2026-03-05T07:49:35.839Z

Allgemeines

6:4-Spektakel: Regionalliga-Spitzenreiter SGV Freiberg verliert

Abwehrchaos beim Regionalliga-Tabellenführer SGV Freiberg bei der Generalprobe beim Oberligisten VfR Mannheim

von red · 14.02.2026, 16:20 Uhr · 0 Leser
– Foto: Carsten Trebuth

Zwischen offensiver Spielfreude und defensiven Sorgen: Der SGV Freiberg, Tabellenführer der Regionalliga Südwest, verliert heute einen wilden Test beim Oberliga-Spitzenreiter VfR Mannheim mit 4:6, blickt aber dennoch entschlossen auf den Rest der Saison.

Es sind diese Nachmittage, an denen die Gesetze der Taktiktafel der puren, ungefilterten Leidenschaft des Fußballs weichen müssen. Im Schatten der Erwartungen an eine kontrollierte Generalprobe entwickelte sich das Testspiel zwischen dem VfR Mannheim und dem SGV Freiberg zu einem emotionalen Wellental. Dass der Spitzenreiter der Regionalliga Südwest beim Primus der Oberliga am Ende mit 4:6 den Kürzeren zog, schmerzt.

Schon nach wenigen Sekunden war die defensive Ordnung der Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku nur noch Makulatur. Pasqual Pander schockte den SGV Freiberg mit dem 1:0 in der ersten Spielminute. Doch wer die Moral dieses Teams kennt, wusste, dass dies nur der Funke für ein loderndes Feuer war.

Meghôn Valpoort glich in der 16. Minute aus, und als Marius Köhl nur 120 Sekunden später das 1:2 erzielte, schien die Welt für den Favoriten wieder in den Angeln zu liegen. Es war ein Schlagabtausch mit offenem Visier, der durch Alexander Esswein (23.) und Alexandru Paraschiv (29.) erneut zugunsten der Mannheimer kippte.

Die Freiberger Defensive wirkte in dieser Phase wie ein aufgewühltes Meer. Shaban Veselaj erhöhte auf 4:1 (41.), bevor erneut Pasqual Pander in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 5:2 markierte. Ein Debakel drohte. Doch der SGV bewies das Herz eines Tabellenführers.

Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Männer von Kushtrim Lushtaku gegen das drohende Schicksal. Benedikt Grawe verkürzte per Foulelfmeter (52.), und als Julian Kudala in der 62. Minute zum 5:4 traf, bebte der Platz vor Hoffnung. Die Sensation lag in der Luft, das Comeback war greifbar nah, bis Erich Berko in der Nachspielzeit (90.+2) den Schlusspunkt zum 6:4 setzte und die Hoffnungen jäh beendete.

Doch Zeit zum Wundenlecken bleibt beim SGV Freiberg nicht. Die Achterbahnfahrt von Mannheim war lediglich das Vorspiel für den Moment, auf den die gesamte Region seit Wochen hinfiebert. Wenn am Samstag, 21.02.2026, um 14 Uhr der Pfiff im ersten Pflichtspiel des Jahres 2026 ertönt, zählt das Spektakel der Vorbereitung nichts mehr. Dann geht es in der Regionalliga Südwest wieder um das nackte Überleben und den Traum vom Aufstieg.

Der Gegner ist der SV Eintracht Trier 05. Es ist ein Duell, das elektrisiert. Während Mannheim ein wildes Experiment war, muss gegen Eintracht Trier die unter Trainer Kushtrim Lushtaku so oft beschworene Stabilität zurückkehren. Die Offensivkraft, die in Mannheim vier Tore produzierte, ist das Faustpfand des Spitzenreiters, doch die sechs Gegentore stehen wie ein Mahnmal im Raum. Die Spieler des SGV Freiberg wissen: In der Liga werden solche Unkonzentriertheiten bestraft, dort gibt es keinen Platz für die freundschaftliche Leichtigkeit eines Testspiels.