2026-05-12T12:35:39.633Z

Vom Spielfeldrand

85., 90+7, Tabellenführung: Flechums verrückte Schlussnummer

Flechum dreht durch, Papenburg verzweifelt und irgendwo lacht ganz leise die Tabelle

von E. L. · Gestern, 10:39 Uhr · 0 Leser

Der SV Flechum hat sich in Papenburg nicht nur drei Punkte geschnappt, sondern gleich auch wieder den Platz an der Sonne. Während Raspo Lathen über den eigenen Fauxpas grübelt, marschiert Flechum dank eines späten Dreierpacks von Nils Gudewill wieder auf Rang eins. Und der FC Wesuwe? Wartet mit einem Spiel weniger wie der Typ an der Supermarktkasse, der plötzlich merkt, dass die Schlange doch schneller wird.

Gudewill macht den späten Spielverderber

Dabei begann der Abend eigentlich nach Geschmack der Gastgeber. Jan-Niklas Hahn traf bereits nach elf Minuten zur Führung für Eintracht Papenburg, nachdem Flechum zuvor sogar ein Abseitstor aberkannt bekam. Die Partie blieb lange ein klassisches Kreisliga-Kampfspiel: viel Einsatz, viele Chancen, ständig das Gefühl, dass gleich irgendwo einer mit letzter Kraft in die Grätsche fliegt.

Papenburg hatte mehrfach die Gelegenheit zum zweiten Treffer, doch Flechum schüttelte sich nach der Pause einmal kurz wie ein nasser Hund und war plötzlich deutlich besser drin. Nils Gudewill glich nach starkem Zusammenspiel über die linke Seite zunächst zum 1:1 aus, ehe die Gäste immer mehr Druck entwickelten.

Als alle schon mit einem Unentschieden rechneten, machte Gudewill dann das, was Torjäger eben tun: Er tauchte spät auf und ruinierte anderen Leuten den Abend. Erst traf er in der 85. Minute zum 2:1, dann setzte er in der Nachspielzeit noch das 3:1 hinterher. Dreierpack. Tabellenführung. Feierabend.

Meisterrennen? Eher ein wilder Einkaufswagen mit kaputtem Rad

Durch den Patzer von Raspo Lathen springt Flechum wieder auf Platz eins. Lathen rutscht auf Rang zwei, während der drittplatzierte FC Wesuwe mit einem Spiel weniger weiter gefährlich grinst. Und selbst Blau-Weiß Lorup darf nach dem eigenen Sieg zumindest wieder vorsichtig anfangen zu rechnen, so wie man nachts um halb eins plötzlich doch noch die Tabelle öffnet und denkt: „Ja gut… theoretisch.“

Begleitet wurde das ganze Kreisliga-Chaos einmal mehr vom FuPa-Liveticker von Max Robben, der die wilde Schlussphase samt spätem Gudewill-Doppelpack live festhielt. FuPa macht den Amateurfußball sichtbar. Ihr für uns. Wir für euch. Immer!