
Anders als der Großteil seiner Teamkollegen hat Bernie Lennemann (22) in seiner Jugendlaufbahn noch nie ein Nachwuchsleistungszentrum von innen gesehen. Der schnelle Flügelspieler wurde beim heutigen Landesligisten FC Lennestadt ausgebildet und wusste bereits als U19-Kreisligaspieler beim damaligen Westfalenligisten zu überzeugen. In seiner ersten vollen Seniorenspielzeit explodierten seine Leistungen beim FCL und spielte sich mit 15 Saisontoren in den Fokus des Oberligisten SG Finnentrop/Bamenohl, der ihn im Sommer 2023 verpflichtete.
Dort avancierte das Talent auf Anhieb zum Leistungsträger, steuerte in 18 Einsätzen zehn Tore und sechs Assists bei, ehe ein Bänderriss seine Debütsaison in der Oberliga vorzeitig beendete. Doch auch hinterher konnte Bernie Lennemann an seine Leistungen anknüpfen und wagte im Januar 2025 den nächsten Schritt als die U21 des 1. FC Köln sich die Dienste des Shootingstars sicherte. In der Domstadt musste sich Lennemann allerdings gedulden, kam selten und wenn dann nur als Joker zum Einsatz – bis er sich zum Jahresende in der Regionalliga auf sich aufmerksam machte.
Mit jeweils einem Treffer gegen die Zweitvertretungen von Borussia Dortmund (3:5) und Schalke 04 – gegen die Knappen erzielte er den Siegtreffer zum 3:2 in der 91. Minute – verdiente Lennemann sich den zweiten Startelfeinsatz überhaupt bei den Kölnern und zahlte das Vertrauen von Trainer Evangelos Sbonias am nächsten Spieltag mit zwei Treffen gegen den 1. FC Bocholt (3:2) direkt zurück.
Damit ließ der 22-Jährige nicht nur in der Regionalliga-Mannschaft aufhorchen, sondern offenbar auch bei Profi-Coach Lukas Kwasniok, der den früheren Westfalenliga-Spieler nun belohnte: Für Lennemann ging es am 2. Januar mit der Bundesliga-Mannschaft ins einwöchige Wintertrainingslager ins spanische La Nucía, wo er sich mit Namen wie Said El Mala, Marius Bülter oder Jakub Kaminski messen darf. Neben Bernie Lennemann sind mit Cenny Neumann, Yannick Mausehund, Fynn Schenten und Mikolaj Marutzki vier weitere Talente aus der U19 mitgeflogen. Kwasniok sagt der Zeitung "Express": "Wir haben fünf dabei, die Energie reinbringen sollen. Sie sollen die etablierten Spieler kitzeln und herausfordern. Die Erfahreneren wiederum müssen dann um ihren Platz kämpfen. Wir haben vor allem in der Offensive einige interessante Jungs dabei, die alle viel können."
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