
Am gestrigen Sonntag feierten 10.000 Menschen den Season-Two-Abschluss der Icon League. Jubeln durften jede Menge Berliner.
Um 16:21 Uhr betrat Rapper Sido die auf dem Kunstrasen aufgebaute Bühne und eröffnete mit einem drei Songs andauernden Auftritt das Final-8-Turnier der Icon League Season two. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich 10.000 Zuschauer in der Berliner Max-Schmeling-Halle eingefunden. Gelockt wurde mit Stars wie Ex-Real-Profi Marcelo, Toni Kroos (Gründer der Liga), den beiden aktiven Nationalspielern David Alaba und Antonio Rüdiger sowie Rapper Luciano und Apache 207. Auch die Internet-Berühmtheiten Elias Nerlich (Gründer der Liga), Niklas-Wilson Sommer und Sidney Friede waren vor Ort.
Nachdem in den beiden Vorwochen unter anderem auch Nani und Ricardo Quaresma als Wildcarder mitspielten, entlockte Toni Kroos seinem ehemaligen Teamkollegen Marcelo eine Zusage für die kommende Saison, in der beide wohl für ein Spiel gemeinsam auf den Platz zurückkehren. Aber: An diesem Sonntag ging es sportlich um andere. Im Final 8 standen zunächst vier Viertelfinalspiele an. Dabei zogen Berlin City, SC Bürgeramt, Berlin Underdogs und Plyrs United ins Halbfinale ein.
Fabian Reeses Underdogs verloren dort knapp gegen Plyrs United, im zweiten Halbfinale sicherte sich Berlin City das Finalticket. Im Endspiel dann lag Berlin City zwischenzeitlich schon mit 4:0 vorn. Der Golden Ball, mit dem jeder Treffer doppelt zählt, brachte die Spannung zurück und sorgte schließlich dafür, dass es nach 24 gespielten Minuten unentschieden stand. Die Entscheidung musste in der Overtime fallen. Den Siegtreffer erzielte dann Noah Jones. Er ist einer von zahlreichen Berliner (Amateur-)Fußballern im Team. So dribbelte er am Sonntag gemeinsam mit Viktoria-Mitspieler Enes Küc unter der Leitung von Trainer Sven Körner (ebenfalls Viktoria) auf. Auch Shawn Kauter (zuletzt Altglienicke), Bilal Cubukcu (zuletzt Anadoluspor), Smajo Jakupovic (FC Liria Futsal), Jack Krause (TUS Makkabi) und Marko Trojanovic (Sparta Lichtenberg) waren dabei und dürfen sich nun stolz "Icon-League-Sieger" nennen.
Mit dem Titelgewinn sicherte sich das Team ein Preisgeld von 300.000 Euro. Während Rapper Luciano, der einer der beiden Team Heads ist, den Sieg mit seinen Spielern in der ausverkauften Halle feierte, war Antonio Rüdiger schon wieder auf dem Rückweg und musste am Flughafen im Stream zusehen.