Feurige Stimmung: Hachinger Fans brennen zu Spielbeginn Pyrotechnik ab.
Feurige Stimmung: Hachinger Fans brennen zu Spielbeginn Pyrotechnik ab. – Foto: Sven Leifer

30 Minuten Feuerwerk: Unterhaching schlägt Heimstetten 3:0

Unterhaching tütet den 3:0-Sieg in Heimstetten ein

Mit einem lockeren Sieg hat die SpVgg Unterhaching ihren Trainer Sandro Wagner nach Katar verabschiedet. Einen Tag vor seinem Flug zur Fußball-WM, wo der Coach als Fernsehexperte fürs ZDF zu sehen sein wird, gewann der Spitzenreiter der Regionalliga am Freitagabend beim Tabellenletzten SV Heimstetten mühelos mit 3:0. Durch den Erfolg ist die SpVgg seit nunmehr 13 Spielen unbesiegt und auf dem besten Weg als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen.

Unterhaching – Dabei begann das Landkreis-Derby zunächst ausgeglichen und feurig – jedoch nicht etwa auf dem Rasen, sondern auf den Rängen. So zog bereits vor dem Anpfiff der dichte Rauch von Pyrotechnik übers Spielfeld, sowohl aus dem Gästeblock der Hachinger als auch von der Heimtribüne, wo sich trotz des nasskalten Wetters eine stattliche Abordnung des SVH-Fanklubs Hoaschdenga Buam eingefunden hatte.

Von der hitzigen Stimmung in beiden Lagern ließen sich die Spieler auf dem Platz sogleich anstecken. So kam es bereits in der fünften Minute zur ersten Rudelbildung an der Heimstettner Strafraumgrenze, nach der sowohl SVH-Abwehrchef Fabio Sabbagh als auch Hachings Kapitän Markus Schwabl die Gelbe Karte sahen. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Platzherren schon führen können. Doch nach einem feinen Angriff in der zweiten Minute verpasste der einschussbereite Emre Tunc eine flache Hereingabe nur haarscharf.

In der Folge zeigte sich dann aber deutlich, welches Team in der Tabelle ganz oben und welches ganz unten steht. Nachdem Boipelo Mashigo die erste Chance der Gäste noch vergeben hatte, traf Patrick Hobsch nach 18 Minuten zur Unterhachinger Führung. Die Proteste der Gastgeber, wonach der Ball beim 1:0 nicht hinter der Linie gewesen sei, waren kaum verklungen, da zappelte die Kugel erneut im Heimstettner Netz. Verantwortlich hierfür war Mathias Fetsch, der von links in den Strafraum gedribbelt und aus kurzer Distanz eingenetzt hatte.

Spätestens jetzt schwamm die SVH-Abwehr endgültig, und so ging es munter im Fünf-Minuten-Takt weiter – diesmal mit einem sehenswert herausgespielten Treffer von Niclas Anspach. Erst nach seinem 3:0 ließen es die Hachinger etwas ruhiger angehen, wiewohl sie die Partie weiterhin so fest im Griff hatten wie die Peinlichkeiten der FIFA die WM-Berichterstattung aus Katar.

Der zweite Durchgang begann dann ähnlich wie der erste, nämlich mit einer vergebenen Chance der Heimstettner. Diesmal war es der eingewechselte Ben Biton, dessen Schuss aus 16 Metern am linken Pfosten vorbeipfiff. Anders als zu Beginn blieben die Platzherren nun jedoch am Drücker und erarbeiteten sich eine Serie von Halbchancen, die freilich keinen Ertrag einbrachten. Derweil ruhten sich die Gäste auf ihrer komfortablen Drei-Tore-Führung aus und stellten ihre Offensivbemühungen weitgehend ein – bis der Schlusspfiff ihren 3:0-Erfolg besiegelte. (PATRIK STÄBLER)

SV Heimstetten – SpVgg Unterhaching 0:3 (0:3)

SVH: Riedmüller, Maljojoki, Sabbagh, Sakhi Zada (69. Burke), Sengersdorf, Awata, Müller, Zander, Riglewski (46. Biton), Fambo (46. Manole), Tunc.

SpVgg: Scherger, Pisol, Stiefler, Fetsch (81. Porta), Anspach, M. Welzmüller (65. Maier), Schwabl, Skarlatidis (74. Schmid), Ehlich, Hobsch (83. Grob), Mashigo.

Tore: 0:1 Hobsch (19.), 0:2 Fetsch (24.), 0:3 Anspach (29.).

Schiedsrichter: Nouhoum (Oberweikertshofen) – Zuschauer: 500.

Aufrufe: 025.11.2022, 20:10 Uhr
Patrik StäblerAutor