
Der Sparkassen Indoor-Cup der TSG Balingen ist am heutigen Freitagabend mit Wucht in seine 29. Auflage gestartet. In der Mey-Generalbau-Arena fielen in vier Vorrundengruppen reichlich Tore – und schon nach den ersten 24 Partien zeichneten sich erste Kräfteverhältnisse ab. Während manche Teams früh auf Kurs gingen, wurden andere vom Tempo und der kurzen Spielzeit von zwölf Minuten gnadenlos erwischt.
Auftakt mit vollem Programm
Um 17.30 Uhr begann der erste Turnierabend, knapp fünf Stunden später war die letzte Partie gespielt – dazwischen lag ein Hallen-Marathon mit 24 Begegnungen allein am ersten Tag. Gespielt wurde in den Vorrundengruppen 1 bis 4, die den Ton für das Vorturnier setzten, das sich – wie im Modus vorgesehen – über mehrere Gruppen und Qualifikationsstufen erstreckt.
Gruppe 1: Rangendingen setzt ein frühes Ausrufezeichen
In der Gruppe 1 marschierte der SV Rangendingen mit drei Siegen durch den Abend und beendete die Runde auf Platz eins (16:4 Tore, 9 Punkte). Der Startschuss fiel gleich mit Nachdruck: Rangendingen gewann gegen den FV Rot-Weiß Ebingen 2006 mit 4:1 und legte später mit einem 5:3 gegen den FC 07 Albstadt sowie einem 7:0 gegen den SV Heuberg nach. Ebingen holte seine Punkte über ein deutliches 7:1 gegen Heuberg und ein 0:0 gegen Albstadt (8:5 Tore, 4 Punkte), während Albstadt mit 6:6 Toren ebenfalls auf 4 Punkte kam. Der SV Heuberg blieb mit 2:17 Toren ohne Zähler.
Gruppe 1: Ebingen zwischen Torfest und Stillstand
Ebingen zeigte gleich zwei Gesichter: ein klarer 7:1-Erfolg gegen Heuberg, aber auch ein torloses Remis gegen Albstadt und die deutliche Niederlage gegen Rangendingen. In dieser Gruppe war jedes Tor wichtig – und Rangendingen sammelte sie mit Konsequenz ein.
Gruppe 2: Ein Dreikampf bei identischer Punktzahl
In der Gruppe 2 lieferten sich der TSV Frommern, der FC Pfeffingen und der FC 07 Albstadt II ein enges Rennen – alle drei Teams schlossen mit 6 Punkten ab. Frommern eröffnete stark mit einem 4:2 gegen Sportfreunde Sickingen und gewann dann das direkte Duell gegen Pfeffingen mit 3:0, musste aber gegen Albstadt II eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Pfeffingen setzte ein klares Zeichen mit einem 6:1 gegen Albstadt II und ließ Sickingen beim 2:1 ebenfalls stehen. Sickingen blieb trotz eines 3:4 gegen Albstadt II ohne Punkte (6:10 Tore, 0 Punkte).
Gruppe 3: Ofterdingen vorne, Frittlingen/Wilfingen drängt nach
Die Gruppe 3 gehörte dem TSV Ofterdingen: drei Siege, 13:8 Tore, 9 Punkte. Der Auftakt war sofort ein Statement im engen Spiel: 5:4 gegen die SG SV Rosenfeld/Spfr. Ising./Brittheim. Später folgten ein 3:2 gegen die SGM Frittlingen/Wilfingen und ein 5:2 gegen den TSV Stetten Hechingen. Frittlingen/Wilfingen blieb mit 14:4 Toren und 6 Punkten der gefährlichste Verfolger, unter anderem mit einem 7:1 gegen Stetten und einem 5:0 zum Abschluss gegen Rosenfeld/Isingen/Brittheim. Stetten blieb ohne Punkt (3:16 Tore, 0 Punkte).
Gruppe 4: Dotternhausen spielt sich in einen Ausnahmezustand
Der SV Dotternhausen dominierte die Gruppe 4 mit maximaler Ausbeute: 21:2 Tore, 9 Punkte. Das 6:1 gegen den SSC Donaueschingen war der Auftakt, das 4:1 gegen den VfB Bodelshausen die Bestätigung – und das 11:0 gegen die SG SV Rosenfeld / Spfr. Ising. / Brittheim II schließlich die eindrucksvolle Zuspitzung. Donaueschingen wurde mit 8:9 Toren Zweiter (6 Punkte), Bodelshausen kam mit 8:9 Toren auf Rang drei (3 Punkte). Rosenfeld/Isingen/Brittheim II blieb bei 2:19 Toren punktlos und musste neben dem 0:11 auch ein 1:5 gegen Bodelshausen und ein 1:3 gegen Donaueschingen hinnehmen.
Der Modus: Mehrstufig, kompromisslos, auf Sonntag zugespitzt
Der Turnieraufbau ist klar und anspruchsvoll: Sechs Vorrundengruppen spielen die Qualifikationsplätze für die Zwischenrunde in den Gruppen A bis D aus. Dort ziehen die Erst- und Zweitplatzierten weiter in die Hauptrunde am Sonntag, in der acht gesetzte Teams in vier Gruppen (I bis IV) einsteigen. Der erste Turniertag hat damit nicht nur erste Tabellen geschrieben, sondern auch spürbar gemacht, wie wenig Raum dieses Format für Schwächephasen lässt.
Ein Abend, der das Versprechen des Turniers einlöst
Schon der Auftakt zeigte, warum der Sparkassen Indoor-Cup als große Bühne zwischen den Jahren gilt: klare Sieger, knappe Entscheidungen, Tore in Serie – und Teams, die sich entweder früh festspielen oder sofort unter Zugzwang geraten. Nach diesem ersten Tag ist Balingen wach, die Halle im Rhythmus – und das Turnier hat seine Richtung aufgenommen, ohne schon seine Überraschungen preiszugeben.