
Der FC Oste/Oldendorf III hat neue Spannung in den Abstiegskampf gebracht. Mit dem zweiten Sieg in Folge verbesserte sich die Mannschaft von Fabian Hesse auf Platz 10 und verließ damit die Abstiegsränge. Zwischen Rang 6 und dem ersten Abstiegsplatz 11 liegen aktuell lediglich vier Punkte. Auch an der Tabellenspitze bleibt es eng. Der VfL Fredenbeck führt das Klassement derzeit an. Dahinter folgen der Deinster SV II und der FC Mulsum/Kutenholz II. Beide Mannschaften haben mit 26 Punkten nur zwei Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter. Nachfolgend die Stimmen zu den Spielen.
VfL-Trainer Danilo Wutke zum Spiel:
"Wir sind personell stark ersatzgeschwächt in die Partie gegangen. In den ersten 20 Minuten ließen wir den Ball gut in den eigenen Reihen laufen und hatten zwei Chancen durch Sinan Yagiz, um in Führung zu gehen.
Auch Immenbeck hatte eine Möglichkeit zur Führung, die jedoch von unserem Torwart geklärt werden konnte. In der 23. Minute gab es dann Freistoß für die Eintracht. Bei der Hereingabe waren wir unaufmerksam und reklamierten zudem auf Abseits. Immenbeck blieb jedoch im Spiel, der Abschluss wurde von einem Abwehrspieler mit der Hand geblockt. Daraus resultierten ein Elfmeter und die rote Karte für einen VfL-Spieler.
Die Immenbecker verwandelten den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0. Wir stellten direkt um, blieben aber ruhig in unserem Spiel. In der Folge hatten wir mehr Ballbesitz, während Immenbeck auf Fehler von uns lauerte.
In der 31. Minute spielten wir unseren Torjäger Sinan Yagiz im Sechzehner an. Er ließ einen Abwehrspieler aussteigen und schloss überlegt ins lange Eck zum Ausgleich ab. Das war verdient, und wir blieben weiter dran.
In der 38. Minute setzte sich Christian Hink auf der linken Seite durch, flankte an den langen Pfosten, wo Sinan Yagiz völlig freistehend per Kopf zum 1:2 traf. Wir wollten die Führung mit in die Pause nehmen und ließen den Ball in der eigenen Hälfte laufen. Immenbeck versuchte zu pressen, doch Enes Demirelli spielte einen langen Ball aus der eigenen Hälfte auf Sinan Yagiz. Der Immenbecker Torwart unterschätzte die Situation, ließ den Ball durch die Hände gleiten, und so trudelte er zum 1:3-Halbzeitstand ins Tor.
Nach der Pause versuchte Immenbeck schnell den Anschlusstreffer zu erzielen und kam auch zu einigen Fernschüssen, die unser Torwart jedoch gut parierte. Auch wir hatten durch unser schnelles Umschaltspiel mehrere Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, nutzten diese jedoch nicht.
In der 75. Minute fiel dann der Anschlusstreffer. Ein Fernschuss der Immenbecker wurde von unserem Torwart nach vorne abgewehrt, ein Gegenspieler setzte nach. Unser Torwart versuchte zu klären und berührte dabei den Immenbecker Spieler aus Sicht des Schiedsrichters, sodass es den zweiten Elfmeter für Immenbeck an diesem Tag gab. Dieses Geschenk nahmen die Gastgeber an und verwandelten erneut sicher.
Immenbeck drängte nun auf den Ausgleich, während wir auf Konter setzten. Wir spielten Bünyamin Aksoy auf der rechten Seite frei, der allein auf das Tor zulief. Der Torwart parierte seinen Abschluss stark, doch der Abpraller landete bei Sinan Yagiz, der mit seinem dritten Treffer des Tages den viel umjubelten Endstand für den VfL Fredenbeck erzielte.
Aus unserer Sicht ein verdienter Sieg, da wir sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugt haben, in einem sehr guten und fairen Fußballspiel."
FSV-Trainer Oliver Ebeling zum Spiel:
"Wir wussten, dass mit dem VfL Güldenstern Stade ein starker Gegner nach Bliedersdorf kommt und dass es harte 90 Minuten werden. Gleichzeitig hatten wir genügend Selbstvertrauen, haben unter der Woche sehr gut trainiert und uns entsprechend vorbereitet. Am Freitag gab es abschließend noch einen Mannschaftsabend.
In der ersten Halbzeit sind wir gut ins Spiel gestartet und haben Stade vielleicht ein wenig überrascht. Bereits in der 7. Minute erzielte Len Schwampe das 1:0, Matthias Peimann legte in der 10. Minute per Kopf nach. Danach kam der VfL besser ins Spiel und hatte mehr Ballbesitz, doch am Sechzehner war meist Endstation. In der 43. Minute traf Marcel Krüdener noch einmal, ein wichtiges Tor für uns.
In der zweiten Halbzeit wurde der VfL für meinen Geschmack zu spielbestimmend. Die Folge war das 3:1 durch Selivanov. Das war für uns ein Weckruf. Defensiv standen wir anschließend wieder besser und nach vorne konnten wir wieder Chancen kreieren. In der 68. und 70. Minute machten Schwampe und Krüdener alles klar. Beide trafen doppelt, eine starke Leistung von beiden.
Der VfL war stärker, als es das Ergebnis vermuten lässt. Wir haben jedoch unsere Chancen konsequent genutzt und nur sehr wenig zugelassen. Deshalb war es aus meiner Sicht ein verdienter Sieg. Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. So kann es gerne weitergehen."
