
Neu-Isenburg. Die ohnehin an Highlights nicht gerade arme Saison des Verbandsligisten TuS Hornau ist am Mittwochabend um einen weiteren Höhepunkt erweitert worden. Im Halbfinal-Hinspiel der Hessenliga-Relegation siegten die Hornauer beim SV Pars Neu-Isenburg nach nahezug perfekter Leistung mit 5:1 und stehen somit kurz vor dem Einzug ins Endspiel um den Aufstieg. Diesen könnten die TuS am Samstag vor heimischer Kulisse klarmachen, wenn es zum Rückspiel geht.
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Auch Hornaus Trainer Andreas Klöckner ordnete diesen Abend ganz nach oben ins Regal seiner Fußball-Erinnerungen als Aktiventrainer ein. "Von der Stimmung, dem Ergebnis, der Wichtigkeit des Spiels her. Und natürlich auch von dem, was meine Jungs da abgerissen haben." Beim SV Pars, eine gestandene Mannschaft, die mit ehemaligen Hessenliga- und in Denis Streker sogar mit einem Ex-Bundesligaspieler gespickt ist, überstanden die Gäste eine druckvolle erste halbe Stunde. Ehe sie selbst dominanter wurden, zur richtigen Zeit die Tore erzielten und am Ende einem dezimierten Gegner unablässig in Verlegenheiten brachte.
"Wenn ich mir ein Spiel hätte malen können, hätte es so ausgesehen", sagte Klöckner. Leidenschaft, Mut, Wille, Laufbereitschaft: Die "talentfreien" Tugenden warfen die Hornauer in die Waagschale und weil sie eben auch gut kicken und extrem gut kontern können, sorgten sie mit diesem Ergebnis gefühlt schon für die Vorentscheidung im Hinspiel. Rund um die 45. Minute passierten die vorentscheidenden Szenen des Spiels. Beim 0:1 traf Hendrik Sexauer kurz vor der Pause mit einem satten Schuss aus rund 25 Metern unter die Latte. Kurz nach dem Seitenwechsel wurde Krish Raweri per Trikotzupfer im Strafraum zu Fall gebracht. Die Folge: Elfmeter, Gelb-Rot für Pars-Spieler Besmir Haliti und das Tore zum 2:0 durch den Gefoulten.
Selbst als Samuel Baltes einen unnötigen Handelfmeter verursachte (Gianluca Alessandro verwandelte), ließen sich die Gäste in Überzahl nicht nachhaltig aus der Ruhe bringen. Und legten stattdessen drei Treffer - allesamt durch Goalgetter Krish Raweri - nach. Beim 1:3 schickte ihn Maxim Andreutti, der in seinem ersten Startelfeinsatz nach Muskelbündelriss auf der Sechs eine überragende Leistung zeigte - auf die Reise. "Das war der Knotenlöser, danach ging es nur noch in eine Richtung", sagte Klöckner. Der andere bärenstarke Sechser, Jafet Redai, legte quer auf den freistehenden Raweri - 1:4. Den Schlusspunkt erzielte Hornaus Schüsselspieler nach Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Luke Lange.
Bloß kein Larifari im Rückspiel
Nach diesem Ergebnis dürfte die größte Herausforderung im mentalen Bereich werden. Dass im Rückspiel Larifari-Modus aufkommt ist allerdings unwahrscheinlich. Zu oft haben die Hornauer schon abgeliefert, als es darauf ankam. "Das Ergebnis gibt uns Sicherheit fürs Rückspiel. Aber Pars ist immer noch ein Top-Gegner mit einer super Mannschaft. In dieser Relegation ist so viel Qualität, da kannst du dich nicht ausruhen", sagt Klöckner.
Zuversicht ist allerdings da, zumal die TuS das Spiel ohne Verletzungn überstanden haben. Die Hornauer werden das Parallelspiel zwischen Viktoria Griesheim und der SG Bad Soden beobachten, um für ein eventuelles Finale am kommenden Dienstag gerüstet zu sein. Sollte Bad Soden das Endspiel erreichen ist der Finalort Hanau, sollte Griesheim es schaffen, wird in Kelsterbach gespielt.
Bis dahin ist allerdings noch das Rückspiel auf dem Plan. Dafür wappnet sich der Verein auch organisatorisch. Eine Wiese wurde gemäht, um mehr Parkraum zu schaffen, dazu wird es zwei Eingänge und zwei Grillstände geben.