Ab sofort dürfen Frauen auf Kreisebene auch in Herrenmannschaften spielen. Das wurde am Sonntag auf der Onlinetagung des Kreis Ost beschlossen.
Ab sofort dürfen Frauen auf Kreisebene auch in Herrenmannschaften spielen. Das wurde am Sonntag auf der Onlinetagung des Kreis Ost beschlossen. – Foto: Peter Solek

Revolution beschlossen, Frauen in Herrenteams möglich

"Gemischtes Spielen" ist ab dem 1. Juli 2022 möglich +++ Weitere Änderungen auf der Online-Gruppentagung am Sonntagabend beschlossen

Neben einigen Änderungen wie der wiedereingeführten "10-Minuten-Zeitstrafe" ist der Beschluss "Gemischtes Spielen" nicht weniger als eine Revolution im bayerischen Fußball. Was sich hinter der Formulierung nämlich verbirgt: Auf Kreisebene ist es ab sofort möglich, dass Frauen in Herrenmannschaften eingesetzt werden! FuPa fasst für euch die wichtigsten Beschlüsse zusammen, die auf der Online-Tagung des Kreises Niederbayern Ost am Sonntagabend vorgestellt wurden.

Die wichtigsten Änderungen zum 1. Juli 2022:

    • Einführung der "10-Minuten-Zeitstrafe": In den Herrenspielen wird die "10-Minuten-Zeitstrafe" eingeführt. Der Schiedsrichter hat folgende Möglichkeiten:
      gelb - Zeitstrafe - gelb/rot - rot

      oder

      Zeitstrafe – gelb/rot – rot

      Nach der Zeitstrafe kann keine gelbe Karte mehr gegeben werden.

    • Abschaffung des Spielerpasses in Papierform
    • Abschaffung der Auswärts-Torregelung bei Entscheidungs- und Relegationsspielen
    • Viermaliges Nichtantreten: Tritt eine Mannschaft viermal nicht an, wird sie aus der Wertung genommen (bisher dreimal)
    • Einsatz in verschiedenen Mannschaften: Reduzierung der einsatzberechtigten Spieler aus der 1. Halbzeit von drei auf einen Spieler
    • Anpassung Paragraf 94 ("Coronaparagraf"): Erhöhung der spielfähigen Spieler von 13 auf 15
    • Änderung der Spielordnung (Gemischtes Spielen): Einsatz von Frauen in Herrenmannschaften ist möglich (auch Zweitspielrecht)

9 vs. 9 bei nichtaufstiegsberechtigten Mannschaften:


Die "flexible Mannschaftsstärke" wird in der Saison 2022/23 auf Grund des Bedarfs weiterhin in Niederbayern in den nichtaufstiegsberechtigten Reserven beibehalten.


Das Pilotprojekt der Jugendreform: Auswirkungen auf den Herrenbereich

  • Der Jahrgang 2004 steht dem Herrenspielbetrieb voll zur Verfügung.
  • Die "Festspielregel" wurde abgeschafft, d. h. nach einem Einsatz in den Herrenmannschaften kann der Spieler auch wieder bei den A-Junioren spielen. Allerdings sind hier die besonderen Regularien des Jugendspielbetriebs in Niederbayern zu beachten.
  • Wichtig: Der Jahrgang 2004 hat nach wie vor den Status des Jugendspielers. Er darf an einem Tag laut Jugendordnung nur ein Spiel/Tagesturnier bestreiten. Ein noch nicht 18jähriger "2004er" benötigt nach wie vor "Arzt" und "Eltern".
  • Ein Jugendspieler des Jahrgangs 2005 darf erst bei den Herren eingesetzt werden, wenn er das 18. Lebensjahr vollendet hat, also frühestens 2023.
  • Bei einem "normalen" Vereinswechsel ist der A-Jugendliche (Jhrg. 2004) für den neuen Verein bei den A-Jugendlichen ab 01.08. spielberechtigt, bei den Herren aber bereits ab dem 01.07.2022


Abstiegsregelung in den Kreisklassen:

Achtung NEU: Aus den Kreisklassen im Kreis Ost steigen die letzten drei Vereine der Abschlusstabelle direkt in die A-Klassen ab. Die vor dem bestplatzierten Absteiger stehenden Vereine der jeweiligen Kreisklassen spielen mit den Zweiten der A-Klassen um die weiteren freien Plätze in den Kreisklassen, bis die Sollzahl von 78 Vereinen erreicht ist, mindestens aber um einen Platz.

Hintergrund dafür ist, dass auf Sicht von sechs Kreisklassen auf fünf abgebaut werden soll. Um künftig eine bayernweite Regelung umsetzen zu können. Es darf künftig pro Liga nicht mehr Direkt-Abstiegs- als Relegationsplätze geben. Um eine sinnvolle Balance zu finden, soll hierfür die Anzahl der Kreisklassen reduziert werden.

Aufrufe: 04.7.2022, 10:00 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor