Nach biederen 45 Minuten gab es im Lager des "V" Gesprächsbedarf in der Pause.
Nach biederen 45 Minuten gab es im Lager des "V" Gesprächsbedarf in der Pause. – Foto: Thomas Martner

2:1-Sieg beim Letzten: »V« kommt mit blauem Auge davon

15. Spieltag in der Landesliga Südost - Samstag: TSV Brunnthal vs. SSV Eggenfelden 1:2

Jeder, der selber länger gegen den Ball getreten hat, kennt diese Spiele. Gegen den Tabellenletzten anzutreten, ist oft schwieriger als gegen einen Tabellennachbarn oder ein scheinbar besseres Team. Der Kopf steht den Füßen oft im Wege. Genauso ist es dem SSV Eggenfelden am Samstagnachmittag des 15. Spieltages in der Landesliga Südost ergangen. Der "V" lieferte gegen den TSV Brunnthal keine Glanzleistung ab, konnte aber letztlich doch die drei Punkte mit ins Rottal nehmen.

Es war von der 1. Minute an wie verhext. Die Gastgeber waren besser im Spiel, sind verdient in Führung gegangen und hätte diese vor der Pause auch noch ausbauen können. "Wir sind richtig schwer ins Spiel gekommen", stellt Eggenfeldens "Co" Manuel Schmidhuber fest. Grund hierfür war aber nur am Rande die Tabellenkonstellation, wie der Assistent von Tobias Huber anmerkt. "Die lange Auswärtsfahrt, ein sehr tiefer Boden - wir mussten uns erst einmal einfinden. Wir können der Mannschaft keinem Vorwurf machen. Keiner liefert bewusst eine schlechte Leistung ab. Aber die Körpersprache hat im 1. Durchgang einfach nicht gestimmt."

In der Pause hätte das Trainerteam an die Einstellung von Gordok, Angermeier & Co. appelliert. Zudem, so Schmidhuber, haben er und sein Chef erkannt, dass ein taktischer Versuch nicht funktioniert hätte, weshalb man wieder in den gewohnten Rahmen zurückgekehrt sei. Das Drehen an diesen Stellschrauben hat gefrüchtet. Denn nach Wiederanpfiff präsentierte sich Eggenfelden anders. "Und Gott sei Dank haben wir uns dafür belohnt."

Der eingewechselte Goran Sujic ("Wir sind in der glücklichen Lage, solche Spieler überhaupt einwechseln zu können") sowie Torjäger Daniel Ungur, der nach langer Verletzung immer besser in Schwung kommt, wendeten das Blatt zugunsten der Rottaler. "Solche Tage gibt's", unterstreicht Manuel Schmidhuber noch einmal. "Wir haben die drei Punkte geholt. Und das ist das, was letztlich zählt."

Aufrufe: 015.10.2022, 16:20 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor