
Dabei war der Sieg alles andere als selbstverständlich. Nach einer fulminanten Anfangsphase mit Treffern von Ogechika Heil (11.) und Krasniqi (13.) schien die Partie früh entschieden, ehe der ETSV durch eine umstrittene Gelb-Rote Karte gegen Brandolf Duah (31./vermeintliche Schwalbe) in Unterzahl geriet. Doch auch mit zehn Mann dominierte das Team von Jan-Philipp Rose die Begegnung, überstand alle Widerstände und drehte nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss von Appiah eindrucksvoll auf.
„Wir sind sehr stolz auf das gesamte Team nach dieser starken Leistung“, sagte Rose nach dem Spiel. „Wir gehen früh mit 2:0 in Führung, bekommen dann die gelb-rote Karte und müssen zwei Mal verletzungsbedingt wechseln – trotzdem haben die Jungs über fast 70 Minuten in Unterzahl das Spiel komplett kontrolliert.“ Bei Lennard Appe steht derweil die Diagnose fest. Er erlitt einen doppelter Bruch in der Handwurzel.
Nach dem Seitenwechsel rollte der ETSV-Express erneut an. Nick Selutin traf zum 3:1, ehe Krasniqi mit einem Doppelpack (47., 54.) den Deckel draufsetzte. Can Kömürcü sorgte für den Schlusspunkt zum 6:1. „Die Jungs haben bewiesen, dass sie Widerstände überstehen können“, lobte Rose. „Sie haben ihr Herz auf dem Platz gelassen und völlig verdient gewonnen.“
Harksheides Trainer Jörg Schwarzer sprach dagegen von „Abwehrleistungen, die einfach nicht oberligareif sind“. Sein Team ließ sich immer wieder zu leicht ausspielen, musste zudem den verletzungsbedingten Ausfall von Torhüter Niklas Grünitz zur Halbzeit verkraften.
Für den ETSV hingegen läuft alles nach Plan. Nach zwölf Spielen steht das Team mit 31 Punkten an der Spitze – die beste Bilanz der Vereinsgeschichte zu diesem Zeitpunkt. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison hatte "Eise" nach zwölf Spieltagen 24 Zähler auf dem Konto, 2023/2024 waren es 16 Zähler. "Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Team ist hungrig, gierig auf Erfolg und wächst immer enger zusammen", so Rose abschließend.
TuRa Harksheide – ETSV Hamburg 1:6 (1:2)
TuRa Harksheide: Niklas Eike Grünitz (46. Asongafac Enoch Ulrich Anou), Brian Appiah (67. Moses Wu), Niko Hasselbusch, Daniel Schkarlat (67. Aaron Meyerfeldt), Olgherto Balliu, Falk Satoshi Schmidt, Julian Gebhardt (71. Cristopher Micheel), Tom Kankowski, Yannick Fischer, Cristopher Andree Rieder Lazo (67. Marijo Saric), Chris Niklas Heuermann - Trainer: Jörg Schwarzer
ETSV Hamburg: Tom Müller, Yannick Siemsen, Sebastian Hertner, Lennart Appe (46. Andy Appiah), Brandolf Duah, Eugenio Junior Lopes, Ridel Varela Monteiro (74. Ede Mika Zimmermann), Can Kömürcü (74. Luke Sendzik), Erolind Krasniqi, Nick Selutin (69. Vedat Düzgüner), Ogechika Heil (42. Dominik Akyol) - Trainer: Jan-Philipp Rose
Schiedsrichter: André Becker
Tore: 0:1 Ogechika Heil (11.), 0:2 Erolind Krasniqi (13.), 1:2 Brian Appiah (38.), 1:3 Nick Selutin (47.), 1:3 Erolind Krasniqi (47.), 1:5 Erolind Krasniqi (54.), 1:6 Can Kömürcü (63.)
Gelb-Rot: Brandolf Duah (31./ETSV Hamburg/Schwalbe)