2026-05-06T12:44:31.715Z

Spielbericht

3:4 in Pasing - Hadern lässt auch zweiten Matchball liegen!

von Oliver Schnitzer · Gestern, 22:40 Uhr · 0 Leser

Die „Erste“ des TSV Großhadern strapaziert die Nerven aller, die es mit dem Traditionsverein aus dem Münchner Süden, der in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen feiert, halten.

Bereits vor einer Woche hätte man mit einem Sieg gegen Kellerkind FT Gern den Klassenerhalt eintüten können, musste sich nach einem uninspirierten Auftritt aber verdient mit 1:2 geschlagen geben.

Die Konstellation vor dem Gastspiel bei DJK Pasing glich einem Matchball beim Tennis. Ein Punkt hätte Hadern genügt, endgültig den Haken unter eine für alle Beteiligten herausfordernde Saison machen und vielleicht einen etwas optimistischeren Blick in die Zukunft wagen zu können.

Aber Pustekuchen: der Auftritt in Pasing sorgte abermals für mehr Fragen als Antworten.

Fragen nach der Fitness, Fragen nach der Mentalität, Fragen nach dem Zusammenhalt. Natürlich war auch in diesem Spiel nicht alles schlecht. Man erspielte sich durchaus Torchancen, von denen man drei schließlich auch nutzen konnte. Aber man kassierte eben auch vier, zwei davon durch teils unglücklich, mindestens aber auch ungeschickt herbeigeführte Elfmeter.

Und bezeichnend ist dann eben auch, dass man in quasi keiner Phase des Spiels erkennen konnte, welches der beiden Teams noch darum kämpft, die Klasse zu halten.

Dieser unbedingte Wille, das eigene Tor zu schützen und gleichzeitig die Zielstrebigkeit und die Gier, das vielleicht siegbringende Tor zu erzielen, waren gleichermaßen nicht wahrzunehmen. Es war von allem zu wenig.

Natürlich muss man sich nicht dafür entschuldigen, sich im Verlauf der Saison eben diesen Vorsprung von fünf Punkten auf den Relegationsplatz erarbeitet zu haben.

Aber jetzt zu glauben oder den Eindruck zu erwecken, man könne die Saison irgendwie austrudeln lassen, weil die Konkurrenz sicher auch noch Federn lassen wird, könnte am Ende ein teurer Trugschluss sein.

Die Kardinalfrage ist daher: hat die Mannschaft, hat jeder einzelne Spieler verstanden, worauf es jetzt ankommt?

Nämlich nicht nur auf den Spieltag, sondern auch auf jedes Training. Es braucht jetzt Zeichen des Zusammenhalts, der Einstellung zum Team, zum Verein und zum gemeinsamen Erreichen des sportlichen Ziels!

Hier wird es maßgeblich auch auf die Ansprache des Trainerteams ankommen. Wie gut gelingt es Michi Lelleck und Co-Trainer Stefan Popov, die Spieler nochmal auf den letzten zu gehenden Schritt einzustellen?

Für das eigene Selbstwertgefühl, aber auch die Außenwirkung wäre es natürlich wünschenswert wie auch deutlich sympathischer, die fehlenden Punkte aus eigener Kraft zu holen und sich damit den Klassenerhalt zu verdienen.

Vielleicht dient auch der Gedanke an all die Ehrenamtlichen, die auf dem Haderner Dorffest für die Fußballabteilung ihr Bestes geben und dem kommenden Spiel deshalb nicht beiwohnen können, als zusätzliche Motivation.

Zeigt, dass Ihr es wollt und könnt! Auf geht’s, Hadern!

Autor Oliver Schnitzer