
Bergstraße (jz/net/ü/niwa/ü). Der VfR Fehlheim ist im Stadtderby der Gruppenliga seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die TSV Auerbach bleibt nach dem 3:3 gegen Tabellenführer VfB Ginsheim 2026 ungeschlagen, während sich die SG Wald-Michelbach als auch der SV Fürth zurückgemeldet haben im Rennen um den Klassenerhalt. Der FC Fürth rückte auf Rang vier vor, profitierte dabei von einer schwächelnden FSG Riedrode.
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Unterm Strich war es ein verdienter Sieg der Gastgeber, die ein leichtes Chancenplus besaßen. „Das war ein hartes Stück Arbeit, die Jungs haben das aber als Einheit sehr gut gemacht“, sagte VfR-Trainer Sebastian Lindner. Zufrieden war er vor allem mit der Tatsache, dass seine Mannschaft nach einer frühen Ampelkarte gegen Belmin Müller über eine Stunde mit einem Spieler weniger auf dem Platz stand und in der Defensive gut agierte. Bensheims Trainer Constantin Renner sprach von einer „vergebenen Chance“ seiner Mannschaft, die sich trotz des personellen Engpasses sehr gut präsentiert habe, sich am Ende aber keine echten Chancen erspielen konnte. Renner: „Am Ende hat das Ergebnis irgendwie seine Richtigkeit.“ Tore: 1:0 Butz (40.), 1:1 Hechler (51.) 2:1 Politakis (60.). – Schiedsrichter: Wenzek (Wixhausen). – Zuschauer: 150. – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Müller (26., VfR) wegen Foulspiels und Reklamierens; Perchner (78., VfR) scheitert mit Elfmeter an Kurz. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Hechler, Budimir.
Der Klassenerhalt scheint wieder machbar für die SGW nach dem vierten Sieg in Folge. Nach zähem Start gegen aggressiv spielende Gäste und frühem Rückstand wachten die Überwälder auf, kamen zum Ausgleich, und der Bann war gebrochen. Die SGW beherrschte fortan an das Spiel gegen tief stehende Gäste, und Alexander Qoku erhöhte nach sensationellem Volleyschuss auf 2:1. Büttelborns Keeper Felix Rossmann sah wenig später die Rote Karte nach Foulspiel an Kim Naas, der gestern an allen vier Toren beteiligt war. Und mit dem 3:1 durch Fabio Sattler war das Spiel entschieden vor rund 250 Zuschauern zum Ehemaligen-Frühschoppen der SGW, bei der Benjamin Sigmund als Trainer im Sommer aus gesundheitlichen Gründen aufhören wird. Tore: 0:1 Heinz (9., Foulelfmeter), 1:1 Sattler (28., Foulelfmeter), 2:1 Qoku (32.), 3:1 Sattler (47.), 4:1 Trares (84.). – Schiedsrichter: Reinhardt (JFC Feldberg/Schmitten). – Zuschauer: 250. – Besonderes Vorkommnis: Rot für Rossmann (59., SKV) wegen groben Foulspiels. – Bester SGW-Spieler: Naas.
Fürth will es nochmal wissen und oben in der Tabelle angreifen. „Wir sind motiviert, wollen weiter Druck ausüben und unsere restlichen Spiele alle gewinnen“, sagte FC-Sportdirektor Marco Knapp nach dem klaren Erfolg gegen Abstiegskandidat Alsbach. Und vom Gegner der Fürther kam gestern tatsächlich wenig Gegenwehr, „keine nennenswerte Torchance“, wie Knapp sagte. Die Mannschaft von FC-Trainer Ralf Ripperger indes offenbarte solides Spiel. Besonderes sehenswert war das 3:0 von Tim Gensel, mit der Hacke erzielt nach Vorarbeit von Andreas Adamek. „Alle Tore waren schön herausgespielt“, sagte der FC-Sportdirektor. Tore: 1:0 Adamek (4., Foulelfmeter), 2:0 Sielmann (17.), 3:0 Gensel (21.), 4:0 Gebhardt (39.), 5:0 Sielmann (50.), 6:0 Gensel (88.). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.
„Das war ein extrem wichtiger Sieg, quasi überlebenswichtig“, sagte SVF-Sportchef Valeri Biljuk zum „Finalspiel“ seiner Mannschaft: „Hätten wir heute verloren, wären wir raus gewesen.“ Und die Mannschaft von Trainer Jochen Ingelmann präsentierte sich denn auch kämpferisch, offenbarte viel Laufarbeit. Das 1:0 war Eigentor, sorgte aber für mächtig Schwung bei den Fürthern. „Das hat uns beflügelt“, so Biljuk. Doch Groß-Bieberau war keine Laufkundschaft, setzte immer wieder Nadelstiche und kam auch zu guten Chancen. Der SVF aber hielt gut dagegen, und Torwart David Hummel überzeugte gute Paraden. Der Gegenpart, SV-Torwart Marlo Allmann, verletzte sich kurz vor Abpfiff nach einem Zusammenprall indes schwer. Tore: 0:1 Halbig (5.), 0:2 Sirigu (90.+3). – Schiedsrichter: Safi (Sportvgg. Hüttengesäß). – Zuschauer: 100. – Beste SVF-Spieler: Weise, Marx, Kempf.
Die Gastgeber waren ab der 30. Minute in Unterzahl. Wäre das Spiel in Gleichzahl zu Ende gegangen, wäre ein Sieg realistisch gewesen, befand TSV-Trainer Peter Brandenburger. Der Platzverweis war aus Brandenburgers Sicht umstritten und hätte aufgrund einer Abseitsstellung im Vorfeld nicht gegeben werden dürfen. Zu diesem Zeitpunkt lag Auerbach in Führung und machte ein gutes Spiel. Aufgrund zweier defensiver Unzulänglichkeiten drehte Ginsheim Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel. Dank Fuller, der den Torwart umkurvte, sicherten sich die Rot-Weißen immerhin einen Punkt. Tore: 1:0 Kotek (17.), 1:1 Czepecha (18.), 2:1 Brunner (28.), 2:2 (60.), 2:3 Özer (70.), 3:3 Fuller (78.). – Zuschauer: 200. – Bes. Vorkommnis: Rot für David (30., TSV), Notbremse.
Die Luft ist wohl raus bei Riedrode nach der fünften Niederlage seit Ende der Winterpause. Die FSG war in der ersten Halbzeit noch gut im Spiel – Tim Rieidinger gelang aus dem Gewühl heraus das 1:1. Doch mit dem Strafstoßtor der Gastgeber zum 2:1 ging es bergab. Tore: 1:0 Roth (22.), 1:1 Riedinger (30.), 2:1 Wertge (60., Foulelfmeter), 3:1 Jozic-Naumann (79.), 4:1 El Mard (89.). – Schiedsrichter: Titze (FV Steinau). – Zuschauer: 100. – Bes. Vorkommnis: Rot für Asutay (84., FSG). – Beste FSG-Spieler: geschlossene Leistung.