
Der Tabellenführer FC Finsing dominierte das Topspiel von Beginn an. Schon zur Halbzeit stand es 4:0 für die Gäste.
Es war ein Topspiel, das letztlich keines war. Kreisliga-Primus FC Finsing trat einfach zu überlegen auf – und so setzte es für den TSV Allershausen, vor diesem Spieltag der hartnäckigste Verfolger des Tabellenführers, eine deutliche 1:4 (0:4)-Heimschlappe.
Philipp Jordan, Abteilungsleiter des TSV, wollte gar nicht um den heißen Brei herumreden: „Finsing hatte in der ersten Halbzeit einen absoluten Sahnetag. Bei uns ist gar nichts zusammengelaufen.“ FCF-Coach Thomas Bonnet war hinterher natürlich vollends zufrieden: Nach der 1:2-Niederlage vom Mittwochabend gegen Kranzberg „haben wir bewiesen, dass wir es doch noch können“.
Zehn Minuten lang verlief das Match auf Augenhöhe. Doch wenig später war das Ding nach zwei individuellen Patzern der Hausherren fast schon durch. Erst hatte Christian Rickhoff einen Pass in die Tiefe gespielt, ein Allershausener Verteidiger drosch über das Leder – und so konnte Leonhard Hölzl die Kugel allein vor dem Tor einschieben (10.). Zehn Minuten später war die TSV-Verteidigung unsortiert. Finsing startete einen cleveren Angriff – und nach einem Pass von Dominik Bluhme in den Rückraum hatte Philipp Tholl aus vier Metern wenig Mühe, das Spielgerät unter die Querlatte zu wuchten (20.).
Danach hatte Allershausen die große Chance auf den Anschlusstreffer, der Schuss von Dario Turkman klatschte aber ans Quergebälk. Auf der anderen Seite agierte Finsing eiskalt und machte aus seiner nächsten Möglichkeit das nächste Tor: Kilian Schmitt flankte unbedrängt ins Zentrum, wo TSV-Aushilfskeeper Sebastian Kny das Leder nur abprallen lassen konnte. Florian Hölzl staubte zum 3:0 ab (31.). Den Schlusspunkt in der ersten Hälfte setzte Markus Rickhoff, der nach einer Ecke am langen Pfosten zur Stelle war (44.).
In Durchgang zwei ging Finsing angesichts der deutlichen Führung runter vom Gas. Mehr als ein erneuter Alu-Treffer von Turkman war für Allershausen aber zunächst nicht drin. Das 1:4 in der Schlussphase, ein direkter Freistoßtreffer von Paulo Just, war nicht mehr als Ergebniskosmetik (81.).