
Der SV Budberg hat in der Landesliga die richtige Antwort auf die Derby-Niederlage gegen den SV Scherpenberg gegeben und mischt weiter ganz oben mit. Beim Aufsteiger DJK Sportfreunde Katernberg setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Wilke mit 3:2 (0:0) durch. Der Tabellendritte hält damit Anschluss an die ebenfalls siegreichen Spitzenteams aus Moers und Rellinghausen.
Wie gewohnt wurde der SVB auch im Ruhrgebiet von zahlreichen schwarz-weiß gekleideten Anhängern unterstützt. Auf dem Kunstrasenplatz in Essen entwickelte sich zunächst eine zähe Partie. Katernberg machte den Gästen das Leben immer wieder schwer, dazu sorgte der starke Wind immer wieder für unberechenbare Ballflüge in beide Richtungen.
Wilke veränderte seine Startelf im Vergleich zur Topspiel-Heimpleite gegen Scherpenberg auf zwei Positionen: Innenverteidiger Devin Warnke und Linksaußen Finn Berg rückten ins Team, Laurin Severith nahm zunächst auf der Bank Platz, Felix Weyhofen schaute mit seinem Muskelfaserriss in Zivil zu. Trotz des Abgangs von Topstürmer Timo Conde im Winter setzte Katernberg vor allem in der ersten halbe Stunde über lange Bälle immer wieder gefährliche Akzente nach vorne.
Die erste große Chance gehörte jedoch den Gästen: Berg bediente früh Moritz Paul stark, doch der Stürmer verstolperte den Ball untypischerweise in aussichtsreicher Position. Insgesamt blieb Budberg offensiv im ersten Durchgang aber zu harmlos. Ein Kopfball von Fynn Eckhardt nach einem ruhenden Ball von Ole Egging blieb die Ausnahme (12.). Auf der anderen Seite musste Keeper Marc Anders sein Team im Spiel halten, als er einen wuchtigen Distanzschuss von Maurice Tavio Y Huete noch stark an die Latte lenkte (31.).
Die Partie blieb bis zur Pause ausgeglichen, geprägt von vielen intensiven Duellen, wenig Kontrolle und fehlender Passqualität. Dann eine Schrecksekunde: Mike Terfloth fasste sich nach einem harrten Pressschlag am Mittelkreis an seinen Problem-Knöchel, doch der Routinier konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen. „Mittlerweile wissen wir alle, ob es was ist oder nicht. Da waren schon einige knackige Zweikämpfe“, ordnete Wilke ein.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Budberg ein anderes Gesicht und kam auch über die Flügel nun deutlich besser ins Spiel. Lennart Hahn traf nach einer schnellen Kombination den Außenpfosten, auch die Nachschüsse von ihm und Egging blieben ungenutzt. Top-Torjäger Paul blieb wenig später erneut glücklos.
In der 58. Minute belohnten sich die Gäste mit der Führung: Egging traf aus rund 20 Metern sehenswert zum 1:0. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten – Tavio Y Huete glich nach einem unglücklich geklärten Ball vor die Füße zum schnellen 1:1 aus (62.).
Der SVB zeigte sich unbeeindruckt. Nach einer Ecke von Eckhardt drückte Terfloth den Ball zum 2:1 über die Linie (65.), ehe Berg seinen starken Auftritt krönte: Nach einem Dribbling-Solo von Oliver Nowak blieb der Startelf-Debütant im Strafraum cool und erhöhte auf 3:1 (68.). Zwar verkürzte Tavio Y Huete in der Schlussphase noch einmal (79.), wirklich in Gefahr geriet der knappe Auswärtssieg jedoch nicht mehr.
Ein am Ende zufriedener Tim Wilke hob vor allem die Anpassungsfähigkeit seiner Mannschaft hervor: „Nach unbequemen 25, 30 Minuten hatten wir keine Lösungen. Wir haben umgestellt und über den Platz im Eins-gegen-eins verteidigt. Das war der Schlüssel. Der Gegner hat das vorher clever gemacht und uns immer wieder überlagert.“
Mit einer Raute im 4-4-2 – Egging auf der tiefen Sechs, Alessandro Hochbaum auf der Zehn – waren die positiven Effekte spürbar. „In der zweiten Halbzeit sind wir besser in die offensiven Räume gekommen. Kurioserweise lief es gegen den Wind sogar besser.“ Schon am Gründonnerstag geht es für den SV Budberg weiter mit dem nächsten Heimspiel gegen Schlusslicht Rhenania Bottrop (20 Uhr).