Deinstes Trainer Michael Stüve zum Spiel:
"Die doch sehr schwierige Wintervorbreitung war uns anzumerken. Am Ende sprang aber doch ein verdienter Sieg für uns heraus, da wir unsere Chancen gut genutzt haben. Ein Arbeitssieg, die drei Punkte nehmen wir gerne mit."
Uns war klar, dass uns ein schwieriges Spiel erwartet. Zudem war der Platz, wie erwartet, nicht optimal, was uns im Vergleich zum Kunstrasen ohnehin nicht in die Karten spielt. Vor Ort stellte sich der Zustand dann sogar noch schlechter dar als angenommen, extrem tief und sehr rutschig.
ASC-Trainer Carl Pien zum Spiel:
"Wir hatten uns vorgenommen, kompakt zu stehen, auf Konter zu lauern und den Fokus klar auf die Defensive zu legen. Es ging darum, den Kampf anzunehmen und uns in das Spiel hineinzufighten, da wir wussten, dass wir unsere spielerischen Qualitäten über das Zentrum auf diesem Platz kaum ausspielen können. Das hat über weite Strecken auch gut funktioniert. Deinste kam zunächst zu wenigen klaren Möglichkeiten.
Das erste Tor fiel nach einem Einwurf, das zweite nach einem starken Steckpass, den sie im Eins-gegen-eins mit Simon eiskalt ausnutzten. Das ist die Qualität, die sie mitbringen und die uns vorher auch bewusst war. Wir haben uns weiter ins Spiel hineingekämpft. Abgesehen davon gab es nur noch einen weiteren Abschluss, den Simon stark parierte. Offensiv waren wir jedoch zu ungenau, vor allem im letzten Pass. Ein-, zweimal kamen wir durch, aber der Ball war dann entweder zu lang oder zu kurz. Trotzdem haben die Jungs über die gesamte Spielzeit gefightet, dafür gebührt ihnen großer Respekt. Gerade unter diesen Bedingungen haben sie lange sehr gut dagegengehalten. Das 2:0 fiel erneut nach einem Steckpass, aus meiner Sicht möglicherweise aus einer Abseitsposition, was allerdings schwer zu erkennen war. Auch hier wieder eine Eins-gegen-eins-Situation.
Wir haben weiterhin versucht, im Spiel zu bleiben, hatten auch unsere Möglichkeiten und waren keineswegs abgemeldet. Gegen Ende wurde die Partie auf beiden Seiten sehr hitzig und körperlich. Wir hatten uns bewusst vorgenommen, das Spiel anzunehmen und auch körperlich dagegenzuhalten.
Das 3:0 fiel nach einem Konter, erneut nach einer Eins-gegen-eins-Situation. Das 4:0 habe ich nicht mehr gesehen, ebenso wenig den Foulelfmeter und die Gelb-Rote Karte gegen Oliver Palm, weil ich zum Spiel meiner Frauenmannschaft musste. Am Ende geht der Sieg für Deinste in Ordnung, auch wenn das Ergebnis aus meiner Sicht etwas zu hoch ausfällt, gemessen an dem, was wir investiert haben. Insgesamt war es dennoch eine sehr stabile Leistung von uns, gerade in einem Auswärtsspiel, in dem wir sonst häufig Probleme haben."
FC-Trainer Marvin Gudd zum Spiel:
"Im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg für uns, auch wenn er vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen ist. In der ersten Halbzeit fiel ein etwas kurioses Eigentor.
Das 2:0 war dann schön über die Außenbahn herausgespielt, Christoph Schneider traf zum zweiten Treffer. Anschließend kam Hagen besser ins Spiel und setzte uns unter Druck. Kurz vor der Halbzeit erzielten sie das 2:1. In dieser Phase haben wir deutlich zu wenig gemacht, da hätte Hagen sich aufgrund der kämpferischen Einstellung vielleicht sogar den Ausgleich verdient.
Wir haben dann recht schnell das 3:1 und 4:1 nachgelegt. Über die gesamten 90 Minuten betrachtet geht der Sieg dennoch in Ordnung."
FC-Trainer Fabian Hesse zum Spiel:
"Es war ein sehr kämpferisches Spiel, in dem man von Beginn an gemerkt hat, dass zwei Mannschaften auf dem Platz stehen, die gegen den Abstieg kämpfen. Beide Teams wirkten nervös. In der ersten Halbzeit passierte nicht viel, und wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir nicht schon mit 0:1 oder 0:2 zurücklagen.
In der zweiten Hälfte haben wir dann deutlich aufgedreht, die Chancen, die uns Lühe geboten hat, eiskalt genutzt und sind mit 3:0 in Führung gegangen. Lühe konnte noch verkürzen, am Ende stand jedoch ein 4:1-Sieg für uns. Insgesamt war es eine gute Mannschaftsleistung.
Wir waren zudem gut besetzt. Unser neuer Spieler Jonas Seidel hat in der Innenverteidigung eine sehr starke Partie gezeigt.
Für uns war es ein enorm wichtiges Spiel. Drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten bedeuten erneut ein Spiel mit Sechs-Punkte-Charakter. Dadurch haben wir den Abstiegskampf wieder deutlich enger gestaltet, was noch vor zwei Spieltagen fast aussichtslos erschien. Jetzt ist wieder alles möglich.
Gefühlt steckt aktuell die halbe Liga im Abstiegskampf. Wir freuen uns auf die kommenden Spiele. Mit Bliedersdorf wartet erneut ein wichtiges Duell gegen einen direkten Konkurrenten, anschließend geht es wieder gegen Himmelpforten III. Zwei weitere wichtige Spiele, in denen wir punkten wollen, um den nächsten Schritt zu machen."