
Der 11. Spieltag war ein besonders torreicher in den A-Klassen im Zugspitz-Kreis. Das größte Spektakel war beim Spiel von Ethnikos in Aich geboten.
Landkreis – Bis auf zwei Ausnahmen ließen sich die Offensivreihen nicht lange bitten. Das ließ in Gruppe 1 den SV Althegnenberg den zweiten Platz absichern. In Gruppe zwei hielten Emmering und Ethnikos Puchheim ihre Positionen.
SV Inning – SV Adelshofen 2:0 (1:0) – Einen bitteren Verlauf nahm aus Adelshofener Sicht die Partie beim Tabellendritten vom Ammersee. Bereits nach zwölf Minuten lag man mit 0:1 in Rückstand. Dem liefen die Gäste bis zur Pause nicht nur vergeblich hinterher. In der 54. Minute schwächten sie sich auch noch selbst, weil Torwart Christoph Lackner die gelb-rote Karte erhielt. Diese Schwächung nutzen die Gastgeber prompt aus, weil sie in der 57. Minute per Elfmeter zum entscheidenden 2:0 kamen.
TSV FFB West – SC Oberweikertshofen III 1:0 (0:0) – Großes Durchatmen beim TSV West. Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg, in denen auch nur ein Remis gelang, kam es nun zum lang ersehnten Dreier. Die knapp 100 treuen Fans mussten jedoch bis zur 70. Minute auf den alles erlösenden Moment warten. Erst dann konnte Abass Ouro-Bodi den einzigen Treffer des Tages markieren.
SV Althegnenberg – SC Malching 4:2 (2:1) – In einer abwechslungsreichen Partie hielten die Gastgeber einen Konkurrenten auf Distanz. Leicht machten es ihnen die nie aufgebenden Malchinger allerdings nicht. Mit einem Doppelschlag hatten Tom Weichenberger per Elfmeter (16.) und Jonas Fischer (21.) den SVA zunächst gut auf Kurs gebracht. Doch ein weiterer Elfmeter, den Christoph Hammerl (44.) verwandelte, machte den Kick wieder spannend. So ähnlich lief es auch nach dem 3:1 von Daniel Oswald (53.), weil Hammerl mit seinem zweiten Treffer (59.) schnell wieder den Anschluss herstellte. Pech für die Malchinger, dass ein Eigentor von Paul Hartinger (72.) die Entscheidung brachte.
SC Olching II – SV Puchheim 5:2 (1:0) – Nur eine Halbzeit lang hatte Olchings Zweitvertretung mit dem noch punktlosen Schlusslicht Probleme. Dann fand Leopold von Trebra die erste Lücke (30.). Nach dem Seitenwechsel war dann der Bann endgültig gebrochen. Innerhalb von sechs Minuten stellten Jean Okouagbe (49.) und nochmals von Trebra (55.) auf das vorentscheidende 3:0. Mit seinen beiden Treffern konnte Puchheims Sefer Thaqi zwar jeweils verkürzen (63. und 84.). Doch Olching fand darauf jeweils durch Luca ㈠Maier (76. und 89.) eine Antwort – einmal als Abstauber, dann als Elfmeter. Gästespieler Maros Knapik erhielt zum Schluss die gelb-rote Karte.
FC Aich II – Ethnikos Puchheim 5:6 (2:4) – Beide Abwehrreihen hatten zum Tag der offenen Tür eingeladen, sodass die Zuschauer ein echtes Trefferfestival erlebten. Das hatte für die Gäste Leon Ruder bereits nach sechs Minuten eröffnet, wenig später legte er nach (18.). Dem folgte bis weit in die zweite Halbzeit hinein ein rasantes Wechselspiel. Nikolas Januschke (30.), zweimal Daniel Prys (43. und 60.) sowie Maximilian Oettl (50.) inszenierten aus Aicher Sicht immer wieder eine Aufholjagd. Die war beim Zwischenstand von 4:4 nach einer Stunde sogar einmal vollends gelungen. Ethnikos wusste aber immer wieder zu kontern. Emmanuel Musenero (36.), Halfan Liviga (68.) sowie Ruder mit seinem dritten und vierten Treffern (45. und 89.) führten die Gäste zum Sieg. Prys zweites Tor (90.) kam zu spät, um Aich zumindest einen Punkt zu retten.
SV Puch – TSV Gernlinden 3:3 (1:1) – Nicht den besten Tag erwischt hatte der an sich favorisierte TSV Gernlinden – obwohl man dank des frühen Führungstreffers von Spielertrainer Antonia Ferlisi (5.) eigentlich gut gestartet war. Doch der Tabellenvorletzte aus Puch erwies sich als ungewöhnlich hartnäckig und kam durch Serkan Ertugral (10.) schnell zum Ausgleich. „Die haben sich echt gut reingehängt“, zollte Ferlisi dem Gegner Anerkennung. Der legte im zweiten Durchgang sogar noch zu. Puch kam durch Navid Noori (50.) und einen von Kai Fuhrmann verwandelten Elfmeter (79.) zu einer 3:1-Führung. Die Gäste benötigten dann ihrerseits zwei Elfmeter, um in der 87. und 90. Minute doch noch zum Ausgleich zu kommen. Beide Mal behielt Mehmet Acikgöz die Nerven. Ferlisi räumte ein, „dass der Punkt glücklich war“. (Hans Kürzl)