
Noch sechs Minuten stehen auf der Uhr. Es steht 5:0 für den FC Emmering. Die Meistershirts sind längst verteilt. Trotzdem noch ein letzter Einsatz bei Emmerings Kapitän Michael Strauß. Die große Sause nach dem Schlusspfiff soll ohne Gegentor stattfinden, und so kratzt er einen Gernlindener Versuch gerade noch so von der Linie.
„Das zeigt, welchen Willen die Mannschaft hat“, sagt FCE-Coach Stefan Hebding. Damit meint er auch die Partie gegen den TSV Gernlinden, in der sich fünf Spieler die Tore aufteilen: Matthias Pitzl, Lennard Haberer, Sebastian Ernst, Adrian Schick und in der zweiten Halbzeit dann noch Julian Bergen per Elfmeter.
Der Sieg vor 250 Fans war auch in der Höhe völlig verdient. Der Gast aus Gernlinden bemühte sich zwar, nicht nur für die Meisterfeier des Gegners Spalier zu stehen. Knapp eine halbe Stunde gelang es dem TSV auch recht respektabel, dem Emmeringer Angriffsdruck zu widerstehen. Doch dann knickten die Gernlindener mehr und mehr ein.
Für Hebding war es aber auch der Lohn der Mühen für eine Saison, in der man zudem noch ungeschlagen ist. „Eigentlich haben wir ja zwei Jahre Anlauf genommen.“ Er verwies auf die Runde davor, als mit dem SC Fürstenfeldbruck und Rot-Weiß Überacker die Konkurrenz noch etwas zu stark war. Nun aber habe es sich ausgezahlt, dass man nach dem Abstieg 2024 vermehrt auf die eigene Jugend gesetzt habe.
„Die Jungs haben viel für den Aufstieg gegeben“, lobte Hebding die Einstellung der Mannschaft von Saisonbeginn an. Deshalb hätte das Team sich die Feier verdient. Bereits in den Schlussminuten tauchten Biertragerl in Emmerings Coachingzone auf. Für die Zeit nach dem Spiel kündigte Hebding „open end“ an. Einige Spieler hatten sich für den Brückentag freigenommen. „Viel Zeit, alles zu genießen.“