
Bad Kreuznach. Spieltag 18 war der letzte für dieses Kalenderjahr in der A-Klasse Bad Kreuznach: Die SG Nordpfalz setzte sich am Sonntag mit 4:2 beim TuS Pfaffen-Schwabenheim II durch und sicherte sich damit einen ganz wichtigen Erfolg im Tabellenkeller. Das Topteam SG Meisenheim-Desloch-Lauschied II empfing den FC Bad Sobernheim und musste durch die 0:2-Heimniederlage wichtige Zähler im Kampf um Platz zwei einbüßen. Der VfL Simmertal hingegen hat durch den 4:1-Heimdreier gegen die SG Alsenztal nun vier Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten.
Außerdem erkämpfte sich die zweite Mannschaft des TuS Hackenheim nach einem 0:3-Rückstand gegen den TuS Waldböckelheim noch ein 3:3. Und die SG Gräfenbachtal durfte einen deutlichen 7:0-Heimsieg gegen den FC Bavaria Ebernburg bejubeln.
Die für das Wochenende angesetzten Spiele Karadeniz Bad Kreuznach – SG Soonwald und SV Medard – TSV Hargesheim konnten aufgrund der Witterungsbedingungen nicht ausgetragen werden und wurden auf den 22. Februar 2026 verlegt. Zwei weitere Partien stehen noch dieses Jahr aus.
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In den Augen des SG-Trainers Mario Jost fiel der erste Auswärtserfolg der Saison „in der Höhe sogar noch zu knapp aus. Wir haben das Spiel absolut dominiert." Den Auftakt besorgte Björn Gillmann, der eine scharfe Hereingabe von der rechten Seite in der 21. Minute über die Linie drückte. Bei der Aktion verletzte sich der Angreifer allerdings und musste kurz darauf ausgewechselt werden.
„Wir haben es anschließend verpasst, noch in der ersten Halbzeit nachzulegen – die Möglichkeiten waren da“, sagte Jost. Der für Gillmann eingewechselte Niko Frick schnürte in Durchgang zwei einen Doppelpack. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff blieb er im Eins-gegen-Eins mit dem Torwart eiskalt (46.). In der 60. Minute legte er nach: Diesmal profitierte er von einem Abpraller, nachdem TuS-Keeper Berkant Erdogan zunächst stark pariert hatte. „Damit war die Messe eigentlich gelesen - eigentlich.“ Doch dann wurde es turbulent: Pfaffen-Schwabenheim erhielt innerhalb von fünf Minuten zwei äußerst strittige Elfmeter, die jeweils Mohammad Akhundzadeh verwandelte (65., 69.).
Jost ärgerte sich: Beim ersten Strafstoß habe bei der Entstehung eine glasklare Abseitsstellung vorgelegen, beim zweiten „grätscht unser Verteidiger in den Ball – und wird dann selbst vom grätschenden Angreifer getroffen“. Während die Hausherren plötzlich wieder Hoffnung schöpften, entwickelte sich ein Privatduell: Fünfmal tauchte Doppelpacker Frick vor Erdogan auf – fünfmal verhinderte der Torwart oder der Pfosten ein weiteres Frick-Tor. „Damit haben wir das Spiel völlig unnötig offen gehalten, auch wenn der Gegner in dieser Phase keinen gefährlichen Torschuss hatte.“
Die Entscheidung fiel erst in der 89. Minute: Elias Barie schob nach feinem Querpass von Vitalii Filippov zum 4:2-Endstand ein. Jost verteilte anschließend noch ein Sonderlob: Torhüter Markus Wolf, eigentlich Coach der zweiten Mannschaft, und Innenverteidiger Michael Neumayer, der nach dem Sommeraufstieg eigentlich seine Karriere beendet hatte, hätten entscheidend geholfen. „Wir kämpfen die ganze Runde über mit Personalproblemen, ohne darüber zu klagen. Deshalb ein riesiges Dankeschön an unsere beiden Veteranen.“
Der Spielfilm: 0:1 Gillmann (21.), 0:2 Frick (46.), 0:3 Frick (60.), 1:3 Akhundzadeh (65. Foulelfmeter), 2:3 Akhundzadeh (69. Foulelfmeter), 2:4 Barie (89.)
Die Gäste starteten mutig, drückten Simmertal früh in die Defensive und erhielten einen vertretbaren Foulelfmeter: Julian Aff traf in der 21. Minute zum 0:1. „Das war der Weckruf für uns“, sagte Simmertals spielender Co-Trainer Ricardo Ridder.
