten Ausgleich. „Wir kriegen die letzte Flanke nicht verteidigt, das war brutal bitter", erklärte Dörr. Trotz des verpassten Endspiels um Platz zwei gegen Rüdesheim zeigte er sich kämpferisch: „Wir können stolz auf unsere Restrückrunde sein, wir haben kein einziges Spiel verloren. Es hat am Ende nicht zum Showdown am letzten Spiel gegen Rüdesheim gereicht – aber wir werden uns schütteln und nächstes Jahr neu angreifen.“

Der Spielfilm: 1:0 Selzer (17.), 1:1 Bayir (33.), 1:2 Mihaylov (67.), 2:2 Dehghan (70.), 3:2 Marquis (90.+3), 3:3 Bayir (90.+5)

Der VfL Rüdesheim hat seine Ambitionen mit einem wahren Offensivfeuerwerk untermauert. Beim TSV Langenlonsheim/Laubenheim feierte das Team von Trainer Baris Yakut einen deutlichen 8:0-Auswärtssieg und sicherte sich damit vorzeitig den zweiten Tabellenplatz. „Ganz große Erleichterung – wir sind einfach nur froh, dass wir das Ding klar gemacht haben“, so Yakut.

Mann des Spiels war Semih Celebi, der fünf Treffer erzielte und seine Gegenspieler immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. „Er hat in fast jedem Eins-gegen-Eins seine Gegenspieler schlecht aussehen lassen und 90 Minuten gebrummt – eine herausragende Leistung“, lobte Yakut seinen Angreifer. Doch auch die Mannschaftsleistung stimmte: „Die Tore waren super rausgespielt, jeder hat seinen Job gemacht.“

Mit Blick auf das bevorstehende Finalspiel am Mittwoch im Kreispokal gegen Winzenheim bleibt der Coach fokussiert, aber zuversichtlich: „Alle guten Dinge sind drei – nach zwei verlorenen Endspielen wäre es schön, dieses Jahr mal das Finale zu gewinnen. Gegen Winzenheim wird es ein harter Kampf, aber wenn wir an das Rückspiel aus der Liga anknüpfen, ist alles möglich. Entscheidend wird dabei sein, an unser Limit zu gehen und zu marschieren ohne Ende.“

Der Spielfilm: 0:1 Celebi (24.), 0:2 Celebi (39.), 0:3 Yakut (55.), 0:4 Celebi (59.), 0:5 Yakut (62.), 0:6 Celebi (70.), 0:7 Keber (78. Eigentor), 0:8 Celebi (86.)

Die weiteren Spiele im Steno:

Tore: 1:0 Bilandzija (26.), 2:0 Schlitz (32.), 3:0 Hida (35.), 4:0 Bilandzija (89.)

Tore: 0:1 Sovtic (5.), 0:2 Köse (20.), 0:3 Sovtic (45.), 0:4 Sovtic (74.), 0:5 Köse (80.), 1:5 Hattemer (82.), 2:5 Hattemer (88.), 3:5 Hass (90. Handelfmeter)

Tore: 0:1 Flommersfeld (28.), 1:1 Zimmermann (36.), 1:2 Förster (41. Foulelfmeter), 2:2 Ender (44.), 2:3 Kellerer (71.), 3:3 Novais (83.)
Besondere Vorkommnisse: Lehnert (SG Gräfenbachtal) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Nimtz (83.).

Tore: 0:1 Kappel (2.), 1:1 Jakob (6.), 1:2 Alsleben (15.), 2:2 Jakob (26.), 3:2 Schätzel (36.), 3:3 Ristow (88. Foulelfmeter)

Tore: 0:1 Peters (35.), 0:2 Bindig (75.), 0:3 König (77.), 0:4 König (80. Foulelfmeter)