
Der Glaspalast in Sindelfingen rüstet sich für die nächsten großen Tage des Hallenfußballs: Der VfL Sindelfingen und der GSV Maichingen richten bis zum 04.01.2026 eines der größten und bedeutendsten Hallenfußballturniere für Amateurmannschaften in Deutschland aus. Die 41. Sindelfinger Hallenfußball-Gala läuft seit dem 19.12.2025, das Vorturnier mit 36 Gruppen ist abgeschlossen – morgen beginnt das Hauptturnier. Über 170 Vereinsmannschaften haben in Vor- und Hauptrunde ihren Platz, und die Rahmenbedingungen sind außergewöhnlich: Großspielfeld, Rundum-Bande, Kunstrasen mit Granulatfüllung. Titelverteidiger ist der VfL Pfullingen.
Ein Turnier, das Maßstäbe setzt
Die Sindelfinger Hallenfußball-Gala ist längst mehr als ein Termin zwischen den Feiertagen. Sie ist ein Marathon des Amateurfußballs, ein Wettbewerb, der sich über Wochen zieht und in seiner Dimension selten ist. Dass in Vor- und Hauptrunde über 170 Vereinsmannschaften teilnehmen, macht die Wucht dieses Turniers greifbar: Hier geht es nicht um ein einzelnes Abendprogramm, sondern um ein Ereignis, das Vereine bündelt, Wege kurzschließt und den Hallenfußball in ein Format hebt, das sonst eher aus dem Profibereich bekannt ist.
Bundesliga-Bedingungen für den Amateurfußball
Die Bedingungen im Glaspalast entsprechen Bundesligaturnieren: gespielt wird auf dem Großspielfeld, umgeben von einer Rundum-Bande, auf Kunstrasen mit Granulatfüllung. Das verändert Rhythmus und Emotionen. Die Bande hält den Ball im Spiel, das Tempo steigt, Umschaltmomente entstehen ohne Pause. Gleichzeitig verlangt das Großfeld Ordnung und Laufarbeit – wer sich nicht sauber sortiert, wird im offenen Raum gnadenlos erwischt. Diese Kombination aus ständiger Bewegung und großer Fläche macht den Reiz – und die Härte – der Gala aus.
Vom Vorturnier zur Hauptrunde: Jetzt beginnt die eigentliche Jagd
Das Vorturnier mit 36 Gruppen ist abgeschlossen, die Vorarbeit ist getan, die Spreu wurde vom Weizen getrennt. Morgen startet das Hauptturnier – und damit die Phase, in der jeder Name auf dem Spielplan plötzlich Gewicht bekommt. Zwölf Minuten Spielzeit pro Partie lassen zwar Raum für Struktur, aber keine Luft für Nachlässigkeit. In diesem Turnierformat kann ein einziger Fehler den Abend kippen, ein einziges Tor eine Gruppe öffnen.
Titelverteidiger Pfullingen als Fixpunkt
Mit dem VfL Pfullingen geht der Titelverteidiger in die entscheidenden Tage. Allein dieser Status verändert die Wahrnehmung: Pfullingen wird nicht nur Gegner sein, sondern Messlatte. In der Gruppe D am Samstag trifft der VfL Pfullingen unter anderem auf TuS Ergenzingen, den 1. FC Lauchhau-Lauchäcker 04, den FV Radnik Sindelfingen und die U19 der SG Sonnenhof Großaspach. Schon diese Zusammenstellung zeigt, wie breit das Turnier gedacht ist: Amateurmannschaften im Wettbewerb, ergänzt durch U19-Teams, die ihren eigenen Hunger in die Halle tragen.
Freitag: Der Auftakt der Hauptrunde in drei Gruppen
Am morgigen Freitag (02.01.2026) beginnt das Hauptturnier mit den Gruppen A bis C. In der Gruppe A stehen TSV Schlierbach, VfB Neckarrems 1913, SV Fellbach, TV Darmsheim und TSV Dagersheim im Tableau. Die Gruppe B vereint SpVgg Renningen, SG Hochberg/Hochdorf, SV Rohrau, SV Böblingen und den SKV Rutesheim. In der Gruppe C treffen FC Germania Friedrichstal II, VfR Wormatia Worms U21 II, SSV Reutlingen, SpVgg Holzgerlingen und die U19 der TSG Balingen aufeinander. Diese Gruppen lesen sich wie ein Querschnitt durch den regionalen und überregionalen Amateurfußball – und genau daraus lebt der Glaspalast: aus Vergleichen, die man draußen selten so dicht getaktet bekommt.
Samstag: Fünf weitere Gruppen – und Sindelfingen mittendrin
Am Samstag (03.01.2026) wächst die Gala endgültig zur Hallenlandschaft. Neben der Gruppe D (mit Titelverteidiger Pfullingen) gehen die Gruppen E bis I an den Start. In der Gruppe G ist der VfL Sindelfingen selbst vertreten, dazu TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, SV Westerheim, ABV Stuttgart und TuS Ergenzingen U19. In Gruppe I tritt der GSV Maichingen an – gemeinsam mit TSV Ziemetshausen, FSV Hollenbach, Türkspor Stuttgart und Spvgg Aidlingen. Gastgeber auf dem Feld, Gastgeber auf den Rängen: Diese Konstellation gibt dem Turnier eine zusätzliche Spannung, weil jeder Ballkontakt auch ein Stück Heimanspruch trägt.
Sonntag: Zwischenrunde und K.-o.-Druck in einem Atemzug
Am Sonntag (04.01.2026) folgt die nächste Stufe: Die Gruppen K bis S bilden die Zwischenrunde, in der Platzierungen aus den vorherigen Gruppen zusammengeführt werden. Danach beginnt die K.-o.-Phase: Achtelfinals, Viertelfinals, Halbfinals – und schließlich das Finale. Es ist genau diese Dramaturgie, die die Gala so auflädt: erst der lange Weg über Gruppen, dann die plötzliche Endgültigkeit eines einzigen Spiels. Wer hier noch steht, trägt nicht nur Beine, sondern auch den Druck vieler Minuten auf Kunstrasen und unter Bande.
Ein Glaspalast, der bis zum 4. Januar nicht zur Ruhe kommt
Die Sindelfinger Hallenfußball-Gala ist ein eigener Kosmos. Großes Feld, Bande, Kunstrasen, über 170 Teams, ein abgeschlossenes Vorturnier und jetzt der Start des Hauptturniers: Das ist kein normales Hallenturnier, sondern ein Ereignis mit Anspruch und Wucht. Der Titelverteidiger VfL Pfullingen steht dabei genauso im Fokus wie die Gastgeber VfL Sindelfingen und GSV Maichingen – und über allem schwebt die zentrale Frage dieses Formats: Wer hält das Tempo, die Fläche und den Druck am längsten aus, wenn der Glaspalast zur Dauerbühne wird?