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„50 Prozent waren nicht in der Vorbereitung“ ‒ Kreisklassist muss sich im Ligabetrieb warmspielen

von Wolfgang Herfort · 14.08.2025, 08:38 Uhr · 0 Leser
FB KK Aßling , Trainer Laszlo Ziegler
FB KK Aßling , Trainer Laszlo Ziegler – Foto: Sro

Neuling Schechen zu Gast: Wegen mangelnder Vorbereitung muss sich der TSV Aßling im laufenden Betrieb einspielen.

Auf dem Büchsenberg fällt am Freitag um 17.30 Uhr für den TSV Aßling der Startschuss in der Kreisklasse 1 (Inn/Salzach). Gegen einen Gegner, den man seit mehreren Jahren nur aus der Ferne verfolgte. Denn der SV Schechen kickte bislang in der Kreisklasse 2 (Inn/Salzach).

Ganz unbekannt seien deren Spieler um Coach Markus Höhensteiger aber nicht, versicherte Aßlings neuer Trainer Laszlo Ziegler. Er traut den Gästen sogar zu, „zur Überraschungsmannschaft der Saison“ zu werden. Zumal sie eine respektable Vorbereitung („die sind im Flow“) hinter sich gebracht hätten und in den vergangenen Jahren stets im vorderen Drittel der Liga zu finden gewesen seien.

„Wir sind keineswegs bei 100 Prozent. 50 Prozent der Mannschaft waren in der Vorbereitung nicht da.“

Laszlo Ziegler

„Mit Josef Weichselbaumer haben sie eine Granate im Angriff“, weiß Ziegler, „wohl der beste Stürmer der Liga.“ Auch Josef Wittmann nötigt dem Aßlinger Respekt ab, „auch wenn der aus einer Verletzungsphase kommt“. Was die Büchsenberger dem entgegenzusetzen hätten, wirkt fast bescheiden. „Wir sind keineswegs bei 100 Prozent“, klagt Ziegler. „50 Prozent der Mannschaft waren in der Vorbereitung nicht da.“

Zwar seien inzwischen alle Urlauber zurück, „aber optimal ist die Ausgangslage nicht“. Zumal Kevin Jaworski und Philipp Stacheter ihre Blessuren nicht auskuriert haben. „Wir gehen die Sache von daher mit viel Respekt an“, sagt der Aßlinger Coach. Allerdings auch mit viel Vorfreude. „Jetzt müssen wir uns eben im Punktspielbetrieb einspielen. Vielleicht gar nicht so schlecht.“

Einen Hemmschuh will Ziegler seinen Spielern möglichst schnell „ausziehen“. „Jeder hat noch von den vielen Trainerwechseln der vergangenen Saison etwas anderes im Kopf. Es braucht Zeit, dass alle auf einem Level sind.“ Ziel sei natürlich nicht nur der Klassenerhalt. „Wir wollen unsere Zuschauer auch mit unserer Art und Weise, Fußball zu spielen, beeindrucken“, verrät Ziegler.

Nach seinem Intermezzo in Kirchseeon ist der 38-Jährige froh, zurück auf dem Büchsenberg zu sein. „Es macht Spaß hier, man kennt die Gesichter, weiß, wie der Hase läuft.“ Ob das reicht, um mit einem nicht eingespielten und ersatzgeschwächten TSV-Kader einen positiven Saisonstart hinzulegen, wird man sehen.