
Nils Rosemann war in einem Alter, in dem sich Vereine so allmählich Gedanken machen, ob ein Spieler vielleicht den Sprung aus der A-Jugend in den Seniorenbereich schaffen kann. Am Freitag jedoch kam es zu einem Schicksalsschlag, der nicht nur seinen Verein Sportfreunde Vorst, seine Familie und Freunde, sondern auch den gesamten Fußball in eine Schockstarre versetzt. Der 17-jährige wurde bei einem Autounfall zunächst schwer verletzt.
Die Sportfreunde Vorst verkünden diese Nachricht tief traurig auf ihren Instagram-Kanal. "Es gibt Momente, in denen können Worte, seien sie noch so bedacht gewählt, nicht annähernd ausdrücken, welch Schmerz eine Familie, eine Freundesgruppe, eine Mannschaft und einen ganzen Verein trifft", heißt es dort sehr treffend. "Ein solcher Schmerz schoss am Freitagabend tief in unsere Herzen und lässt sie seitdem nicht mehr los. Ein Schmerz, der nun schon viele Stunden anhält und noch Tage, Monate, gar Jahre zu spüren sein wird."
Seit seinem sechsten Lebensjahr lief Nils Rosemann für die Sportfreunde auf, was klar macht, dass es für ihn gemeinsam mit seinen vielen Mannschaftskameraden längst um viel mehr als nur um Fußball ging. In einer Zeit, in der Vereinswechsel oft schon die frühe Vita von Fußballern dominieren. "Noch viel mehr wirst Du ihr aber als Freund fehlen", heißt es in der Stellungnahme demnach weiter. "Wir Sportfreunde sind unendlich stolz, dass wir so viele Jahre ein Teil Deines Lebens hier auf der Erde sein durften und begleiten Dich in Gedanken weiterhin auf dem Weg, den Du seit heute gehst." Auch unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei allen, die Nils gekannt und geschätzt haben.
Einem Bericht der NGZ zufolge befand sich der junge Fußballer im Fahrzeug zusammen mit seiner Mutter, die ebenfalls schwer verletzt wurde. Der PKW war offenbar mit einem LKW zusammengestoßen, der auf der L361 in Richtung Glehn unterwegs war und von einem 63-jährigen Mönchengladbacher gesteuert wurde. Der LKW kippte auf das Fahrzeug und klemmte die beiden Insassen ein, der genaue Unfallhergang ist dem Bericht nach noch ungeklärt.
