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Ligabericht

A-Klasse: Roxheim muss zittern, Lucky-Punch in Meddersheim

Hattemer köpft Pfaffen-Schwabenheim II in der Nachspielzeit auf Platz 13 +++ Die „kleine" Eintracht ist gerettet +++ Rüdesheim in der Aufstiegsrunde gegen den Bollenbacher SV oder SV Oberhausen

von Max Schäfer / Mario Luge · 02.06.2025, 18:30 Uhr · 0 Leser
TuS Roxheim (grüne Trikots) kam an der SG Eintracht Bad Kreuznach II (in weiß) nicht vorbei und muss nun auf zweifache fremde Schützenhilfe hoffen, um noch die Klasse zu halten.
TuS Roxheim (grüne Trikots) kam an der SG Eintracht Bad Kreuznach II (in weiß) nicht vorbei und muss nun auf zweifache fremde Schützenhilfe hoffen, um noch die Klasse zu halten. – Foto: Sebastian Bohr

Bad Kreuznach. Ein letztes Mal in dieser Saison stand in der A-Klasse ein Spieltag an. Dabei setze sich der TuS Hackenheim II gegen den TSV Langenlonsheim mit 4:2 durch. Der SV Medard sicherte sich mit einem knappen 3:2-Auswärtssieg bei der SG Meisenheim/Desloch/Lauschied II drei Punkte. Karadeniz Bad Kreuznach überzeugte beim klaren 4:0-Erfolg gegen die SG Alsenztal und beendete die Saison damit auf Tabellenplatz sechs. In einem torreichen Duell trennten sich der VfL Rüdesheim und der FC Bad Sobernheim 3:3. Die SG Soonwald feierte mit einem 7:1 über den TSV Hargesheim den zweithöchsten Heimsieg des Spieltags. Ein wahres Torfestival bot der TuS Winzenheim, der die SG Gräfenbachtal mit 11:0 vom Platz fegte. TuS Pfaffen-Schwabenheim II landete zum Abschluss (möglicherweise) einen überlebenswichtigen 2:1-Auswärtssieg bei der SG Merxheim/Monzingen/Meddersheim II. Im Kellerduell unterlag der TuS Roxheim der SG Eintracht 02 Bad Kreuznach II mit 1:2 und ist dadurch akut abstiegsgefährdet.

Auf einen Rüdesheimer Erfolg in den Aufstiegsspielen - gegen den SV Oberhausen oder den Bollenbacher SV - hoffen somit die Fußballer des TuS Pfaffen-Schwabenheim II, die als Viertletzter dann den Klassenverbleib doch noch geschafft hätten. Wahlweise sorgt auch Schützenhilfe aus Bezirksliga für den Klassenverbleib. Steigt dort die SG Weinsheim über die Relegation in die Landesliga auf, würde der TuS Waldböckelheim nicht absteigen. Folge: ein Absteiger weniger. Auf doppelte Relegationserfolge für den Kreis Bad Kreuznach ist also der Drittletzte aus Roxheim angewiesen, um ein weiteres Jahr A-Klasse zu spielen.

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Ein echtes Herzschlagfinale lieferte der TuS Pfaffen-Schwabenheim II beim Gastspiel in Merxheim. Früh erzielte Kamil Frackowiak nach einer sehenswerten Kombination das 1:0 für die Gäste – ein Schlenzer vom Sechzehnereck in die lange Ecke. „Wir waren spielbestimmend und hätten zur Pause höher führen können“, bilanzierte Trainer Serkan Kural.

In der Kabine wurde dann klar: Parallel lag der direkte Konkurrent TuS Roxheim zur Pause hinten – diese Chance, noch den drittletzten Rang abzugeben, wollte sich Pfaffen-Schwabenheim nicht entgehen lassen. Doch im zweiten Durchgang wurde die Zielstrebigkeit vermisst, und ein Einwurf führte zum überraschenden Ausgleich für die SG – aus dem Nichts.

„Danach ging bei uns das Kopfkino los“, sagte Kural. In der Schlussphase folgte die absolute Brechstange: In den letzten zehn Minuten stellte der TuS auf eine 2-1-7-Formation um. Und diese sonderbare Variante zahlte sich tatsächlich aus. In der 92. Minute köpfte Leon Hattemer das 2:1 – der umjubelte Lucky Punch.