Kurz darauf glich die Heimelf aus: Nach einer Standardsituation verlängerte Fabius-Yan Tosun den Ball auf Dominik Frey, der zum 1:1 einschob (27.). Keine zwei Minuten später drehte der VfL das Spiel – nach einem blitzsauberen Umschaltangriff legte Ridder für Spielertrainer Enes Sovtic auf, der zum 2:1 vollendete (29.).
Kurz vor der Pause dezimierte sich Alsenztal selbst: Dennis Weber sah nach einer Unsportlichkeit die Rote Karte (40.). „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, offenbarte Ridder. In der zweiten Hälfte überließ Simmertal dem Gegner weitgehend den Ball und lauerte auf Konter. Ein solcher führte in der 73. Minute zum 3:1: Nach Zuspiel von Ridder musste Faris Dag aus fünf Metern nur noch einschieben. In der Schlussminute setzte erneut Sovtic nach starker Einzelaktion den Schlusspunkt – die Vorlage kam dabei von Jannik Thomas (90.).
„Wir gehen mit einem richtig guten Gefühl in die Winterpause. Das waren natürlich coole drei Punkte für uns, auch mit dem Blick auf die etwas überraschende Niederlage von der SG Meisenheim II“, resümierte Ridder. Dennoch gilt: „Wir müssen im neuen Jahr hart weiterarbeiten, um diese starke Ausgangslage, die wir jetzt haben, so lange wie möglich behalten zu können.“
Der Spielfilm: 0:1 Aff (21. Foulelfmeter), 1:1 Frey (27.), 2:1 Sovtic (29.), 3:1 Dag (73.), 4:1 Sovtic (90.)
Besonderes Vorkommnis: Rot für Weber (40./SG Alsenztal/Unsportlichkeit)
Ein intensives und am Ende hochdramatisches Duell endete zwischen Hackenheim II und Waldböckelheim mit einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden. Für Hackenheim war es ein Spiel der zwei Halbzeiten – und einer bemerkenswerten Moral. Trainer Christoph Wilhelm sprach nachher Klartext: „Wir waren in der ersten Hälfte viel zu fehlerbehaftet und haben den Gegner förmlich eingeladen.“
Schon früh klingelte es, als Dennis Fey aus 16 Metern flach ins Eck traf (6.). Nachdem TuS-Torwart Serdal Yaman zur Seite abwehrte, staubte Elias Korn zum 0:2 ab (32.). Zur Pause nahm Wilhelm Umstellungen vor – mit Erfolg. Doch zunächst geriet sein Team noch weiter ins Hintertreffen: Nach einem Ballverlust und einem Steckpass traf Marcel Gattung zum 0:3 (53.). Doch anstatt sich geschlagen zu geben, begann ab diesem Moment die Aufholjagd.
Nur drei Minuten später zündete Ares Kappel einen satten Distanzschuss und verkürzte (56.). Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld von Marian Ristow köpfte Lukas Dudek zum 2:3 ein – Waldböckelheims Keeper Niclas Lange verschätzte sich in der Szene (76.). Der Ausgleich in der 88. Minute war dann ein Geniestreich: Ein traumhafter Steckpass von Dudek fand Noah Heim, der abgeklärt vollendete.
„Was die Jungs in der zweiten Halbzeit gemacht haben, war richtig stark“, lobte Wilhelm. „Wir haben nie aufgesteckt und uns völlig verdient belohnt.“ Dass eine Portion Glück dazugehört habe, verschwieg er nicht: „Durch das notwendige Risiko boten sich den Gästen Chancen auf den vierten Treffer – die sie aber ungenutzt ließen." Ein Kompliment ging auch an Schiedsrichter Michael Tryankowski, der „eine gute Leistung zeigte."
Der Spielfilm: 0:1 Fey (6.), 0:2 Kron (32.), 0:3 Gattung (53.), 1:3 Kappel (56.), 2:3 Dudek (76.), 3:3 Heim (88.)
Die weiteren Partien im Steno:
Tore: 0:1 Giloy (45.), 0:2 Schomburg (82.)
Tore: 1:0 Ender (9.), 2:0 Zimmermann (51.), 3:0 Steinbach (53.), 4:0 Buech (61.), 5:0 Zimmermann (65.), 6:0 Jäckel (69.), 7:0 Ender (85.)
Verlegte Partien: