Bei einem Abbruch würde der SV Hebertsfelden in die Bezirksliga zurückkehren
Bei einem Abbruch würde der SV Hebertsfelden in die Bezirksliga zurückkehren – Foto: Alfred Brumbauer

Quotienten-Tabellen: So sieht es im Kreis West aus

Der SV Hebertsfelden und der FC Eintracht Landshut würden auch bei einem Abbruch in die Bezirksliga aufsteigen +++ Der SC Aufhausen und der SV Altheim würden bei einer Quotienten-Wertung noch ganz nach oben klettern

Das Abbruch-Szenario rückt näher. Wenn ab dem 3. Mai nicht überall uneingeschränkt trainiert werden darf, wird die Saison 2019/2021 mit großer Wahrscheinlichkeit abgebrochen. Tritt dieser Fall ein, wird der Paragraph 93 der BFV-Spielordnung gezogen. Es würde dann in den jeweiligen Ligen keine Releganten, sondern nur Direkt-Aufsteiger und Direkt-Absteiger geben. Zur Errechnung der Quotienten, die für das Tabellenbild ausschlaggebend sind, wird die Punktezahl eines Vereins durch die Anzahl der absolvierten Spiele dividiert. Lediglich in zwei Ligen im Kreis West (Kreisklasse Dingolfing, A-Klasse Landshut) würde es bei einem Abbruch zu einem Führungswechsel kommen. Zudem würden alle Teams, die aktuell auf den Abstiegsrängen stehen, auch bei der Anwendung des § 93 nach unten müssen.

Kreisliga Isar-Rott
Der SV Hebertsfelden und der FC Simbach b. Landau lieferten sich im bisherigen Saisonverlauf ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die beiden Bezirksliga-Kandidaten bestritten bis dato 18 Partien, in denen der Tabellenführer 39 Zähler verbuchte, während die zweitplatzierten Simbacher Kicker 37 Punkte einspielten. Somit würde Hebertsfelden bei einem Abbruch als Aufsteiger feststehen. Eine Etage nach unten ginge es neben dem Schlusslicht DJK-ASV Stubenberg auch für den FC Wallersdorf, der einen Quotienten von 0,94 aufweist und damit knapp hinter dem SV Schönau (1,00) liegt.

Kreisliga Donau-Laaber
Wenn der Paragraph 93 gezogen wird, darf sich der FC Eintracht Landshut über den erstmaligen Sprung in die Bezirksliga freuen. In die Kreisklasse ginge es für den SSV Pfeffenhausen und die SG Großmuß / Hausen.

Der SC Aufhausen würde den FC Oberpöring in der Kreisklasse Dingolfing noch von der Pole-Position verdrängen
Der SC Aufhausen würde den FC Oberpöring in der Kreisklasse Dingolfing noch von der Pole-Position verdrängen – Foto: Christian Müller


Kreisklasse Pfarrkirchen
Relativ klar sind die beiden relevanten Entscheidungen in der Kreisklasse Pfarrkirchen. Der souveräne Tabellenführer ESV Mitterskirchen würde in die Kreisliga aufsteigen, das abgeschlagene Schlusslicht TV Bad Birnbach müsste den bitteren Gang in die A-Klasse antreten.

Kreisklasse Dingolfing
Das aktuelle Ranking der Kreisklasse Dingolfing führt zwar der FC Oberpöring an, wird allerdings abgebrochen, steht der SC Aufhausen in der Quotienten-Tabelle ganz oben. Die Plötz-Truppe hat einen Punkteschnitt von 2,11 und liegt damit knapp vor den Oberpöringer Fußballern (2,04), die zudem auch noch knapp hinter die SpVgg Haberskirchen (2,06) zurückfallen würden. Als Absteiger stände die DJK Altenkirchen fest.



Kreisklasse Landshut
Komplett unspektakulär würden die Entscheidungen in der Kreisklasse Landshut ausfallen. Der TSV Tiefenbach ist das Nonplusultra der Liga und würde als eindeutiger Aufsteiger feststehen. Einen Direkt-Absteiger gibt es nicht, da der TSV Altfraunhofen seine Mannschaft während der Saison aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat.

Kreisklasse Kelheim
Der aktuelle Spitzenreiter FSV Sandharlanden würde auch bei einem Abbruch ganz oben stehen. Hauchdünn wäre die Abstiegsentscheidung: Die SG Siegenburg / Train (Quotient: 0,53) hätte gegenüber dem TSV Sandelzhausen (0,58) knapp das Nachsehen und müsste deshalb in der Spielzeit 2021/2022 in der A-Klasse an den Start gehen.


Kreisklasse Mallersdorf
Der FC Hohenthann ist in der Kreisklasse Mallersdorf das dominierende Team und hätte auch bei einem Abbruch eindeutig die Nase vorne. Der SV Kläham wäre der einzige Absteiger, während sich der SC Eggmühl, der lediglich 12 Zähler einspielen konnte, retten würde.

Die Kicker des SV Altheim würden in der A-Klasse Landshut bei Anwendung der Quotienten-Regel noch nach ganz oben klettern
Die Kicker des SV Altheim würden in der A-Klasse Landshut bei Anwendung der Quotienten-Regel noch nach ganz oben klettern – Foto: Alfred Brumbauer

A-Klasse Eggenfelden
Die SG Malgersdorf steht mit 15 Spielen und 43 Punkten souverän an der Spitze und würde auch bei einem Abbruch als Meister feststehen.

A-Klasse Landshut
Anders sieht es in der A-Klasse Landshut aus: Hier löst der SV Altheim dem aktuellen Tabellenführer SSV Landshut-Schönbrunn als Tabellenführer ab. Altheim hat in 16 Spielen 39 Punkte gesammelt (Quotient: 2,44), während Landshut-Schönbrunn mit 41 Zählern in 17 Spielen mit einem Quotienten von 2,41 den Kürzeren ziehen würde.

A-Klasse Kelheim
Klar ist auch die Sache in der A-Klasse Kelheim, denn der aktuelle Spitzenreiter SG Laimerstadt (39 Punkte) ist um zwei Punkte besser gestellt als der FC Teugn (37 Punkte). Beide Vereine haben je 16 Spiele bestritten.

A-Klasse Mainburg
Mit nur einem Zähler Vorsprung bleibt Türkspor Mainburg auch bei einem Abbruch vor dem TSV Elsendorf, obwohl der TSV nur eine Niederlage einstecken musste. Vier Unentschieden im Vergleich zu zwei Remis von Mainburg wären am Ende ausschlaggebend.

A-Klasse Mallersdorf
Keine Rechenspiele sind in der A-Klasse Mallersdorf notwendig. Der SV Ohu-Ahrain führt mit einem Fünf-Punkte-Polster die Tabelle vor der SG Hainsbach / Geiselhöring an. Bei jeweils 17 durchgeführten Spielen stünde der SV somit als Meister und Aufsteiger fest.

A-Klasse Vilsbiburg
Knapp geht es in der A-Klasse Vilsbiburg her: Die SpVgg Loiching ist zwar drei Punkte besser als Hauptkonkurrent SV Neufraunhofen II gestellt, hat jedoch auch ein Spiel mehr absolviert. Doch auch die Quotientenregel würde das Tabellenbild nicht verändern. Mit einem Punktschnitt von 2,24 bleibt Loiching knapp vor der Bezirksliga-Reserve (2,19).

A-Klasse Landau/Isar
Die Zweitvertretung des FC Dingolfing führt die Tabelle mit nur einem Zähler Vorsprung vor dem TSV Eichendorf an. Da aber beide Teams 16 Spiele absolviert haben, ist es nicht notwendig, den Taschenrechner zu zücken.

4711 Aufrufe1.4.2021, 08:00 Uhr
Thomas Seidl / Andreas SantnerAutor

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