„Wir haben im Anschluss nochmal drei Minuten gezittert und sind einfach nur froh, dass wir noch den viertletzten Platz erreicht haben. Jetzt hoffen wir auf die Aufstiege von Rüdesheim oder Weinheim“, erklärt Kural. Unabhängig vom finalen Ausgang: „Nächste Woche feiern wir unseren Saisonabschluss – das war eine harte Saison.“

Der Spielfilm: 0:1 Biegner (7.), 1:1 Mathern (61.), 1:2 Hattemer (90.+2)

Eine frühe Szene prägte dieses Spiel: Ein Befreiungsschlag von Ivan Bilandzija nahe der Mittellinie, vom Wind begünstigt, landete direkt im Kasten – Tor des Jahres! 1:0 für die Gäste. Das 2:0 (36.) erzielte Mukamba nach Steckpass von Röhlinger, ein sauber herausgespieltes Tor.

„Davor und danach haben wir leidenschaftlich verteidigt“, lobte Eintracht-Sportleiter Oliver Holste sein Team – allen voran Torwart Andre Müller, der mehrfach stark reagierte. In der Schlussphase wurde es turbulent: Nach einem zweifelhaften Handelfmeter, den Roxheims Reimann an die Latte setzte (79.), traf Jannik Klein zum Anschluss (88.).

Trotz acht Minuten Nachspielzeit und doppelter Überzahl für Roxheim - es gab zwei Zehn-Minuten-Zeitstrafen für die Gäste - brachte die Eintracht das Ergebnis über die Zeit. „Uns war klar: Verlieren wir nicht, sind wir durch. Jetzt haben wir den Nichtabstieg fix gemacht“, zeigte sich Holste erleichtert.

Der Spielfilm: 0:1 Bilandzija (2.), 0:2 Mukamba (36.), 1:2 Klein (88.)

In einem Spiel ohne Druck entwickelte sich in Rüdesheim ein klassischer Sommerkick. Trainer Baris Yakut nutzte die Gelegenheit, sein Team kräftig durchzurotieren. „Der Mittwoch hat natürlich viele Körner gekostet", meinte Yakut. A-Jugendliche sammelten Spielzeit, der Torwart wurde als Feldspieler eingewechselt, sogar ein Vorstandsmitglied schnürte die Schuhe.

Dennoch entwickelte sich ein torreiches Spiel. „Wir sind dreimal zurückgekommen, das 3:3 geht absolut in Ordnung“, sagte Yakut, der bereits den Blick nach vorne richtet: „Wir sind an dem Punkt: Wir wollen unbedingt hoch, wir haben eine tolle Saison gespielt und freuen uns richtig auf das, was wir uns verdient haben. Diese Aufstiegsspiele sind ein absolutes Highlight zum Saisonende.“

Der Schwung aus dem 7:2-Pokalerfolg gegen Meister Winzenheim unter der Woche vor 400 Zuschauern soll mitgenommen werden: „Da haben wir gesehen, dass wir, mit Freunden und Unterstützern des Vereins im Rücken, wenn wir alles abrufen, jedes Team aus der A-Klasse schlagen können.“

Der Spielfilm: 0:1 Giloy (11.), 1:1 C. Yakut (13.), 1:2 Biegeler (20.), 2:2 C. Yakut (21. FE), 2:3 Aoudal (58.), 3:3 Piccoli (83.)

Die weiteren Spiele im Steno:

Tore: 0:1 Eckel (1. Eigentor), 0:2 Eisenbrandt (20.), 1:2 König (40.), 2:2 Paulus (43.), 2:3 Zeiss (90.)

Tore: 1:0 Mihaylov (43.), 2:0 Burak (71.), 3:0 Mihaylov (79.), 4:0 Bayir (84.)

Tore: 1:0 Alsleben (14.), 1:1 Quitsch (21.), 2:1 Schmidt (44.), 3:1 Enders (61.), 3:2 Wingenter (66.), 4:2 Gabelmann (85.)

Tore: 1:0 Förster (10.), 1:1 Mörtzsch (18.), 2:1 Kellerer (24.), 3:1 Förster (35. FE), 4:1 Flommersfeld (41.), 5:1 Gohres (62.), 6:1 Giardino (77.), 7:1 Kellerer (82.)

Tore: 1:0 Ürün (6.), 2:0 Rexhepi (18.), 3:0 Azimi (28.), 4:0 Sovtic (32. FE), 5:0 Kurpejovic (34.), 6:0 Sovtic (40.), 7:0 Azimi (41.), 8:0 Sovtic (43.), 9:0 Azimi (56.), 10:0 Sovtic (75.), 11:0 Sovtic (89.). – Rote Karte: Mark (30./SG Gräfenbachtal/Foulspiel im 16er)