
Der BSV „Schwarz-Weiß“ Rehden hat das Testspiel beim neuformierten Westfalen-Oberligisten Rot Weiss Ahlen mit 0:4 (0:0) verloren. In einer ungewöhnlichen Partie über drei Halbzeiten à 40 Minuten setzten sich die Gastgeber vor rund 100 Zuschauern letztlich deutlich durch. Für den BSV stand dabei weniger das Resultat als vielmehr die Rückkehr in den Spielrhythmus im Mittelpunkt.
Nach zwei wetterbedingt schwierigen Wochen war die Freude groß, endlich wieder auf grünem Rasen spielen zu können. Entsprechend nutzte Rehden die lange Spielzeit, um mehreren Akteuren – darunter auch Gastspielern – Einsatzminuten zu geben. Gespielt wurden insgesamt 115 Minuten; ursprünglich waren 120 vorgesehen, die Partie wurde jedoch vorzeitig beendet, nachdem beide Trainer ihre Eindrücke gesammelt hatten.
Im ersten Drittel präsentierten sich die Schwarz-Weißen stabil. Rehden hielt gut dagegen, war präsent in den Zweikämpfen und erspielte sich selbst einige gute Torchancen. Ein Treffer gelang jedoch nicht. Auch Ahlen kam zu Möglichkeiten, doch insgesamt ließ der BSV wenig zu. Das hohe Pressing der Gastgeber erschwerte den Spielaufbau, sodass Rehden häufig auf lange Bälle und zweite Bälle ausweichen musste. Trotz eines leichten Chancenplus für den BSV ging es torlos in die erste Pause.
Auch im zweiten Drittel knüpfte Rehden zunächst an die ordentliche Leistung an. Nach rund 60 Minuten und mehreren personellen Wechseln verlor das Spiel jedoch an Struktur. Ahlen nutzte Fehler konsequent aus und ging durch einen Doppelschlag in Führung. Bernad Gllogjani (63.) und Marc Heider (64.) trafen nach einem Ballverlust und einem Stellungsfehler in der Rehdener Defensive. Kurz vor der zweiten Pause erhöhte erneut Gllogjani (79.) auf 3:0. Innerhalb weniger Minuten geriet die Partie aus Rehdener Sicht aus den Händen.
Im letzten Drittel musste der BSV nach einem Torwartfehler noch das 0:4 durch D. Wöstmann (91.) hinnehmen. Eigene Offensivaktionen blieben nun selten. Die besten Möglichkeiten hatte Javier Alejandro Paris, der nach einer Flanke per Kopf nur die Latte traf, sowie ein Distanzschuss. Zählbares sprang jedoch nicht mehr heraus.
Erschwerend kam hinzu, dass mehrere Stammspieler fehlten. Mit Beck, Monteiro, Lucic, Marusenko und Klann standen wichtige Akteure nicht zur Verfügung. Zudem agierten einige Spieler auf ungewohnten Positionen, was sich insbesondere in den späteren Spielphasen bemerkbar machte.
Trotz der deutlichen Niederlage lag der Fokus klar auf dem Wiedereinstieg in den Spielbetrieb. Positiv aus Rehdener Sicht: Die Mannschaft blieb trotz der intensiven Partie verletzungsfrei.
Trainer Kristian Arambasic zog nach dem Spiel ein differenziertes Fazit: „Nach zwei Wochen ohne Spiel war es vor allem wichtig, dass die Mannschaft wieder Fußball spielen konnte und niemand verletzt wurde. Das erste Drittel war ordentlich, danach haben wir leider den Faden verloren, gerade nach den Wechseln. Positiv war, dass wir drei Gastspieler einbinden konnten und wertvolle Erkenntnisse über ihre Positionen und Einsatzmöglichkeiten gewonnen haben.“
Auch dem Gegner zollte der Coach Respekt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rot Weiss Ahlen lange im Tabellenkeller der Oberliga Westfalen verbleiben wird. Mit den zahlreichen Neuzugängen verfügt Ahlen über brutale individuelle Qualität. Dass alles noch nicht eingespielt ist, ist völlig normal – sowohl für die neue Mannschaft als auch für den neuen Cheftrainer Marcel Stöppel.“
Abschließend ordnete Arambasic das Ergebnis ein: „Für uns war es insgesamt ein wertvoller Test, um zu sehen, wo wir aktuell stehen. Das Ergebnis fiel zwar deutlich aus, aber unter den gegebenen Umständen war es gut, überhaupt spielen zu können.“