2026-02-20T12:29:42.904Z

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3:0 im Bezirksliga-Derby – SE Freising zeigt den Kammerbergern ihre Grenzen auf

Fußball Bezirksliga

von Moritz Stalter · Heute, 06:00 Uhr · 0 Leser
Robert Villand von der SpVgg Kammerberg
Robert Villand von der SpVgg Kammerberg – Foto: Lehmann
Ein cleverer SE Freising hat die Kammerberger Fehler beim 3:0-Sieg eiskalt bestraft – und zog nun in der Tabelle an ihnen vorbei.

Vor dem Auftaktspiel nach der Winterpause hatte die SpVgg Kammerberg zwei Punkte mehr gesammelt als der SE Freising. Daraus wurde ein knapper Rückstand, weil die Gäste aus Freising in den entscheidenden Situationen besser waren und Fehler eiskalt bestraften. Davon machten die Kammerberger zu viele – deshalb verloren sie mit 0:3 (0:2).

Kammerberg, das Team von Victor Medeleanu, spielte eine solide Vorbereitung, Freisings neuer Coach Mijo Stijepic war mit dem Auftreten seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen mehr als zufrieden. Und den Trend setzte der SEF fort – auch, weil Kammerberg mithalf. Zum ersten Mal bereits in der dritten Minute mit einem Ballverlust, nach dem die Gäste schnell umschalteten: Felix Fischer und Jonathan Kleimann setzten Maximilian Rudzki in Szene – 0:1.

SEF-Keeper Jonas Trost hatte einen ruhigen Nachmittag

Ein Dämpfer für die Kammerberger im ersten Heimspiel auf Rasen 2026. Die Gastgeber versuchten im Anschluss zurückzukommen, doch Freising ließ kaum etwas zu. „Wir haben kompakt gestanden und eine gute Ordnung gehabt“, sagte Stijepic. Nur Domenik Kaiser kam zu einem gefährlicheren Abschluss, sonst erlebte SEF-Keeper Jonas Trost einen ruhigen Nachmittag.

Auf der anderen Seite musste Robin Anselment kurz vor der Pause zum zweiten Mal hinter sich greifen – erneut nach einem Fehler im Spielaufbau. Dieses Mal bestrafte Johannes Grubmüller den Fauxpas (43.). Freising jubelte, Kammerberg ging mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. „Es hätte auch 3:0 stehen können“, sagte Stijepic, während sein Gegenüber Medeleanu „einen eigentlich nicht so schlechten Auftritt“ seiner Mannschaft sah.

Der SpVgg-Coach hatte den Eindruck, etwas verändern zu müssen. Neue Impulse waren nötig. Innenverteidiger Peter Graf, der an beiden Gegentoren seinen Anteil hatte, musste runter. Seinen Platz übernahm Beren Mete. Auch Alexander Nefzger, der zuletzt angeschlagene Kapitän, kam ins Spiel – auf der Zehnerposition, um für Struktur und mit seinem guten Schuss für Torgefahr zu sorgen. Die Wechsel wirkten sich positiv aus, doch weiter fehlte die Durchschlagskraft.

Der neue Coach bewies ein gutes Gespür

Freising agierte mit der Führung im Rücken clever – und Coach Stijepic bewies beim Pflichtspieldebüt für den SEF ein gutes Gespür. Ein Beleg dafür: In der 65. Minute wechselte er Florian Huber ein – vier Minuten später traf der Joker aus spitzem Winkel zum 0:3 (69.). Das Spiel war damit entschieden. Und weil Nefzger wenig später eine Zehn-Minuten-Strafe kassierte, konnte es für die Kammerberger nur noch darum gehen, keinen weiteren Gegentreffer zu kassieren.

Nach dem Spiel zogen beide Trainer Bilanz. „Wir haben heute im Zentrum zu viele Fehler gemacht – die haben die Freisinger sofort bestraft. Man hat auch gemerkt, dass sie auf jeder Position viel Qualität haben“, sagte Medeleanu.

Sein Freisinger Kollege Stijepic freute sich über das erfolgreiche Debüt: „Ich sehe eine gute Entwicklung. Wir waren schon zum Ende der Vorbereitung auf einem guten Weg – und daran haben wir heute angeknüpft.“ Die Belohnung: der Sprung auf Rang neun und nun ein Punkt Vorsprung auf die SpVgg.